TUSA Hyperdry Elite II im Test: Erfahrungen & Praxisbericht

Im TUSA Hyperdry Elite II Test habe ich den Schnorchel bei ruhigen Bedingungen und in bewegterem Wasser ausprobiert. Dabei habe ich besonders auf Atemkomfort, Dry-Top, Tragekomfort und den Umgang mit eingedrungenem Wasser geachtet. Hier erfährst du, wo der Hyperdry Elite II im Praxistest überzeugt und welche Schwächen mir aufgefallen sind.
Bild von Marlon M.
Marlon M.

AOWD Taucher & Tester

Veröffentlicht

26. Juni 2025

Aktualisiert:

TUSA Hyperdry Elite II Schnorchel wird vor einem See in der Hand gehalten
Tauchliebe Gesamtbewertung
SEHR GUT
Sehr komfortabel und leicht auszublasen
Atemkomfort
Kaum spürbarer Widerstand und auch bei höherem Luftbedarf angenehm
Dry-Top & Restwasser
Öffnet zuverlässig und lässt sich sehr leicht ohne Restwasser ausblasen
Mundstück
Klein bis mittelgroß, weich und auch länger sehr angenehm
Befestigungs-Clip
Stabil, hochwertig und unkompliziert am Maskenband zu befestigen
Verarbeitung
Insgesamt hochwertig, das relativ nachgiebige Rohr fällt etwas ab
Gut geeignet für dich, wenn …
✓ du ein sehr angenehmes, eher kleineres Mundstück bevorzugst
✓ dir einfaches Ausblasen ohne Restwasser wichtig ist
✓ du einen hochwertig wirkenden Dry-Schnorchel mit stabilem Clip suchst
Weniger geeignet für dich, wenn …

✕ du einen besonders robusten Schnorchelkörper erwartest
✕ dir ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis wichtiger ist als Komfortdetails

Gewicht

167 g

Mundstück Größe

Klein bis mittel

Preisbereich

45 - 50 €

Inhaltsverzeichnis

So habe ich den TUSA Hyperdry Elite II getestet

Den TUSA Hyperdry Elite II habe ich mehrfach beim Schnorcheln im Bodensee bei ruhigem sowie bewegtem Wasser getestet. Neben längeren Phasen an der Oberfläche habe ich das Dry Top mit fünf gezielten Abtauchgängen hintereinander geprüft. Dabei habe ich besonders auf Atemwiderstand, Tragekomfort, Wassereintritt sowie das Ausblasen und verbleibendes Restwasser geachtet. Zusätzlich konnte ich beobachten, wie sich der Schnorchel bei Wellen durch vorbeifahrende Boote verhält.

Jeden Schnorchel teste ich unter realen Bedingungen im Wasser und prüfe zusätzlich Verarbeitung, Mundstück und Befestigung an Land. Im Mittelpunkt stehen Atemkomfort, die Funktion des Dry-Tops, der Umgang mit eingedrungenem Wasser und der Tragekomfort. Statt einer errechneten Punktzahl vergebe ich anhand des gesamten Praxiseindrucks eine Bewertung von SEHR GUT bis UNGENÜGEND.

Bewertungskriterien
Atemkomfort

Atemwiderstand, Luftdurchsatz und Komfort auch bei längerer Nutzung

Dry-Top & Restwasser

Zuverlässigkeit des Dry-Tops beim Abtauchen und bei Wellen sowie Restwasser und Ausblasen des Schnorchels

Mundstück & Tragekomfort

Form, Größe, Material, Druckstellen und Komfort bei längerer Nutzung

Befestigung & Handling

Montage an der Maske, Verstellbarkeit, Halt des Clips und Bedienung im Wasser

Verarbeitung

Materialqualität, Rohr, Ventile, Verbindungen und allgemeiner Qualitätseindruck

Mehr zu meinem allgemeinen Testansatz findest du unter: So teste ich Tauchausrüstung.

Bewertungsstufen
SEHR GUT

Überzeugt im Praxistest nahezu ohne relevante Schwächen

GUT

Insgesamt überzeugend, mit kleineren Schwächen oder Einschränkungen

BEFRIEDIGEND

Brauchbar, aber mit deutlich spürbaren Kompromissen

UNGENÜGEND

Im Praxiseinsatz mit erheblichen Schwächen und nicht empfehlenswert

⚙️ Technische Daten

SchnorcheltypDry-Schnorchel
Gesamtlänge (selbst gemessen)ca. 46 cm
Gewicht (selbst gewogen)167g
Dry-TopJa
AusblasventilJa
FlexbereichJa, flexibler Faltenschlauch
MundstückWeiches Silikon
BefestigungDrehbarer und verschiebbarer Maskenclip
RohrformRund, relativ nachgiebig

 

👀 Erster Eindruck & Verarbeitung

Beim ersten Anfassen wirkt der TUSA Hyperdry Elite II insgesamt sehr hochwertig verarbeitet. Besonders das Dry-Top und der Bereich rund um das Mundstück stechen positiv heraus. Der Mechanismus oben ist sauber in eine stabile Abdeckung integriert, bewegt sich ordentlich und vermittelt einen deutlich hochwertigeren Eindruck als bei einfacheren Dry-Schnorcheln.

