In meinem Atemregler Test vergleiche ich die besten Atemregler zum Tauchen für Einsteiger, erfahrene Sporttaucher sowie Reise- und Kaltwassertaucher. Die Auswahl basiert auf meinen Erfahrungen als erfahrener Taucher, eigenen Praxiseindrücken mit verschiedenen Reglern sowie technischen Daten, Zertifizierungen und Erfahrungen anderer Taucher. So erkennst du schnell, welches Modell wirklich zu deinem Tauchprofil passt.
🔎 Direkt zu den besten Atemreglern springen:
⚡ Bester Performance-Atemregler: SCUBAPRO MK25 EVO mit G260
❄️ Beste Wahl für Kaltwasser: Apeks EVX200 (Nachfolger XTX 200)
🌡️ Praxis-Tipp für Kalt- und Warmwasser: SCUBAPRO MK17 EVO 2 mit S600
🎛️ Beste Einstellbarkeit: Aqualung LEG3ND ELITE
💰 Preis-Leistungs-Tipp: Mares Dual 15X
🌴 Günstige Warmwasser-Wahl: Cressi AC2 Compact
✈️ Bester Premium-Reiseatemregler: Atomic Aquatics T3
Warum ist die Wahl des richtigen Atemreglers für Taucher wichtig?
Ein Atemregler muss zuverlässig Luft liefern und gleichzeitig zu Wassertemperatur, Ausrüstung und persönlichem Atemgefühl passen. Für meinen Atemregler Test sind deshalb vor allem fünf Kriterien entscheidend:
- Atemleistung: Der Regler sollte auch in größerer Tiefe, bei erhöhtem Luftbedarf und sinkendem Flaschendruck gleichmäßig Luft liefern.
- Kaltwassertauglichkeit: Unter 10 °C muss die komplette Kombination aus erster Stufe, Hauptregler und Octopus dafür freigegeben sein. EN 250A bestätigt die geprüfte Versorgung über Hauptregler und Octopus. Der Zusatz „>10 °C“ schließt eine Kaltwasserfreigabe jedoch aus. Mehr dazu erklärt DAN zur EN-250-Kennzeichnung.
- Bedienung: Einatemwiderstand und Venturiunterstützung sollten sich leicht einstellen und auch mit Handschuhen sicher bedienen lassen.
- Anschluss und Schlauchführung: Flaschenanschluss, Schlauchführung sowie Anzahl und Position der Anschlüsse müssen zur übrigen Tauchausrüstung passen.
- Wartung und Ersatzteile: Servicestellen, Ersatzteilversorgung, Wartungsintervalle und Folgekosten sind langfristig ebenso wichtig wie der Kaufpreis.

👉 Den besten Atemregler für alle Taucher gibt es daher nicht. Ein leichter Reiseatemregler erfüllt andere Anforderungen als ein Modell für kalte Seen. Deshalb ordne ich die Atemregler nach ihrem jeweiligen Einsatzbereich ein.
Atemregler Test: Vergleich der besten Modelle für Taucher
In diesem Atemregler Test vergleiche ich die aktuell besten Modelle für unterschiedliche Tauchbedingungen und Erfahrungsstufen. Einige der vorgestellten Atemregler kenne ich aus eigener Nutzung unter Wasser. Zusätzlich berücksichtige ich offizielle Produktdaten, Bedienungsanleitungen, Kaltwasserfreigaben und Informationen zu Wartung und Ausstattung. Ergänzend fließen wiederkehrende Erfahrungen aus Nutzerbewertungen sowie Rückmeldungen von Tauchlehrern in die Einordnung ein.
| Kriterium |
Performance-Tipp
SCUBAPRO MK25 EVO / G260
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Kaltwasser-Tipp
Apeks EVX200 Stage 3
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Praxis-Tipp
SCUBAPRO MK17 EVO 2 / S600
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Einstell-Tipp
Aqualung LEG3ND ELITE
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Preis-Leistungs-Tipp
Mares Dual 15X
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Warmwasser-Tipp
Cressi AC2 Compact Set
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Premium-Reise-Tipp
Atomic Aquatics T3
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|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Kurzfazit | Hohe Leistung und flexible Schlauchführung | Starker Spezialist für kaltes Wasser | Vielseitiger Praxis-Allrounder | Besonders fein einstellbar | Einfach, leicht und fair bepreist | Günstiges Warmwasser-Set | Extrem leicht und hochwertig |
| Geeignet für | Anspruchsvolle Sporttaucher | Regelmäßige Kaltwassertaucher | Kalt- und Warmwassertaucher | Komfortorientierte Taucher | Einsteiger und Urlaubstaucher | Warmwasser-Einsteiger | Vielreisende mit hohem Budget |
| Einsatzbereich | Kalt- und Warmwasser | Auch extremes Kaltwasser | Kalt- und Warmwasser | Kalt- und Warmwasser | Vor allem Warmwasser | Nur über 10 °C | Kalt- und Warmwasser |
| Einstellung | Atemwiderstand und VIVA | Atemwiderstand und Venturi | Atemwiderstand und VIVA | Atemwiderstand und Venturi | Keine | Venturi-Schalter | AFC und Schnellregler |
| Gewicht | Schwer | Mittel | Mittel | Mittel | Leicht | Leicht | Sehr leicht |
| Vollständige Revision | 2 Jahre / 100 TG | 1 Jahr | 2 Jahre / 100 TG | 2 Jahre | 2 Jahre | 1 Jahr | 3 Jahre / 300 Std. |
| Preisniveau | Hoch | Sehr hoch | Hoch | Hoch | Mittel | Günstig | Sehr hoch |
| Einzelbewertung | Details ansehen | Details ansehen | Details ansehen | Details ansehen | Details ansehen | Details ansehen | Details ansehen |
Gewicht: Die Angaben beziehen sich auf unterschiedliche Konfigurationen und sind deshalb nur eingeschränkt vergleichbar.
