Mares EOS 32LRZ Test, Review & Erfahrungen

Für meinen Mares EOS 32LRZ Test habe ich die Tauchlampe selbst eingesetzt und dabei vor allem Lichtleistung, Lichtbild, Bedienung und Handhabung beurteilt. Du erfährst, wie sie sich in der Praxis schlägt, wo ihre Stärken und Schwächen liegen und für welche Einsätze sie sich eignet.
Bild von Marlon M.
Marlon M.

AOWD Taucher & Tester

Veröffentlicht

19. Dezember 2025

Aktualisiert:

Hand testet Knopf und Bedienung der Mares EOS LRZ32
Tauchliebe Gesamtbewertung
4.3 / 5
SEHR GUT
★★★★★
Starke, vielseitige Hauptlampe mit hohem Gewicht und Preis.
Verarbeitung & Robustheit
4.5 / 5
Bedienung & Handhabung
4 / 5
Lichtleistung & Lichtbild
4.5 / 5
Akku & Laufzeit
4.5 / 5
Preis-Leistungs-Verhältnis
4 / 5
Gut geeignet für dich, wenn du …
✓ eine leistungsstarke und robuste Hauptlampe suchst
✓ flexibel zwischen engem und breitem Licht wechseln möchtest
✓ Wert auf lange Laufzeit und direktes USB-C-Laden legst
Weniger geeignet für dich, wenn du …

✕ eine leichte und kompakte Reiselampe bevorzugst
✕ eine gleichmäßige Ausleuchtung für anspruchsvolle Videos benötigst
✕ möglichst wenig für eine Tauchlampe ausgeben möchtest

Lichtbild

Spot/Flood

Lichtleistung

3200 Lumen

Laufzeit

2 TG

Inhaltsverzeichnis

So habe ich die Mares EOS 32LRZ getestet

2 Tauchgänge

Bodensee, Ägypten

Ich habe die Mares EOS 32LRZ bei zwei Tauchgängen eingesetzt: bei einem Nachttauchgang in Ägypten und bei einem weiteren Tauchgang im Bodensee bis etwa 22 Meter Tiefe. Dabei testete ich beide Leuchtstufen, verschiedene Zoomstellungen sowie die Bedienung ohne Handschuhe und mit 5-mm-Neoprenhandschuhen. Technische Angaben wie Lumen, Leuchtwinkel und maximale Brenndauer stammen vom Hersteller und wurden von mir nicht messtechnisch überprüft.

Jede Tauchlampe bewerte ich auf einer Skala von 1 bis 5 Punkten in halben Schritten. Die Gesamtnote entsteht aus fünf festen Kriterien. Lichtbild, Bedienung und Laufzeit gewichte ich besonders stark, weil eine hohe Lumenangabe allein wenig über die Praxistauglichkeit aussagt. Vor dem Tauchgang prüfe ich Gehäuse, Gewinde, O-Ringe, Akku und Bedienung. Unter Wasser bewerte ich Lichtbild, Helligkeit und Handhabung.

Bewertungskriterien
Lichtleistung & Lichtbild 30 %

Nutzbare Helligkeit, Abstrahlwinkel, Gleichmäßigkeit, Hotspots, Rückstreuung und Eignung für den Einsatz

Bedienung & Handhabung 20 %

Bedienung mit Tauchhandschuhen, Moduswechsel, Größe, Gewicht, Griff, Befestigungsmöglichkeiten und Schutz vor unbeabsichtigtem Einschalten

Akku & Laufzeit 20 %

Nutzbare Laufzeit, frühzeitiges Herunterregeln, Helligkeitsverlauf, Akkutyp, Wechselmöglichkeit und vorhandene Akkuwarnung

Verarbeitung & Robustheit 15 %

Gehäuse, Gewinde, O-Ringe, Schalter, Glas/Linse, Materialqualität, Verschleiß, Korrosionsanfälligkeit und Zustand nach längerer Nutzung

Preis-Leistung​ 15 %

Preis-Leistung bewertet, wie konkurrenzfähig Ausstattung, Lieferumfang und Gesamtleistung zum üblichen Marktpreis der Lampe sind.

Mehr zu meinem allgemeinen Testansatz findest du unter: So teste ich Tauchausrüstung.

Notenskala
5 / 5

Herausragend

4,5 / 5

Sehr gut

4 / 5

Gut

3,5 / 5

Solide mit kleineren Abstrichen

3/ 5

Solide, aber mit klaren Kompromissen

2,5 / 5

nur bedingt empfehlenswert

2 / 5

Schwach

1 / 5

Nicht empfehlenswert

Die Gesamtnote ergibt sich aus der gewichteten Bewertung der fünf Kriterien. Lumen und maximale Tauchtiefe sind Herstellerangaben und keine eigenen Messwerte.

⚙️ Technische Daten

Maximale Lichtleistung3.200 Lumen
LED1 × XHP50 LED
Leuchtstufen und ModiHigh mit 3.200 Lumen, Low mit 930 Lumen sowie Blinkmodus
Leuchtdauer135 Minuten auf High, 265 Minuten auf Low und 145 Minuten im Blinkmodus
LichtkegelVerstellbar von 12° Spot bis 75° breitem Lichtkegel
Farbtemperatur5.700 bis 7.800 Kelvin
AkkuAustauschbarer ICR26800-Lithium-Ionen-Akku
LademethodeUSB-C Ladekabel
LadezeitRund 7 Stunden mit 5 V/1 A oder 14 Stunden am PC mit 500 mA
BedienungMechanischer Multifunktionsschalter mit elektronischer Einschaltsicherung
Abmessungen225 mm lang, Lampenkopf 62 mm, Lampenkörper 34 mm
Gewicht605 g inklusive Akku
MaterialEloxiertes Aluminium
Maximale Tauchtiefe120 m
QuelleTechnische Angaben von Mares zur EOS 32LRZ

 

📦 Erster Eindruck, Verarbeitung und Lieferumfang

Die Mares EOS 32LRZ wird in einem stabilen Softcase mit passgenauer Einlage geliefert. