👀 Erster Eindruck, Verarbeitung & Ausstattung
Die Hollis M1 wird in einem stabilen Kunststoff-Case geliefert, das die Maske beim Transport gut schützt. Gerade bei einer rahmenlosen Einglasmaske würde ich das Case auch nutzen, denn das große Glas liegt deutlich freier als bei Modellen mit klassischem Rahmen.

Zuerst fällt das große Sichtfeld auf. Die M1 wirkt insgesamt schlicht, aber nicht langweilig. Meine schwarze Version hat eine leicht matte Oberfläche, die hochwertig aussieht. Das Silikon fühlt sich weich und angenehm an. An der Unterseite der Maske waren leichte Materialrückstände zu sehen, ansonsten ist sie sauber verarbeitet. Scharfe Kanten oder lose Stellen sind mir nicht aufgefallen. Das gehärtete Glas wirkt stabil, hebt sich für mich beim ersten Eindruck aber nicht spürbar von anderen guten Tauchmasken ab.

Die Schnallen sitzen seitlich am Silikonkörper und funktionieren über einen Klappmechanismus. Das Band lässt sich damit einfach fester ziehen, lockern oder bei Bedarf schnell gegen ein Neopren-Maskenband tauschen. Für den Preis fehlt der Hollis M1 bei Verarbeitung und Ausstattung erst einmal nichts. Ein kleiner Minuspunkt ist für mich die fehlende Farbauswahl, die Maske gibt es nur in Schwarz. Seit kurzem ist sie auch mit transparentem Silikon als Clear-Version erhältlich.
Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten. Silikon, Glas und Schnallen wirken hochwertig, nur leichte Materialrückstände an der Unterseite kosten den halben Punkt.
😌 Passform & Tragekomfort
Ich bin selbst Bartträger und genau da hatte ich bei der Hollis M1 ein Auge drauf. Bei mir hat sie sauber am Gesicht abgeschlossen, auch im Bereich vom Oberlippenbart. Das ist nicht selbstverständlich und funktioniert bei vielen Masken deutlich schlechter. Mit leichtem Bart hält sie bei mir besser dicht als einige andere Masken.

Das Sichtfeld ist groß und wirkt rundum offen. Gerade im Vergleich zu kleineren Masken merkst du das direkt. Insgesamt sitzt die Maske angenehm im Gesicht, ohne dass irgendwo direkt etwas drückt. Sie wirkt aber relativ groß und passt aus meiner Sicht eher zu normalen oder breiteren Gesichtern. Bei kleinen oder schmalen Gesichtern würde ich sie weniger empfehlen.
Bei Kopfbewegungen bleibt die M1 stabil sitzen und verrutscht bei mir nicht. Die Maskenbänder lassen sich auch im angezogenen Zustand gut verstellen. Das geht schnell und ohne Gefummel. Je nachdem, wie eng ich sie ziehen muss, damit sie dicht bleibt, entstehen nach längeren Tauchgängen aber leichte Druckstellen.
Der Nasenbereich sitzt relativ hoch. Bei mir führt das dazu, dass ich meine Nase nicht immer perfekt treffe. Der Druckausgleich funktioniert trotzdem, aber nicht ganz so präzise wie bei manchen anderen Masken.
Passform & Dichtheit: 4 von 5 Punkten. Die M1 sitzt stabil und dichtet selbst mit leichtem Bart gut ab. Abzüge gibt es für die große Passform, mögliche Druckstellen bei festem Zug und den etwas hoch sitzenden Nasenbereich.
🌊 Hollis M1 Test unter Wasser beim Tauchen
Wenn ich die Hollis M1 vor dem Abtauchen richtig positioniere bleibt sie bei mir unter Wasser dicht. Sitzt sie nicht richtig, kann trotzdem etwas Wasser eindringen. Ausblasen klappt dann aber schnell.
Am Anfang beschlug die Maske bei mir häufiger. Mit meiner üblichen Vorbereitung mit Zahnpasta und wenigen Tropfen Babyshampoo ist das inzwischen deutlich besser. Bei meinen Tauchgängen im Salzwasser in Montenegro blieb sie sogar komplett klar.
Der Blick nach vorne und zur Seite fühlt sich unter Wasser sehr offen an. Ich fühle mich mit der M1 nicht eingeengt. Der Druckausgleich funktioniert bei mir gut, auch wenn ich den Nasenbereich nicht immer perfekt treffe. Das Tragegefühl unter Wasser war insgesamt sehr angenehm. Nach dem ersten Tauchgang hatte ich leichte Druckstellen, das lag aber eher an zu fest eingestellten Bändern. Beim zweiten Tauchgang etwas lockerer eingestellt und das Problem war weg.
Die Bandverstellung lässt sich auch mit Handschuhen bedienen, braucht aber etwas Übung. Beim zu kräftigen Festziehen vor dem Tauchgang ist mir das Band anfangs mehrmals aus den Schnallen gerutscht. Mittlerweile passiert das nicht mehr und unter Wasser hält alles zuverlässig.
Sichtfeld 5 von 5 Punkten. Sehr offener Blick nach vorne und zur Seite.
Handling unter Wasser 4 von 5 Punkten. Ausblasen klappt gut, beim Druckausgleich sitzt der Nasenbereich für mich aber etwas hoch. Die Bandverstellung braucht etwas Übung.
Was mir gefällt & was besser sein könnte
| 👍 Was mir gefällt | 👎 Was besser sein könnte |
|---|---|
| Sehr offenes Sichtfeld nach vorne und zur Seite | Nasenbereich sitzt etwas hoch |
| Saubere Abdichtung, auch mit Bart | Bandverstellung braucht etwas Übung |
| Angenehmes Tragegefühl nach richtiger Einstellung | Nur in Schwarz und Clear erhältlich |
Hollis M1 im Vergleich mit anderen beliebten Tauchmasken
Die TUSA Zensee ist der Hollis M1 am ähnlichsten. Beide sind Einglasmasken mit großem Sichtfeld und weichem Silikon. Die Zensee fühlt sich noch etwas weicher an. In der Pro-Version bekommst du zusätzlich UV-beschichtete Gläser, zahlst dafür aber auch spürbar mehr. Die normale Zensee liegt preislich ungefähr auf dem Niveau der Hollis M1.
Die TUSA Freedom HD bietet ein noch größeres Sichtfeld. Sie fühlt sich dadurch sehr offen an, ist aber eher für noch breitere Gesichter gemacht. Die Hollis M1 saß an meinem eher normal breiten Gesicht kompakter und besser.
Die Cressi F1 ist die günstigere Einglas-Alternative. Sie fällt kleiner aus und passt deshalb eher zu schmalen Gesichtern. Beim Silikon, der Verarbeitung und dem insgesamt hochwertigen Eindruck kommt sie für mich aber nicht an die Hollis M1 heran.