Wartung: TG steht für Tauchgänge, Std. für Tauchstunden. Bei Auffälligkeiten kann ein früherer Service notwendig sein.
- VIVA
- SCUBAPROs Bezeichnung für die einstellbare Venturi-Unterstützung.
- Venturi
- Unterstützt den Luftstrom beim Einatmen. Die Oberflächenstellung hilft, unbeabsichtigtes Abblasen zu vermeiden.
- AFC
- Atomic Flow Control. Passt die Venturi-Unterstützung automatisch an die Tauchtiefe an.
- Atemwiderstand
- Bestimmt, wie leicht die zweite Stufe auf den Beginn des Einatmens reagiert.
SCUBAPRO MK25 EVO mit G260: bester Performance-Atemregler
Die Kombination aus SCUBAPRO MK25 EVO und G260 richtet sich an Taucher, die eine hohe Luftlieferung mit einer flexiblen Schlauchführung verbinden möchten. An der ersten Stufe stehen fünf Anschlüsse für Hauptregler, Octopus und Inflatorschläuche zur Verfügung. Vier davon befinden sich auf einem drehbaren Portturm. Das erleichtert die Anpassung an unterschiedliche Ausrüstung und Schlauchlängen.
An der G260 kannst du den Atemwiderstand und die Unterstützung beim Einatmen getrennt einstellen. Das XTIS der ersten Stufe und mehrere Metallbauteile an der G260 verbessern die Widerstandsfähigkeit bei kalten Tauchbedingungen. Ein Servicetechniker kann den Schlauch der zweiten Stufe außerdem von rechts auf links umbauen. Die MK25 EVO besitzt allerdings keine vollständig trockene Kammer. Für sehr schlammige oder belastete Gewässer sind die MK17 EVO 2 oder MK19 EVO deshalb besser abgeschirmt. Das ändert nichts daran, dass die MK25 EVO auch für Kaltwasser ausgelegt ist.
| 👍 Vorteile | 👎 Nachteile |
|---|---|
| Hohe und gleichmäßige Luftlieferung | Keine vollständig trockene Kammer wie bei MK17 EVO 2 oder MK19 EVO |
| Fünf Anschlüsse mit drehbarem Portturm | Größer und schwerer als Reiseatemregler |
| Atemwiderstand individuell einstellbar | Octopus und Lieferumfang unterscheiden sich je nach Angebot |
| Schlauchführung von rechts oder links möglich | |
| Für kaltes und warmes Wasser ausgelegt | |
| Wartungsintervall bei 2 Jahren / 100 TG |
✅ Gut geeignet für: Anspruchsvolle Sporttaucher, Sidemount, technische Konfigurationen und Taucher, die ihre Schlauchführung flexibel anpassen möchten.
❌ Eher nicht geeignet für: Minimalistische Reiseausrüstung und regelmäßige Tauchgänge in stark verschlammtem oder belastetem Wasser.
Apeks EVX200 Stage 3: beste Wahl für Kaltwasser
Der Apeks EVX200 ist konsequent für anspruchsvolle Kaltwasserbedingungen konstruiert. Seine vollständig abgedichtete erste Stufe hält Wasser und Schmutz von der Mechanik fern. Zusätzliche Rippen am Gehäuse unterstützen den Wärmeaustausch. Große Bedienelemente erleichtern die Einstellung mit dicken Handschuhen. Insgesamt stehen fünf Anschlüsse für Hauptregler, Octopus und Inflatorschläuche sowie zwei Anschlüsse für Finimeter oder Sender zur Verfügung. Die Stage-3-Version enthält die erste Stufe, den Hauptregler, den EVX-Octopus und die benötigten Schläuche.
Der EVX200 übernimmt im aktuellen Apeks-Sortiment die Premiumposition des früheren XTX200. Ein gut gewarteter XTX200 bleibt deshalb weiterhin ein leistungsfähiger Kaltwasseratemregler. Beim Neukauf solltest du aber derzeit auch die Ersatzteilversorgung berücksichtigen. Die Aqualung Group mit Apeks wurde nach einem gerichtlichen Sanierungsverfahren im Juni 2025 von der HEAD Group übernommen. Servicekits sind seitdem zwar nicht grundsätzlich verschwunden, ihre Verfügbarkeit ist regional aber teilweise mit längeren Wartezeiten verbunden. Vor dem Kauf würde ich deshalb bei einer erreichbaren Apeks-Werkstatt konkret nachfragen, ob Kits für den EVX200 bzw. XTX200 vorrätig sind und wie lange eine Revision aktuell dauert.
| 👍 Vorteile | 👎 Nachteile |
|---|---|
| Vollständig abgedichtete erste Stufe | Hoher Anschaffungspreis |
| Für anspruchsvolle Kaltwasserbedingungen ausgelegt | Weniger reiseorientiert als leichtere Modelle |
| Große Bedienelemente für dicke Handschuhe | Jährliche Wartung laut Apeks-Handbuch vorgesehen |
| Flexible Anschlussmöglichkeiten | Verfügbarkeit von Servicekits regional schwierig |
| Stage-3-Version enthält einen passenden Octopus |
✅ Gut geeignet für: Regelmäßige Kaltwassertaucher, Trockentaucher und anspruchsvolle Sporttaucher.
❌ Eher nicht geeignet für: Gelegentliche Warmwasserurlauber, besonders leichtes Reisegepäck und Käufer, die kurze Wartungszeiten sicher einplanen müssen.
SCUBAPRO MK17 EVO 2 mit S600: meine Praxis-Wahl für Kalt- und Warmwasser
Den SCUBAPRO MK17 EVO 2 mit S600 nutze ich selbst als Hauptregler. Beim Tauchen schätze ich vor allem die zuverlässige Luftlieferung und die gut erreichbaren Einstellungen an der S600. Die erste Stufe ist vollständig vom Umgebungswasser getrennt. Dadurch eignet sie sich besonders für kalte Gewässer sowie Tauchplätze mit viel Schmutz oder Sediment.

Zwei angewinkelte Anschlüsse erleichtern die gleichzeitige Verwendung von Finimeter und Funktransmitter. Vier weitere Anschlüsse reichen für eine klassische Sporttauchkonfiguration mit Hauptregler, Octopus, Jacket und Trockentauchanzug aus. An der S600 lassen sich der Atemwiderstand und die Unterstützung beim Einatmen getrennt einstellen. Gegenüber der MK25 EVO fehlt allerdings der drehbare Portturm. Für mein eigenes Setup ist die feste und übersichtliche Schlauchführung dennoch vollkommen ausreichend.
| 👍 Vorteile | 👎 Nachteile |
|---|---|
| Vollständig vom Umgebungswasser getrennte erste Stufe | Nur vier feste Anschlüsse für Regler und Inflatorschläuche |
| Kaltwassergeeignet | Kein drehbarer Portturm |
| Gute Anordnung für Finimeter und Funktransmitter | Nicht auf minimales Reisegewicht optimiert |
| Atemwiderstand individuell einstellbar | |
| Allrounder für heimische Gewässer und Reisen |
✅ Gut geeignet für: Sporttaucher, die regelmäßig in unterschiedlichen Gewässern tauchen und einen vielseitigen Atemregler für Kalt- und Warmwasser suchen.
❌ Eher nicht geeignet für: Sidemount-Konfigurationen mit besonders spezieller Schlauchführung und Taucher, bei denen jedes Gramm Reisegepäck zählt.
Aqualung LEG3ND ELITE: beste Einstellbarkeit
Beim Aqualung LEG3ND ELITE kannst du zwei wichtige Einstellungen unabhängig voneinander bedienen. Mit einem Drehknopf bestimmst du, wie leicht die Luftlieferung beim Einatmen beginnt. Ein separater Hebel steuert die zusätzliche Unterstützung während des Atemzugs und hilft dabei, ein unbeabsichtigtes Abblasen an der Oberfläche zu vermeiden. Dadurch lässt sich die zweite Stufe genauer an persönliche Vorlieben und unterschiedliche Tauchbedingungen anpassen. Beim LEG3ND MBS werden beide Einstellungen dagegen über einen gemeinsamen Drehknopf verändert.
Die erste Stufe ist vollständig abgedichtet und für kaltes wie warmes Wasser ausgelegt. Nach dem Abnehmen von der Flasche verschließt das ACD den Eingang automatisch. Dadurch können Wasser und Schmutz weniger leicht ins Innere gelangen. Die vielen Einstellmöglichkeiten sind allerdings nur dann ein echter Vorteil, wenn du sie bewusst nutzt. Wer seinen Atemregler einmal einstellt und anschließend nicht mehr verändert, kann mit einem einfacheren Modell Geld sparen.
| 👍 Vorteile | 👎 Nachteile |
|---|---|
| Zwei Einstellungen unabhängig voneinander bedienbar | Hoher Anschaffungspreis |
| Für kaltes und warmes Wasser ausgelegt | Mehr Bedienelemente als bei einfachen Atemreglern |
| Vollständig abgedichtete erste Stufe | Nicht besonders leicht oder kompakt |
| Automatischer Schutz vor Wasser und Schmutz | |
| Große und gut erreichbare Bedienelemente |
✅ Gut geeignet für: Erfahrene Sport- und Kaltwassertaucher, die das Ansprechverhalten ihrer zweiten Stufe individuell einstellen möchten.
❌ Eher nicht geeignet für: Warmwasserurlauber mit begrenztem Budget und Taucher, die einen möglichst einfachen Atemregler ohne manuelle Einstellungen bevorzugen.
Mares Dual 15X: Preis-Leistungs-Tipp für Einstieg und Urlaub
Der Mares Dual 15X ist bewusst unkompliziert aufgebaut. Seine zweite Stufe wiegt laut Mares nur 183 Gramm. Das geringe Gewicht kann den Zug am Mundstück und die Belastung des Kiefers reduzieren. Die Luft wird gleichmäßig zum Mundstück geführt, ohne dass du während des Tauchgangs etwas nachregeln musst. Nach dem Abschrauben von der Flasche verschließt sich die erste Stufe automatisch. Dadurch kann weniger leicht Wasser ins Innere gelangen.
