👀 Erster Eindruck, Verarbeitung & Ausstattung
Die TUSA Paragon wirkt schon beim ersten Anfassen deutlich hochwertiger als günstigere Tauchmasken. Der stabile Tri-Mix-Rahmen besteht aus mehreren Materialschichten und macht die Maske sehr robust, bringt aber auch spürbar mehr Gewicht mit. In Rot-Schwarz mit den metallischen Elementen sieht sie edel und sportlich aus.

Auffällig sind die CrystalView-Gläser mit UV-420-Beschichtung. Sie schimmern leicht bläulich und machen optisch direkt etwas her. Auch die Gläser selbst wirken hochwertig verarbeitet. Ob sie unter Wasser wirklich sichtbar mehr Klarheit oder Kontrast bringen, erfährst du später im Praxistest
Das Freedom-Fit-Silikon fühlt sich sehr weich an, ist geruchsneutral und sauber verarbeitet. Überstehende Silikonreste oder scharfe Kanten gibt es nicht. Die seitliche Bandverstellung lässt sich präzise anziehen, wieder lockern und zuverlässig fixieren. Im Vergleich zu günstigeren Masken wirkt dieser Mechanismus aber nicht deutlich stabiler oder hochwertiger.

Die Paragon wird mit einem stabilen Maskencase geliefert. Für die Zweiglasversion sind Korrekturgläser von -1 bis -6 Dioptrien erhältlich. Neben der rot-schwarzen Variante gibt es sie auch in mehreren weiteren Farbkombinationen. Mit der TUSA Paragon S ist außerdem eine Einglasversion erhältlich.
Verarbeitung: 5 von 5 Punkten. Tri-Mix-Rahmen, CrystalView-Gläser und das weiche Silikon wirken durchgehend hochwertig. Silikonreste, scharfe Kanten oder wackelige Teile sind mir nicht aufgefallen.
🤓 Tragekomfort & Passform
An meinem normal breiten Gesicht sitzt die TUSA Paragon gut und dichtet beim normalen Atmen auch mit leichtem Bartwuchs sauber ab. Bei Kopfbewegungen bleibt sie stabil in Position und verrutscht nicht. Durch ihre großzügige Form passt sie aus meiner Sicht auch gut zu größeren Gesichtern. Bei sehr schmalen oder kleinen Gesichtern würde ich sie vorher anprobieren, weil die Silikondichtung weit bis zur Stirn reicht.

Das Silikon fühlt sich weich und angenehm auf der Haut an. Einen deutlich besseren Tragekomfort als bei wesentlich günstigeren Masken merke ich dadurch aber nicht. Die hochwertige seitliche Bandverstellung lässt sich präzise einstellen, wieder lockern und auch mit Handschuhen gut bedienen.
Das höhere Gewicht der Paragon spürt man beim Tragen etwas. Zudem ist das Sichtfeld nach rechts und links durch den breiten Rahmen leicht eingeschränkt, wodurch sie sich weniger offen anfühlt als andere Zweiglasmasken. Die bläulich beschichteten Gläser verändern die Farben leicht, reduzieren bei direkter Sonneneinstrahlung aber spürbar die Blendung.
Passform & Dichtheit: 4 von 5 Punkten. Die Paragon sitzt stabil, dichtet auch mit leichtem Bartwuchs ausreichend ab und lässt sich gut anpassen. Abzüge gibt es für das spürbare Gewicht und die große Silikondichtung, die bei kleinen Gesichtern schnell zu viel sein kann.
🤿 TUSA Paragon Praxistest Unterwasser
Unter Wasser sitzt die TUSA Paragon bei mir fest und bleibt auch bei Kopfbewegungen zuverlässig in Position. Unter der Kopfhaube passt sie ebenfalls gut. Das höhere Gewicht fällt beim Tauchen deutlich weniger auf als an Land.
Trotz meines leichten Oberlippenbarts drang nur wenig Wasser ein. Mit einem kurzen Ausblasen ist die Maske schnell wieder frei. Die Nase bleibt gut erreichbar, sodass auch der Druckausgleich problemlos funktioniert.

Nennenswert beschlug die Paragon während meiner Tauchgänge nicht. Die CrystalView-Gläser verändern die Farben unter Wasser leicht und lassen das Bild etwas dunkler wirken. Bei Sonneneinstrahlung reduziert die Beschichtung aber spürbar die Blendung. Einen klaren Vorteil bei Schärfe oder Kontrast gegenüber günstigeren Masken konnte ich im Bodensee nicht erkennen. Das an Land etwas eingeschränkt wirkende Sichtfeld ist unter Wasser trotzdem ausreichend und nicht mehr wirklich einengend.
Sichtfeld: 4 von 5 Punkten. Klarer Blick, seitlich aber etwas eingeschränkt, Farben leicht verändert und dunkler
Handling unter Wasser: 5 von 5 Punkten. Sitzt stabil, lässt sich einfach bedienen und beschlägt bei mir kaum.
Was mir gefällt & was besser sein könnte
| 👍 Was mir gefällt | 👎 Was besser sein könnte |
|---|---|
| Sehr hochwertige Verarbeitung mit robustem Tri-Mix-Rahmen | Hoher Preis |
| UV-beschichtete CrystalView-Gläser reduzieren Blendung bei Sonne | Seitliches Sichtfeld durch den breiten Rahmen etwas eingeschränkt |
| Präzise Bandverstellung, auch mit Handschuhen gut bedienbar | Spürbar schwerer als andere Masken |
| Edles Design | Große Silikondichtung für kleine Gesichter eher zu großzügig |
TUSA Paragon im Vergleich mit anderen Tauchmasken
Die TUSA Paragon ist von meinen getesteten TUSA-Masken die hochwertigste und edelste. Gegenüber der TUSA Intega wirken Rahmen, Gläser und besonders das Silikon noch einmal hochwertiger. Die Intega bietet durch ihr transparentes Silikon aber ein offeneres und helleres Raumgefühl. Beim Komfort liegen beide nah beieinander.

Die TUSA Zensee sitzt ebenfalls angenehm, bietet als Einglasmaske aber das größere und offenere Sichtfeld. Die Paragon wirkt dafür aber robuster und langlebiger.
Gegenüber der Mares X-Vision Ultra Liquidskin und der Cressi Big Eyes Evolution wirkt die Paragon deutlich hochwertiger, kostet aber zum Zeitpunkt meines Tests auch fast fünfmal so viel. Beim Sichtfeld liegen die drei Masken für mich auf einem ähnlichen Niveau. Die Paragon ist deshalb keine Preis-Leistungs-Maske, sondern eine Premium-Maske für Taucher, die bewusst mehr für Verarbeitung, Gläser und Optik ausgeben möchten.