Dry Top-Verschluss zur Wasservermeidung beim Schnorchel
Das Dry Top schützt zuverlässig vor eindringendem Wasser

Etwas überrascht hat mich dagegen das runde Schnorchelrohr. Der Kunststoff gibt bei Druck relativ leicht nach und wirkt dadurch dünner, als ich es bei einem Schnorchel dieser Preisklasse erwartet hätte. Unsicher oder schlecht verarbeitet fühlt es sich trotzdem nicht an, ich hätte mir an dieser Stelle aber etwas mehr Steifigkeit gewünscht. Positiv ist dafür das vergleichsweise moderate Gewicht.

Der untere Faltenschlauch ist ausreichend flexibel, ohne dabei außergewöhnlich weich zu sein. Er lässt sich gut positionieren, springt nach dem Biegen sauber zurück und macht einen langlebigen Eindruck. Das Mundstück gehört für mich wiederum klar zu den stärkeren Details: Das weiche, matte Silikon fühlt sich hochwertig an, ist sauber verarbeitet und zeigt weder auffälligen Geruch noch andere Materialschwächen.

Weiches Mundstück eines ergonomischen Schnorchels
Weiches, kieferfreundliches Mundstück – angenehm auch bei längerer Nutzung

Auch beim Maskenclip wurde nicht sichtbar gespart. Er lässt sich drehen und auf seiner Führung etwas verschieben, wirkt dabei stabil und deutlich weniger filigran als manche Halterungen anderer Dry-Schnorchel. Insgesamt merkt man dem Hyperdry Elite II seinen vergleichsweise hohen Preis von knapp 50 Euro an Mundstück, Dry-Top und vielen Verarbeitungsdetails durchaus an. Lediglich das relativ nachgiebige Schnorchelrohr passt für mich nicht ganz zum ansonsten sehr hochwertigen Eindruck.

Befestigungsclip mit Drehgelenk an einem Trockenschnorchel
Verstellbarer Clip für einfache Befestigung an der Maske

😌 Tragekomfort & Passform

Beim Tragekomfort ist das Mundstück für mich die größte Stärke des TUSA Hyperdry Elite II. Es fällt eher klein bis mittelgroß aus, sitzt sehr sicher im Mund und braucht kaum Bisskraft, damit es an seiner Position bleibt. Die geriffelten Beißflächen liegen angenehm auf den Zähnen und geben zusätzlichen Halt. Auch bei längerer Nutzung hatte ich weder Druckstellen noch Probleme mit dem Kiefer.

Schnorchler mit Maske und TUSA Hyperdry Elite II am Ufer vor dem Einsatz
Vor dem Testeinsatz – bereit für den Schnorchel-Check im Bodensee

Der Schnorchel liegt eng am Kopf an und störte mich auch bei Kopfbewegungen nicht. Zug am Mundstück habe ich ebenfalls nicht gespürt. Der Faltenschlauch könnte für meinen Geschmack noch etwas flexibler sein, reicht aber aus, um das Mundstück sauber und spannungsfrei zu positionieren.

Sehr gut gefällt mir auch der Maskenclip. Das Maskenband lässt sich unkompliziert einsetzen und der Clip wirkt stabil genug, dass ich beim Befestigen nicht das Gefühl hatte, vorsichtig mit dem Kunststoff umgehen zu müssen. Nach dem Einstellen blieb er zuverlässig an seiner Position. Die zusätzliche Dreh- und Verschiebbarkeit ist in der Praxis für mich kein entscheidender Vorteil, schadet aber auch nicht.

🌊 TUSA Hyperdry Elite II im Praxistest

Im Wasser lässt sich durch den TUSA Hyperdry Elite II sehr angenehm atmen. Der Atemwiderstand ist kaum spürbar und auch bei schnellerem Schwimmen oder höherem Luftbedarf hatte ich nicht das Gefühl, dass zu wenig Luft durchkommt. Der Schnorchel bleibt dabei ruhig am Kopf und das weiche Mundstück ist auch bei längerer Nutzung sehr komfortabel.

Taucher mit TUSA Hyperdry Elite II Schnorchel beim Unterwasser Praxistest
TUSA Hyperdry Elite II beim Abtauchen: Das Dry Top öffnete nach dem Auftauchen zuverlässig

Das Dry Top habe ich mit fünf gezielten Abtauchgängen hintereinander getestet. Viermal blieb der Schnorchel komplett trocken, einmal gelangte etwas Wasser hinein. Nach dem Auftauchen öffnete sich der Mechanismus jedes Mal sofort wieder und auch an der Oberfläche hatte ich keine Situation, in der die Luftzufuhr ungewollt blockiert wurde. Bei ungünstigen Wellen kann ebenfalls etwas Wasser in den Schnorchel gelangen.