Mares empfiehlt den Dual 15X vor allem für Einsteiger, Sporttaucher und Tauchreisen in warme Gewässer. Für diesen Einsatz bietet er ein überzeugendes Verhältnis aus Preis, Gewicht und Ausstattung. Der Atemwiderstand lässt sich allerdings nicht an die eigenen Vorlieben anpassen. Für regelmäßige Kaltwassertauchgänge würde ich deshalb eher zu einem dafür ausgelegten Modell wie dem Mares Atlas 62X greifen.
| 👍 Vorteile | 👎 Nachteile |
|---|---|
| Mit 183 Gramm sehr leichte zweite Stufe | Atemwiderstand nicht individuell einstellbar |
| Einfache Bedienung ohne Nachregeln | Nicht meine Empfehlung für regelmäßige Kaltwassertauchgänge |
| Gleichmäßige Luftzufuhr | Weniger Anschlussmöglichkeiten als bei den Premiumsystemen |
| Automatischer Verschluss gegen eindringendes Wasser | |
| Gutes Verhältnis aus Preis und Ausstattung |
✅ Gut geeignet für: Einsteiger, Urlaubstaucher und Sporttaucher, die überwiegend in warmen Gewässern tauchen und einen leichten, unkomplizierten Atemregler suchen.
❌ Eher nicht geeignet für: Regelmäßige Kaltwassertauchgänge, technische Konfigurationen und Taucher, die den Atemwiderstand individuell einstellen möchten.
Cressi AC2 mit Compact und Compact Octopus: günstige Warmwasser-Wahl
Das aktuelle Komplettsystem besteht aus der Cressi AC2, der leichten Compact als Hauptregler und einem gelben Compact Octopus. Die Technik ist bewusst einfach gehalten und dadurch vergleichsweise günstig sowie wartungsfreundlich. Vier Anschlüsse stehen für Hauptregler, Octopus und Inflatorschläuche zur Verfügung. An der Compact kannst du zwischen einer Einstellung für die Oberfläche und einer Einstellung für den Tauchgang wechseln. Dadurch lässt sich das Risiko reduzieren, dass der Regler außerhalb des Mundes unbeabsichtigt abbläst.
Für Finimeter oder Funktransmitter steht allerdings nur ein Anschluss zur Verfügung. Beide gleichzeitig lassen sich deshalb nicht direkt anschließen. Noch wichtiger ist die Temperaturgrenze: Cressi gibt das System ausdrücklich nur für Wasser über 10 °C frei. Für warme Urlaubsziele ist das vollkommen ausreichend. Für deutsche Seen oder andere Kaltwasserreviere solltest du einen entsprechend zertifizierten Atemregler wählen.
| 👍 Vorteile | 👎 Nachteile |
|---|---|
| Vergleichsweise günstiges Komplettsystem | Nur für Wasser über 10 °C freigegeben |
| Hauptregler und passender Octopus enthalten | Nur ein Anschluss für Finimeter oder Sender |
| Einfache und wartungsfreundliche Konstruktion | Unbalancierte erste Stufe |
| Leichte zweite Stufe mit großer Luftdusche | Atemwiderstand nicht einstellbar |
| Umschaltung für Oberfläche und Tauchgang |
✅ Gut geeignet für: Warme Urlaubsziele, Taucheinsteiger, Tauchschulen und preisbewusste Gelegenheitstaucher.
❌ Eher nicht geeignet für: Tauchgänge unter 10 °C, deutsche Kaltwasserseen und Taucher, die gleichzeitig einen Funktransmitter und ein klassisches Finimeter verwenden möchten.
Atomic Aquatics T3: bester Premium-Reiseatemregler
Beim Atomic Aquatics T3 bestehen die erste Stufe und wichtige Bauteile der zweiten Stufe aus Titan. Der gesamte Atemregler ist jedoch nicht vollständig aus diesem Material gefertigt. In der INT-Ausführung wiegen die erste und zweite Stufe zusammen laut Hersteller weniger als 816 Gramm. Für die in Europa üblichere DIN-Ausführung und ein vollständiges System mit Octopus nennt Atomic kein direkt vergleichbares Gesamtgewicht.
Die erste Stufe ist werkseitig versiegelt, gegen Verschmutzung geschützt und für kalte Gewässer vorbereitet. Fünf Anschlüsse auf einem drehbaren Portturm ermöglichen eine flexible Schlauchführung. Die zweite Stufe passt die Unterstützung beim Einatmen automatisch an die Tiefe an. Ein bewegliches Titan-Gelenk am Schlauch reduziert außerdem den seitlichen Zug am Mundstück. Das reguläre Wartungsintervall liegt laut Atomic bei bis zu drei Jahren oder 300 Tauchstunden, je nachdem, was zuerst erreicht wird. Eine jährliche Sicherheitskontrolle wird trotzdem empfohlen. Der passende Ti2 Octopus ist normalerweise nicht im Grundpreis enthalten.
| 👍 Vorteile | 👎 Nachteile |
|---|---|
| Sehr leichte und korrosionsbeständige Titanbauteile | Mit Abstand eines der teuersten Systeme im Vergleich |
| Flexible Schlauchführung durch drehbaren Portturm | Ti2 Octopus normalerweise separat erhältlich |
| Bewegliches Schlauchgelenk reduziert seitlichen Zug | Keine separate manuelle Venturi-Einstellung |
| Automatische Anpassung der Atemunterstützung |
✅ Gut geeignet für: Vielreisende und anspruchsvolle Sporttaucher, die geringes Gewicht, Korrosionsbeständigkeit und lange Wartungsintervalle priorisieren.
❌ Eher nicht geeignet für: Preisbewusste Einsteiger und Käufer, die ein vollständiges Atemreglerset mit Octopus zu einem überschaubaren Preis suchen.
Welcher Atemregler passt zu deinem Tauchprofil?
