CRESSI Supernova Dry im Test: Erfahrungen & Review

Im Cressi Supernova Dry Test habe ich den Schnorchel beim normalen Schnorcheln und bei kurzen Abtauchgängen ausprobiert. Besonders interessiert hat mich, wie zuverlässig das Dry-Top Wasser abhält, wie angenehm sich das Mundstück trägt und ob sich der Schnorchel auch über längere Zeit komfortabel nutzen lässt. Hier erfährst du, wo seine Stärken liegen und welche Schwächen mir im Praxistest aufgefallen sind.
Bild von Marlon M.
Marlon M.

AOWD Taucher & Tester

Veröffentlicht

10. August 2026

Aktualisiert:

Cressi Supernova Dry Schnorchel wird vor dem Test am Seeufer gehalten
Tauchliebe Gesamtbewertung
GUT
Komfortabler Schnorchel für entspanntes Schnorcheln.
Atemkomfort
Sehr angenehm und leichtgängig, bei hoher Belastung aber mit begrenzten Reserven.
Dry-Top & Restwasser
Schließt zuverlässig, lässt beim Abtauchen gelegentlich etwas Wasser durch und hält etwas Restwasser zurück.
Mundstück
Kompakt, angenehm und auch länger ohne Druckstellen oder Kieferprobleme tragbar.
Befestigungs-Clip
Sitzt sicher und ist leichtgängig, das Einfädeln des Maskenbands ist etwas fummelig.
Verarbeitung
Sauber verarbeitet, das Kunststoffrohr wirkt dagegen eher einfach.
Gut geeignet für dich, wenn …
✓ du vor allem entspannt an der Oberfläche schnorchelst
✓ dir ein kleineres Mundstück und Tragekomfort wichtig sind
✓ du einen flexiblen Schnorchel suchst
Weniger geeignet für dich, wenn …

✕ du häufig abtauchst und einen hohen Luftbedarf hast
✕ du möglichst wenig Restwasser nach dem Ausblasen möchtest
✕ dir eine besonders hochwertige und massive Verarbeitung wichtig ist

Gewicht

167 g

Mundstück Größe

Mittel bis klein

Preisbereich

25 - 30 €

Inhaltsverzeichnis

So habe ich den CRESSI Supernova Dry getestet

Den Cressi Supernova Dry habe ich bei mehreren Schnorcheleinheiten im Bodensee sowie bei Strömung im Rhein getestet. Dabei habe ich sowohl entspannt an der Oberfläche geschnorchelt als auch mehrfach hintereinander abgetaucht. Besonders geachtet habe ich auf Atemkomfort, Sitz des Mundstücks, die Funktion des Dry-Tops und darauf, wie gut sich eingedrungenes Wasser wieder ausblasen lässt. Dadurch konnte ich den Schnorchel sowohl bei ruhiger Nutzung als auch unter höherer Belastung beurteilen.

Jeden Schnorchel teste ich unter realen Bedingungen im Wasser und prüfe zusätzlich Verarbeitung, Mundstück und Befestigung an Land. Im Mittelpunkt stehen Atemkomfort, die Funktion des Dry-Tops, der Umgang mit eingedrungenem Wasser und der Tragekomfort. Statt einer errechneten Punktzahl vergebe ich anhand des gesamten Praxiseindrucks eine Bewertung von SEHR GUT bis UNGENÜGEND.

Bewertungskriterien
Atemkomfort

Atemwiderstand, Luftdurchsatz und Komfort auch bei längerer Nutzung

Dry-Top & Restwasser

Zuverlässigkeit des Dry-Tops beim Abtauchen und bei Wellen sowie Restwasser und Ausblasen des Schnorchels

Mundstück & Tragekomfort

Form, Größe, Material, Druckstellen und Komfort bei längerer Nutzung

Befestigung & Handling

Montage an der Maske, Verstellbarkeit, Halt des Clips und Bedienung im Wasser

Verarbeitung

Materialqualität, Rohr, Ventile, Verbindungen und allgemeiner Qualitätseindruck

Mehr zu meinem allgemeinen Testansatz findest du unter: So teste ich Tauchausrüstung.

Bewertungsstufen
SEHR GUT

Überzeugt im Praxistest nahezu ohne relevante Schwächen

GUT

Insgesamt überzeugend, mit kleineren Schwächen oder Einschränkungen

BEFRIEDIGEND

Brauchbar, aber mit deutlich spürbaren Kompromissen

UNGENÜGEND

Im Praxiseinsatz mit erheblichen Schwächen und nicht empfehlenswert

⚙️ Technische Daten

SchnorcheltypDry-Schnorchel
Gesamtlänge (selbst gemessen)ca. 49 cm
Gewicht (selbst gewogen)167g
Dry-TopJa
AusblasventilJa
FlexbereichJa, langer flexibler Abschnitt
MundstückSilikon
BefestigungAbnehmbarer Schnellclip
RohrformBreit, abgeflacht

 

👀 Erster Eindruck & Verarbeitung

Beim ersten Auspacken macht der Cressi Supernova Dry einen insgesamt ordentlich verarbeiteten Eindruck. Mundstück und Dry-Top wirken hochwertig. Es gibt einen leichten Kunststoff- bzw. Silikongeruch, der sich aber schnell verflüchtigt. Das breite, eher flache Schnorchelrohr fällt allerdings sofort auf und fühlt sich weniger hochwertig an als die übrigen Teile. Scharfe Kanten oder unsaubere Übergänge gibt es zwar nicht, beim Look und der Haptik entsteht aber trotzdem kein echtes Premiumgefühl.