Sehr positiv ist mir das Ausblasen aufgefallen. Eingedrungenes Wasser ließ sich mit wenig Kraft vollständig entfernen und bei mir blieb anschließend praktisch kein Restwasser zurück. Genau so sollte ein Ausblasventil für mich funktionieren. Selbst wenn etwas mehr Wasser hineingelangt, ist der Schnorchel schnell wieder frei und ohne große Anstrengung weiter nutzbar.

Was mir gefallen hat und was besser sein könnte

Was mir gefallen hatWas mir weniger gefällt
Sehr angenehmes, kieferfreundliches MundstückPreislich eher im oberen Bereich (~49 €)
Dry Top öffnet nach dem Auftauchen zuverlässigBei ungünstigen Wellen kann etwas Wasser eindringen
Sehr leichtes Ausblasen ohne RestwasserSchnorchelrohr könnte robuster wirken
Kaum spürbarer AtemwiderstandFaltenschlauch könnte etwas flexibler sein

Was unterscheidet ihn von anderen Schnorcheln?

Beim TUSA Hyperdry Elite II fallen für mich vor allem das sehr angenehme Mundstück und der hochwertig wirkende Maskenclip auf. Das eher kleine bis mittelgroße Mundstück sitzt besonders bequem und wirkt etwas hochwertiger als beim Cressi Alpha Ultra Dry. Auch das Ausblasen ist sehr einfach gelöst und gehört zusammen mit dem Cressi zu den unkompliziertesten in meinem bisherigen Test.

4 Schnorchel liegen nebeneinander zum Größenvergelich

Von der Größe liegt der TUSA ungefähr auf dem Niveau von Cressi Alpha Ultra Dry und Mares Ergo Dry, während der Scubapro Fusion Dry deutlich größer und schwerer ausfällt. Das Mundstück des Mares ist ähnlich komfortabel, allerdings größer und damit aus meiner Sicht besser für einen größeren Kiefer geeignet. Beim Wassermanagement hat der TUSA wiederum einen Vorteil: Eingedrungenes Wasser lässt sich leichter vollständig entfernen als beim Mares und besonders beim Scubapro.

Abstriche gibt es beim relativ nachgiebigen Schnorchelrohr. Der Cressi Alpha Ultra Dry fühlt sich hier robuster an und bietet für mein Empfinden außerdem etwas mehr Luftdurchfluss. Insgesamt wirkt der TUSA modern und hochwertig, ohne sich bei der Verarbeitung klar vom Cressi oder Mares abzusetzen. Genau deshalb finde ich den Preis von knapp 50 Euro etwas schwer zu rechtfertigen, auch wenn Mundstück, Clip und das sehr einfache Ausblasen zu seinen klaren Stärken gehören.

Mein Testfazit zur TUSA Hyperdry Elite II: Lohnt sich der Kauf?

Der TUSA Hyperdry Elite II überzeugt mich vor allem beim Komfort und Wassermanagement. Das kleine bis mittelgroße Mundstück sitzt sehr angenehm, der Atemwiderstand ist gering und eingedrungenes Wasser lässt sich mit wenig Kraft vollständig ausblasen. Bei fünf gezielten Abtauchgängen blieb der Schnorchel viermal komplett trocken, und das Dry Top öffnete nach dem Auftauchen jedes Mal wieder problemlos.

Kleine Abstriche gibt es beim relativ nachgiebigen Schnorchelrohr und bei ungünstigen Wellen kann gelegentlich etwas Wasser eindringen. Zudem ist der Preis von knapp 50 Euro recht hoch, weil sich der TUSA qualitativ nicht in allen Bereichen deutlich von günstigeren Modellen absetzt. Wer Mundstückkomfort und unkompliziertes Ausblasen priorisiert, bekommt einen sehr guten Dry-Schnorchel.
Sehr komfortabler Dry-Schnorchel mit hervorragendem Mundstück und besonders einfachem Ausblasen, allerdings zu einem recht hohen Preis.
Meine Gesamtbewertung
SEHR GUT
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€ 49,00 +€ 5,00
1-3 Werktagen: lagernd
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Zuletzt aktualisiert am 14. August 2026 um 19:00 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.
Bild von Marlon
Marlon

Hi, ich bin Marlon. Ich bin aktiver Taucher, Reisender und der Kopf hinter Tauchliebe.de. Ich teste Tauchausrüstung unter echten Bedingungen im Wasser, vom Bodensee bis zu Tauchreisen im Ausland. Dabei achte ich nicht auf Werbeversprechen, sondern darauf, wie sich eine Maske, Lampe oder Flosse wirklich trägt, bedienen lässt und unter Wasser funktioniert.

Auf Tauchliebe teile ich meine Erfahrungen, eigene Fotos und Einschätzungen, damit du Ausrüstung findest, die zu deinem Tauchstil passt.

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