Entscheidend ist nicht, welcher Atemregler auf dem Papier die meisten Funktionen besitzt. Wichtiger sind die niedrigste Wassertemperatur, die Häufigkeit deiner Tauchgänge, dein Reiseverhalten und die benötigte Konfiguration.
🧊 Für regelmäßige Tauchgänge in deutschen Seen
Orientiere dich immer an der Temperatur in deiner geplanten Tauchtiefe. Im Bodensee messe ich im Sommer an der Oberfläche teilweise 25 °C, während das Wasser ab etwa 20 Metern nur noch rund 7 °C kalt ist. Ein reiner Warmwasserregler ist deshalb auch im Sommer ungeeignet.
👉 Der Apeks EVX200, der SCUBAPRO MK17 EVO 2 mit S600 und der SCUBAPRO MK25 EVO mit G260 sind für solche Bedingungen ausgelegt.
Für regelmäßige Kaltwassertauchgänge ist zusätzlich eine redundante Konfiguration mit zwei getrennten ersten Stufen sinnvoll. An manchen Tauchplätzen ist sie sogar vorgeschrieben. Ein Set mit Hauptregler und Octopus an nur einer ersten Stufe bietet diese Redundanz nicht. Einige Händler bieten deshalb spezielle Kaltwassersets mit zwei ersten und zwei zweiten Stufen an.
🌡️ Für Kalt- und Warmwasser mit einem Atemregler
Wenn du sowohl in heimischen Seen als auch im Urlaub tauchst, benötigst du normalerweise keine zwei unterschiedlichen Atemregler. Ein kaltwassergeeignetes Modell kann problemlos in tropischen Gewässern verwendet werden.
👉 Meine persönliche Wahl ist der SCUBAPRO MK17 EVO 2 mit S600. Ich nutze diese Kombination selbst im Kalt- und Warmwasser. Sie bietet für mich den sinnvollsten Mittelweg aus Kaltwassertauglichkeit, Atemkomfort und unkomplizierter Handhabung.
Auch der SCUBAPRO MK25 EVO mit G260, der Apeks EVX200 und der Aqualung LEG3ND ELITE eignen sich für beide Einsatzbereiche. Für den Urlaub kannst du bei einer Kaltwasserkonfiguration auf eine kompaktere Zusammenstellung mit nur einer ersten Stufe wechseln.
💰 Für Einsteiger und ein begrenztes Budget
Als Einsteiger solltest du nicht automatisch das günstigste Angebot wählen. Überlege vor dem Kauf, ob du ausschließlich im Urlaub oder später auch in deutschen Seen tauchen möchtest. Ein reiner Warmwasserregler kann sonst einen zusätzlichen Neukauf erforderlich machen.
👉 Der Mares Dual 15X ist meine Budgetempfehlung für unkompliziertes Sporttauchen und Urlaubsreisen. Das Cressi AC2 Compact Set ist günstiger und enthält bereits einen Octopus, darf aber nur in Wasser über 10 °C verwendet werden.
Wenn du bereits weißt, dass du regelmäßig in deutschen Seen tauchen möchtest, würde ich keines der beiden Modelle nur wegen des günstigeren Preises wählen. Dann ist es sinnvoller, direkt in ein kaltwassergeeignetes System zu investieren.
🌴 Für reine Warmwasserurlaube
Grundsätzlich kannst du alle kaltwassergeeigneten Atemregler aus diesem Vergleich auch im Warmwasser verwenden. Ein SCUBAPRO MK17 EVO 2, SCUBAPRO MK25 EVO, Apeks EVX200 oder Aqualung LEG3ND ELITE ist dort keinesfalls ungeeignet. Die zusätzlichen Kaltwasserreserven machen diese Modelle lediglich teurer und teilweise schwerer, als es für reine Urlaubstauchgänge notwendig wäre.
Das Cressi AC2 Compact Set eignet sich als günstige Komplettlösung. Der Mares Dual 15X bietet sich an, wenn du eine leichtere zweite Stufe und eine etwas höher positionierte Alternative suchst.
👉 Für reine Warmwasserurlaube würde ich nach Budget und Reisegewicht entscheiden. Sobald später auch deutsche Seen infrage kommen, ist ein kaltwassergeeigneter Atemregler meist die nachhaltigere Wahl.
Wie funktioniert ein Atemregler und was gehört zu einem vollständigen Set?
Ein Atemregler, auch Lungenautomat genannt, reduziert den Flaschendruck von bis zu 300 bar in zwei Schritten: Die erste Stufe senkt ihn auf den Mitteldruck, die zweite Stufe passt ihn beim Einatmen an den Umgebungsdruck an. Was Händler als „Atemregler-Set“ oder „Komplettset“ bezeichnen, ist allerdings nicht einheitlich geregelt. Deshalb solltest du den Lieferumfang immer genau prüfen.

| Bestandteil | Aufgabe | Üblicherweise enthalten? |
|---|---|---|
| Erste Stufe | Reduziert den Flaschendruck auf Mitteldruck | Immer |
| Hauptregler / zweite Stufe | Liefert Atemluft auf Umgebungsdruck | Immer |
| Octopus | Alternative zweite Stufe für die Luftteilung | Je nach Angebot |
| Inflatorschlauch fürs Jacket | Versorgt den Inflator des Jackets mit Luft | Je nach Set |
| Inflatorschlauch für den Trockentauchanzug | Versorgt das Einlassventil des Trockentauchanzugs | Separat |
| Finimeter | Zeigt den Flaschendruck mechanisch an | Je nach Set |
| Sender / Transmitter | Überträgt den Flaschendruck an einen kompatiblen Tauchcomputer | Separat |
| Zweite erste Stufe | Ermöglicht mit einem getrennten Flaschenventil eine redundante Atemgasversorgung. | Nur bei speziellen Kaltwassersets |
| DIN-zu-INT-Adapter | Ermöglicht die Nutzung eines DIN-Reglers an einem INT-Ventil | Separates Reisezubehör |
Atemregler kaufen: Darauf kommt es wirklich an
Wenn du einen Atemregler kaufen möchtest, sind Einsatzbedingungen, Konfiguration und Wartungsmöglichkeiten wichtiger als der Markenname. Das teuerste Modell ist nicht automatisch die beste Wahl, wenn Anschlüsse fehlen, der Service schwierig ist oder wichtige Komponenten separat gekauft werden müssen.
🧊 Kaltwasserfreigabe und vollständige Konfiguration
Die EN 250:2014 behandelt Wasser unter 10 °C als Kaltwasser. Entsprechend freigegebene Atemregler werden bei 4 °C geprüft. Das schließt eine Vereisung nicht vollständig aus, da auch Luftdurchsatz, Feuchtigkeit und Bedienung eine Rolle spielen.
Das „A“ in EN 250A kennzeichnet eine geprüfte alternative Luftversorgung. Hauptregler und Octopus dürfen innerhalb der festgelegten Grenzen gleichzeitig Luft aus derselben ersten Stufe liefern. Das SCUBAPRO-Handbuch nennt dafür maximal 30 Meter Tiefe und mindestens 4 °C Wassertemperatur. Die Kennzeichnung EN 250A > 10 °C erlaubt die gemeinsame Nutzung dagegen nur in Wasser über 10 °C.
Entscheidend ist immer die vom Hersteller freigegebene Kombination aus erster Stufe, Hauptregler und Octopus. Eine beliebige zweite Stufe wird durch den Anschluss nicht automatisch kaltwassertauglich.
Wichtig: EN 250A bedeutet keine vollständige Redundanz. Fallen die gemeinsame erste Stufe oder das Flaschenventil aus, sind Hauptregler und Octopus betroffen. Für regelmäßige Kaltwassertauchgänge kann deshalb ein System mit zwei getrennten ersten Stufen erforderlich sein.
Mehr zu den Prüfanforderungen findest du im SCUBAPRO-Handbuch zur EN 250.
🔌 DIN oder INT
Für die meisten Taucher aus Deutschland ist ein 300-bar-DIN-Anschluss die sinnvollste Wahl. Der Regler wird direkt in das Flaschenventil geschraubt. Die Verbindung ist kompakt und in Europa weit verbreitet. Für Reisen kannst du einen DIN-Regler mit einem Bügeladapter an vielen INT-Flaschen verwenden. Vor der Reise solltest du trotzdem bei der Tauchbasis nachfragen, welche Ventile bereitgestellt werden.

INT-Regler werden mit einem Bügel über dem Flaschenventil befestigt. Sie sind weiterhin in vielen Urlaubsdestinationen verbreitet. Wer ausschließlich dort taucht und keinen Adapter mitnehmen möchte, kann sich deshalb bewusst für INT entscheiden.

Der Anschluss sagt jedoch nichts über die Kaltwassertauglichkeit aus. Ein INT-Regler kann für kaltes Wasser freigegeben sein. Umgekehrt wird ein DIN-Regler durch seinen Anschluss nicht automatisch zum Kaltwasserregler.
Die ausführlichen Unterschiede erkläre ich in meinem Ratgeber zu DIN- und INT-Flaschenventilen.
🔗 Wie viele Anschlüsse brauchst du?
Auf der ersten Stufe findest du meist folgende Kennzeichnungen:
- LP oder MP: Mitteldruckanschlüsse für Hauptregler, Octopus, Jacket und Trockentauchanzug
- HP: Hochdruckanschlüsse für Finimeter und Sender

Im Deutschen werden dafür auch die Abkürzungen MD und HD verwendet.
| Geplante Konfiguration | Typischer Bedarf |
|---|---|
| Hauptregler, Octopus, Jacket und Finimeter | 3 LP/MP und 1 HP |
| Zusätzlich ein Trockentauchanzug | Mindestens 4 LP/MP |
| Finimeter und Sender gleichzeitig | 2 HP |
| Zwei getrennte Kaltwassersysteme | Verteilung auf 2 erste Stufen |
Prüfe neben der Anzahl auch Ausrichtung und Abstand der Anschlüsse. Ein großer Sender kann einen benachbarten Anschluss blockieren. Ein drehbarer Mitteldruckbereich erleichtert die Schlauchführung, ist beim normalen Sporttauchen aber kein Muss. LP- und HP-Anschlüsse sind nicht austauschbar.
⚙️ Kolben, Membran, balanciert oder unbalanciert
Kolben und Membran beschreiben die Arbeitsweise der ersten Stufe. Beide Bauarten können leistungsstark und kaltwassergeeignet sein. Der wichtigste Unterschied liegt im Kontakt der Mechanik mit dem umgebenden Wasser.
Bei vielen offenen Kolbenreglern, wie bspw. dem Scubapro MK25 EVO gelangt Wasser in den Umgebungsbereich der ersten Stufe. Die Konstruktion ist einfach und ermöglicht eine hohe Luftlieferleistung, bietet aber weniger Schutz vor Sand, Schlamm und Salzablagerungen.
Bei Membranreglern, wie dem MK17 EVO2 oder Apeks EVX200 trennt eine flexible Membran wichtige innere Bauteile vom Wasser. Vollständig trocken bleibt die äußere Federkammer jedoch nur bei einer zusätzlichen Umweltschutzversiegelung. Membrangesteuert bedeutet deshalb nicht automatisch vollständig abgedichtet.
Auch Kolbenregler können geschützt sein. Der Atomic Aquatics T3 besitzt beispielsweise eine abgedichtete Kolbenstufe.
In sauberem Wasser funktionieren beide Bauarten zuverlässig. Bei häufigen Tauchgängen in kaltem, sandigem oder schlammigem Wasser ist eine Umweltschutzversiegelung ein sinnvoller Vorteil. Entscheidend bleiben dennoch die Kaltwasserfreigabe, gründliches Spülen und regelmäßige Wartung.
Ein balanciertes System hält sein Ansprechverhalten bei sinkendem Flaschendruck und hohem Luftbedarf gleichmäßiger. Das verbessert Atemkomfort und Leistungsreserve. Unbalancierte Regler sind nicht automatisch unsicher und können für einfache Urlaubstauchgänge ausreichen.
🎛️ Welche Einstellungen sind wirklich sinnvoll?
Ein Venturi-Schalter unterstützt den Luftstrom, sobald du eingeatmet hast. In der Oberflächen- oder Vortauchstellung hilft er dabei, unbeabsichtigtes Abblasen zu begrenzen. Deinen Luftverbrauch senkt er nicht automatisch.
Mit einem Atemwiderstandsregler kannst du verändern, wie leicht die zweite Stufe anspricht. Das ist praktisch, wenn du das Atemverhalten bewusst an Tiefe, Strömung oder persönliche Vorlieben anpassen möchtest.

👉 Viele Sporttaucher benötigen diese Einstellungen jedoch nicht. Eine gut abgestimmte zweite Stufe ohne zusätzliche Regler kann genauso angenehm funktionieren und ist unkompliziert. Wenn Bedienelemente vorhanden sind, sollten sie sich auch mit dicken Handschuhen sicher erreichen und unterscheiden lassen.
😮💨 Atemkomfort lässt sich nicht am Datenblatt ablesen
Gewicht und Herstellerangaben verraten nur einen Teil des tatsächlichen Komforts. Entscheidend sind auch Mundstück, Schlauchführung, Beweglichkeit des Schlauchs und die Position des Ausatembereichs.
Wenn möglich, solltest du den Regler vor dem Kauf an einer angeschlossenen Flasche ausprobieren. Das ersetzt keinen Tauchgang, zeigt aber schnell, ob du auf das Mundstück beißen musst, der Schlauch am Kopf zieht oder die Luftdusche mit Handschuhen schlecht erreichbar ist.
Eine besonders leichte zweite Stufe kann trotzdem unangenehm sitzen. Umgekehrt kann ein etwas schwereres Modell durch eine bessere Schlauchführung entspannt im Mund liegen.
🧰 Service, Ersatzteile und tatsächlicher Gesamtpreis
Ein Atemregler ist nur dann langfristig sinnvoll, wenn er zuverlässig gewartet werden kann. Kläre deshalb vor dem Kauf:
- Gibt es einen erreichbaren und autorisierten Servicebetrieb?
- Kann dieser dein konkretes Modell warten?
- Sind Originalteile und Wartungssätze verfügbar?
- Was kostet die Revision von erster Stufe, Hauptregler und Octopus?
- Welche Wartungsintervalle nennt der Hersteller?
- Ist der angebotene Preis ein Einzelregler oder ein vollständiges Set?
- Benötigst du zusätzliche Schläuche, ein Finimeter, einen Sender oder eine zweite erste Stufe?
Vergleiche immer identische Konfigurationen. Ein günstiges Angebot aus erster und zweiter Stufe kann am Ende teurer sein als ein vollständiges Set mit Octopus und Schläuchen. Bei einem gebrauchten Atemregler solltest du außerdem die Kosten einer vollständigen Revision einplanen, wenn kein nachvollziehbarer Servicenachweis vorliegt.
Atemregler warten und pflegen: So bleibt er zuverlässig
Salz, Sand, Feuchtigkeit und geknickte Schläuche können einem Atemregler langfristig schaden. Richtiges Spülen, eine kurze Kontrolle vor jedem Tauchgang und die Einhaltung der Herstellervorgaben sind deshalb wichtiger als aufwendige Pflegeprodukte.
🧼 Atemregler richtig spülen und lagern
Spüle den Atemregler nach jedem Tauchgang mit Süßwasser. Ist er nicht mehr an eine Flasche angeschlossen, muss der trockene Schutzdeckel fest verschlossen sein. Drücke während des Spülens nicht auf die Luftdusche, da sonst Wasser in das System gelangen kann. Das bestätigt auch der Pflegehinweis von SSI.
Lasse den Regler im Schatten trocknen und bewahre ihn anschließend trocken, ohne geknickte Schläuche und vor direkter Sonne geschützt auf.
✅ Kontrolle vor dem Tauchgang
Schließe den Regler an eine Flasche an und öffne das Ventil langsam. Kontrolliere anschließend:
- Atmung aus Hauptregler und Octopus
- Funktion beider Luftduschen
- Schläuche auf Risse, Blasen und Scheuerstellen
- Mundstücke und ihre Befestigung
- Anschlüsse auf hörbare Undichtigkeiten
- Finimeter beim Einatmen
Die Anzeige des Finimeters sollte beim Einatmen weitgehend stabil bleiben. Ein deutlicher Druckabfall kann auf ein Problem mit Flaschenventil, Filter oder erster Stufe hinweisen. In diesem Fall darf der Regler nicht ohne Prüfung verwendet werden.