Cressi Schnorchel Supernova liegt auf Tauchliebe.de Handtuch

Positiv überrascht hat mich der sehr weiche und ungewöhnlich lange Flexbereich unterhalb des Schnorchelrohrs. Er lässt sich leicht bewegen und wirkt sauber verarbeitet. Auch der Dry-Top-Mechanismus macht einen soliden Eindruck: Er bewegt sich frei, hakt nicht und ist konstruktiv recht einfach gehalten, wodurch zumindest auf den ersten Blick nur wenige potenzielle Schwachstellen vorhanden sind. Das Ausblasventil arbeitet mit einer einfachen Silikonmembran, wie man sie in ähnlicher Form auch von Vollgesicht-Schnorchelmasken kennt.

Nahaufnahme Dry Top des Schnorchels

Gut gefällt mir außerdem der Befestigungsclip. Er lässt sich durch Drücken schnell vom Schnorchel lösen, wirkt dabei aber stabil genug. Eingeklickt besitzt er etwas seitliches Spiel. Auffällig ist insgesamt auch die recht große Länge des Supernova Dry, die sich später beim Tragen und im Wasser noch bemerkbar machen kann.

Nahaufnahme schwarzer Befestigungsclip am Schnorchelrohr

😌 Tragekomfort & Passform

Beim Tragekomfort überzeugt mich der Cressi Supernova Dry deutlich mehr als beim ersten Eindruck des Kunststoffrohrs. Das Mundstück ist mittelgroß bis eher kompakt und sitzt bei mir sehr angenehm, ohne dass ich stark zubeißen muss. Auch bei längerer Nutzung hatte ich weder Ermüdungserscheinungen im Kiefer noch Druckstellen oder Reizungen am Zahnfleisch.

Nahaufnahme Mundstück Cressi Supernova Dry Schnorchel

Der lange und weiche Flexbereich hilft dabei, das Mundstück sauber vor dem Mund zu positionieren. Dadurch entsteht kaum Zug und der Schnorchel liegt insgesamt recht eng am Kopf an. Wichtig ist allerdings, ihn an der Maske auf der richtigen Höhe zu befestigen, damit das Mundstück spannungsfrei sitzt.

Etwas fummelig finde ich den Befestigungsclip: Die Aufnahme für das Maskenband ist relativ schmal, weshalb man das Band nicht ganz so schnell hineinbekommt. Ist der Clip einmal montiert, sitzt er dafür sicher und hat sich bei mir nicht verschoben. Auch bei Kopfbewegungen hat mich der Schnorchel nicht nennenswert gestört.

Schnorchler trägt blauen Cressi Supernova Dry Schnorchel an der Oberfläche

🌊 Cressi Supernova Dry im Praxistest

Im Wasser zeigt der Cressi Supernova Dry seine größte Stärke beim normalen Schnorcheln. Der Atemwiderstand ist gering und die Luftmenge reicht für entspanntes Schwimmen problemlos aus. Auch über längere Zeit konnte ich mit dem Gesicht im Wasser ruhig atmen, ohne dass sich der Schnorchel unangenehm bemerkbar gemacht hat. Besonders positiv war für mich dabei erneut der Tragekomfort. Selbst nach längerem Schnorcheln hatte ich weder Probleme mit dem Kiefer noch das Gefühl, dass das Mundstück am Mund zieht.

Schnorchler testet den blauen Cressi Supernova Dry Schnorcheln unterwasser

Bei höherer Belastung merkt man allerdings, dass ein Schnorchel irgendwann an seine Grenzen kommt. Nach mehreren Abtauchgängen direkt hintereinander war mein Luftbedarf im Test deutlich erhöht. In einer Situation war ich so außer Atem, dass ich den Schnorchel kurz aus dem Mund nehmen musste. Das würde ich dem Supernova Dry nicht als konkreten Schwachpunkt anrechnen, zeigt aber gut den Unterschied zwischen entspanntem Schnorcheln und sehr aktivem, wiederholtem Abtauchen.

Das Dry-Top funktioniert grundsätzlich gut, ist aber nicht vollkommen wasserdicht. Bei fünf bewusst durchgeführten Abtauchtests blieb der Schnorchel dreimal komplett trocken, zweimal gelangte eine kleine Menge Wasser hinein. Das Dry-Top schloss dabei jedes Mal sauber und ich hatte keine Situation, in der der Mechanismus an der Oberfläche fälschlicherweise die Luftzufuhr blockierte. Auch bei Wellen durch vorbeifahrende Boote bekam ich kein Wasser von oben in den Schnorchel.

