👀 Erster Eindruck & Verarbeitung
Beim ersten Anfassen wirkt der TUSA Hyperdry Elite II insgesamt sehr hochwertig verarbeitet. Besonders das Dry-Top und der Bereich rund um das Mundstück stechen positiv heraus. Der Mechanismus oben ist sauber in eine stabile Abdeckung integriert, bewegt sich ordentlich und vermittelt einen deutlich hochwertigeren Eindruck als bei einfacheren Dry-Schnorcheln.

Etwas überrascht hat mich dagegen das runde Schnorchelrohr. Der Kunststoff gibt bei Druck relativ leicht nach und wirkt dadurch dünner, als ich es bei einem Schnorchel dieser Preisklasse erwartet hätte. Unsicher oder schlecht verarbeitet fühlt es sich trotzdem nicht an, ich hätte mir an dieser Stelle aber etwas mehr Steifigkeit gewünscht. Positiv ist dafür das vergleichsweise moderate Gewicht.
Der untere Faltenschlauch ist ausreichend flexibel, ohne dabei außergewöhnlich weich zu sein. Er lässt sich gut positionieren, springt nach dem Biegen sauber zurück und macht einen langlebigen Eindruck. Das Mundstück gehört für mich wiederum klar zu den stärkeren Details: Das weiche, matte Silikon fühlt sich hochwertig an, ist sauber verarbeitet und zeigt weder auffälligen Geruch noch andere Materialschwächen.

Auch beim Maskenclip wurde nicht sichtbar gespart. Er lässt sich drehen und auf seiner Führung etwas verschieben, wirkt dabei stabil und deutlich weniger filigran als manche Halterungen anderer Dry-Schnorchel. Insgesamt merkt man dem Hyperdry Elite II seinen vergleichsweise hohen Preis von knapp 50 Euro an Mundstück, Dry-Top und vielen Verarbeitungsdetails durchaus an. Lediglich das relativ nachgiebige Schnorchelrohr passt für mich nicht ganz zum ansonsten sehr hochwertigen Eindruck.

😌 Tragekomfort & Passform
Beim Tragekomfort ist das Mundstück für mich die größte Stärke des TUSA Hyperdry Elite II. Es fällt eher klein bis mittelgroß aus, sitzt sehr sicher im Mund und braucht kaum Bisskraft, damit es an seiner Position bleibt. Die geriffelten Beißflächen liegen angenehm auf den Zähnen und geben zusätzlichen Halt. Auch bei längerer Nutzung hatte ich weder Druckstellen noch Probleme mit dem Kiefer.

Der Schnorchel liegt eng am Kopf an und störte mich auch bei Kopfbewegungen nicht. Zug am Mundstück habe ich ebenfalls nicht gespürt. Der Faltenschlauch könnte für meinen Geschmack noch etwas flexibler sein, reicht aber aus, um das Mundstück sauber und spannungsfrei zu positionieren.
Sehr gut gefällt mir auch der Maskenclip. Das Maskenband lässt sich unkompliziert einsetzen und der Clip wirkt stabil genug, dass ich beim Befestigen nicht das Gefühl hatte, vorsichtig mit dem Kunststoff umgehen zu müssen. Nach dem Einstellen blieb er zuverlässig an seiner Position. Die zusätzliche Dreh- und Verschiebbarkeit ist in der Praxis für mich kein entscheidender Vorteil, schadet aber auch nicht.
🌊 TUSA Hyperdry Elite II im Praxistest
Im Wasser lässt sich durch den TUSA Hyperdry Elite II sehr angenehm atmen. Der Atemwiderstand ist kaum spürbar und auch bei schnellerem Schwimmen oder höherem Luftbedarf hatte ich nicht das Gefühl, dass zu wenig Luft durchkommt. Der Schnorchel bleibt dabei ruhig am Kopf und das weiche Mundstück ist auch bei längerer Nutzung sehr komfortabel.

Das Dry Top habe ich mit fünf gezielten Abtauchgängen hintereinander getestet. Viermal blieb der Schnorchel komplett trocken, einmal gelangte etwas Wasser hinein. Nach dem Auftauchen öffnete sich der Mechanismus jedes Mal sofort wieder und auch an der Oberfläche hatte ich keine Situation, in der die Luftzufuhr ungewollt blockiert wurde. Bei ungünstigen Wellen kann ebenfalls etwas Wasser in den Schnorchel gelangen.
Sehr positiv ist mir das Ausblasen aufgefallen. Eingedrungenes Wasser ließ sich mit wenig Kraft vollständig entfernen und bei mir blieb anschließend praktisch kein Restwasser zurück. Genau so sollte ein Ausblasventil für mich funktionieren. Selbst wenn etwas mehr Wasser hineingelangt, ist der Schnorchel schnell wieder frei und ohne große Anstrengung weiter nutzbar.
Was mir gefallen hat und was besser sein könnte
| ✅ Was mir gefallen hat | ❌ Was mir weniger gefällt |
|---|---|
| Sehr angenehmes, kieferfreundliches Mundstück | Preislich eher im oberen Bereich (~49 €) |
| Dry Top öffnet nach dem Auftauchen zuverlässig | Bei ungünstigen Wellen kann etwas Wasser eindringen |
| Sehr leichtes Ausblasen ohne Restwasser | Schnorchelrohr könnte robuster wirken |
| Kaum spürbarer Atemwiderstand | Faltenschlauch könnte etwas flexibler sein |
Was unterscheidet ihn von anderen Schnorcheln?
Beim TUSA Hyperdry Elite II fallen für mich vor allem das sehr angenehme Mundstück und der hochwertig wirkende Maskenclip auf. Das eher kleine bis mittelgroße Mundstück sitzt besonders bequem und wirkt etwas hochwertiger als beim Cressi Alpha Ultra Dry. Auch das Ausblasen ist sehr einfach gelöst und gehört zusammen mit dem Cressi zu den unkompliziertesten in meinem bisherigen Test.

Von der Größe liegt der TUSA ungefähr auf dem Niveau von Cressi Alpha Ultra Dry und Mares Ergo Dry, während der Scubapro Fusion Dry deutlich größer und schwerer ausfällt. Das Mundstück des Mares ist ähnlich komfortabel, allerdings größer und damit aus meiner Sicht besser für einen größeren Kiefer geeignet. Beim Wassermanagement hat der TUSA wiederum einen Vorteil: Eingedrungenes Wasser lässt sich leichter vollständig entfernen als beim Mares und besonders beim Scubapro.
Abstriche gibt es beim relativ nachgiebigen Schnorchelrohr. Der Cressi Alpha Ultra Dry fühlt sich hier robuster an und bietet für mein Empfinden außerdem etwas mehr Luftdurchfluss. Insgesamt wirkt der TUSA modern und hochwertig, ohne sich bei der Verarbeitung klar vom Cressi oder Mares abzusetzen. Genau deshalb finde ich den Preis von knapp 50 Euro etwas schwer zu rechtfertigen, auch wenn Mundstück, Clip und das sehr einfache Ausblasen zu seinen klaren Stärken gehören.