🔧 Wartungsintervalle der verglichenen Atemregler
Die Intervalle unterscheiden sich je nach Hersteller und Modell. Maßgeblich bleibt immer die aktuelle Bedienungsanleitung.
| Hersteller und Modell | Wartungsempfehlung |
|---|---|
| Mares Dual 15X | Inspektion jährlich oder nach 100 TG, Revision alle 2 Jahre oder 200 TG |
| SCUBAPRO MK17/MK25 EVO | Alle 2 Jahre oder 100 TG |
| Apeks EVX200 | Mindestens einmal jährlich |
| Aqualung LEG3ND ELITE | Jährliche Sichtprüfung, vollständige Revision alle 2 Jahre |
| Cressi AC2 Compact | Jährlich |
| Atomic Aquatics T3 | Alle 3 Jahre oder 300 Tauchstunden, jährliche Sicherheitsprüfung empfohlen |
Unabhängig vom regulären Intervall muss der Atemregler sofort geprüft werden, wenn er dauerhaft abbläst, ungewöhnlich schwer atmet oder hörbar undicht ist. Das gilt auch bei Wasser in der zweiten Stufe, beschädigten Schläuchen, eingerissenen Mundstücken oder auffälliger Korrosion.
Revisionen und Reparaturen sollten durch einen für die jeweilige Marke autorisierten Servicebetrieb erfolgen. Dort können Atemleistung und Mitteldruck geprüft sowie notwendige Verschleißteile fachgerecht ersetzt werden.
Häufige Fragen
Die erste Stufe reduziert den Flaschendruck auf Mitteldruck. Die zweite Stufe passt ihn an den Umgebungsdruck an und liefert Atemgas, sobald du einatmest.
Wähle den Regler nach deinen künftigen Tauchgebieten. Für deutsche Seen benötigst du ein kaltwassergeeignetes Modell. Für reine Warmwasserurlaube reicht ein einfacher, zuverlässiger Atemregler ohne viele Einstellungen.
Je nach Modell kostet ein Set aus erster Stufe, Hauptregler, Octopus und Schläuchen etwa 300 bis über 1.500 Euro. Finimeter, Sender oder eine zweite erste Stufe erhöhen den Gesamtpreis.
Für die erste eigene Ausrüstung ist ein Komplettset meist günstiger und einfacher. Prüfe aber genau, ob Octopus, benötigte Schläuche und Finimeter enthalten sind. Der Einzelkauf lohnt sich vor allem für eine individuelle Konfiguration oder eine zweite Kaltwasserstufe.
Ja. Ein kaltwassergeeigneter Atemregler kann normalerweise auch in tropischen Gewässern verwendet werden. Für Flugreisen können lediglich Gewicht und Umfang der Konfiguration relevant sein.
Maßgeblich sind die Vorgaben des Herstellers. Je nach Modell gelten unterschiedliche Zeiträume oder Tauchgangszahlen. Bei Abblasen, Undichtigkeiten oder verändertem Atemverhalten muss der Regler unabhängig davon geprüft werden.
Nein. Verwende nur vom Hersteller freigegebene Kombinationen. Das ist besonders für die Kaltwasserfreigabe und den gemeinsamen Betrieb mit einem Octopus wichtig.
Stand August 2026 gibt es keinen eigenständigen Atemregler-Test der Stiftung Warentest. Dieser Vergleich stützt sich deshalb auf Praxiserfahrung, Herstellerunterlagen, technische Freigaben und wiederkehrende Erfahrungen anderer Taucher.
Viele aktuelle Atemregler sind für Nitroxgemische bis 40 % Sauerstoff geeignet. Entscheidend sind jedoch die Herstellerfreigabe und die für den jeweiligen Markt vorgesehene Ausführung. Für höhere Sauerstoffanteile werden speziell gereinigte und freigegebene Komponenten benötigt.
Mein Fazit zum Atemregler Test: Welcher ist der beste für dich?
Den besten Atemregler für alle Taucher gibt es nicht. Entscheidend ist, wo und wie du tatsächlich tauchst:
- 🧊 Für regelmäßige Kaltwassertauchgänge: Achte nicht nur auf den Atemregler, sondern auf die vollständige Konfiguration. Je nach Tauchplatz und Vorgaben kann ein redundantes System mit zwei ersten Stufen erforderlich sein.
- 🌡️ Für Kalt- und Warmwasser: Der SCUBAPRO MK17 EVO 2 mit S600 bleibt meine persönliche Praxisempfehlung. Ich nutze diese Kombination selbst und schätze die Verbindung aus Kaltwassertauglichkeit, Atemkomfort und einfacher Bedienung.
- 🌴 Für reine Warmwasserurlaube: Ein günstigeres und leichteres System reicht normalerweise aus. Du musst nicht für Kaltwasserreserven und Funktionen bezahlen, die du nicht benötigst.
- ✈️ Für anspruchsvolle Vielreisende: Der Atomic Aquatics T3 überzeugt mit geringem Gewicht, Titan und einem langen Serviceintervall. Diese Vorteile müssen dir allerdings den hohen Kaufpreis wert sein.
Meine Empfehlung: Entscheide zuerst nach Wassertemperatur, benötigter Redundanz, Lieferumfang und erreichbarem Service. Technische Extras und Materialwahl kommen erst danach.
Zuletzt aktualisiert am: 13. August 2026