Schnorchelr taucht mit dem Cressi Schnorchel unterwasser ab um Dry-Top Ventil zu testen

Kommt beim Abtauchen doch Wasser hinein, lässt sich der größte Teil über das Ausblasventil mit einem kräftigen Ausatmen entfernen. Genau hier liegt für mich aber auch die deutlichste Schwäche des Supernova Dry: Eine kleine Menge Restwasser blieb bei meinem Test mehrfach im unteren Bereich zurück und ließ sich nur schwer vollständig herausblasen. Das Wasser sitzt tief genug, dass ich kleinere Mengen beim normalen Weiteratmen nicht direkt eingesogen habe. Trotzdem merkt man, dass noch Wasser im Schnorchel steht und muss entsprechend darauf achten.

Unterm Strich funktioniert der Supernova Dry für ruhiges und längeres Schnorcheln sehr angenehm. Beim häufigen Abtauchen zeigt sich dagegen, dass weder das Dry-Top hundertprozentig trocken hält noch sich eingedrungenes Wasser immer vollständig mit einem Atemstoß entfernen lässt.

Was mir gefallen hat und was besser sein könnte

👍 Was mir gefallen hat👎 Was besser sein könnte
Sehr hoher Tragekomfort ohne KieferproblemeKunststoffrohr wirkt nicht besonders hochwertig
Geringer Atemwiderstand beim normalen SchnorchelnEtwas Restwasser bleibt nach dem Ausblasen zurück
Dry-Top hält bei Wellen zuverlässig Wasser abBeim Abtauchen nicht immer vollständig wasserdicht
Weicher Flexbereich und angenehmes MundstückMaskenclip etwas fummelig zu montieren

Unterschiede zu anderen Schnorcheln

Im direkten Vergleich wirkt der Cressi Alpha Ultra Dry hochwertiger und massiver als der Supernova Dry. Sein Rohr ist etwas kürzer und breiter. Bei höherem Luftbedarf fühlte sich die Luftversorgung für mich beim Alpha Ultra Dry etwas großzügiger an. Auch das Dry-Top hielt bei meinen Abtauchtests etwas zuverlässiger dicht und eingedrungenes Wasser ließ sich vollständiger ausblasen. Dafür ist das größere und weichere Mundstück für mich persönlich auf Dauer weniger angenehm als das kompaktere Mundstück des Supernova Dry.

Cressi Supernova Schnorchel liegt direkt neben dem Cressi Alpha Ultra Dry

Der Supernova Dry ist rund 4 cm länger, wirkt dafür aber deutlich flexibler. Sein längerer Flexbereich lässt sich sehr gut an der Maske positionieren und bei mir sitzt er insgesamt entspannter am Kopf. Der Maskenclip funktioniert bei beiden Cressi-Modellen nach demselben Prinzip, lässt sich beim Supernova aber etwas leichter bedienen. Gegenüber dem Mares Ergo Dry und TUSA Hyperdry II wirkt der Supernova bei der Verarbeitung einfacher, dafür ist er aber etwas flexibler und kostengünstiger.

Direkter Vergleich von 3 Schnorcheln: Cressi Supernova vs Mares Ergo Dry und Tusa Hyperdry II

Mein Testfazit zur CRESSI Supernova Dry: Lohnt sich der Kauf?

Der Cressi Supernova Dry hat mich vor allem mit seinem Tragekomfort überzeugt. Das kompakte Mundstück sitzt angenehm, der lange Flexbereich verhindert störenden Zug und beim normalen Schnorcheln lässt sich mit geringem Widerstand atmen. Das Dry-Top funktioniert zuverlässig, auch wenn beim Abtauchen gelegentlich etwas Wasser eindringen kann.

Für häufiges Abtauchen oder anstrengenderes Schnorcheln würde ich eher zu einem Modell mit etwas mehr Luftreserve greifen, beispielsweise zum kürzeren und breiteren Cressi Alpha Ultra Dry. Beim Supernova bleibt außerdem nach dem Ausblasen teilweise etwas Restwasser zurück. Für entspanntes Oberflächenschnorcheln ist er für mich aber eine komfortable und preislich interessante Wahl.
Sehr komfortabler Dry-Schnorchel für entspanntes Oberflächenschnorcheln mit kleinen Schwächen beim Abtauchen und Ausblasen.
Meine Gesamtbewertung
GUT
CRESSI Supernova Dry kaufen
Zuletzt aktualisiert am 10. August 2026 um 12:00 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.
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Marlon

Hi, ich bin Marlon. Ich bin aktiver Taucher, Reisender und der Kopf hinter Tauchliebe.de. Ich teste Tauchausrüstung unter echten Bedingungen im Wasser, vom Bodensee bis zu Tauchreisen im Ausland. Dabei achte ich nicht auf Werbeversprechen, sondern darauf, wie sich eine Maske, Lampe oder Flosse wirklich trägt, bedienen lässt und unter Wasser funktioniert.

Auf Tauchliebe teile ich meine Erfahrungen, eigene Fotos und Einschätzungen, damit du Ausrüstung findest, die zu deinem Tauchstil passt.

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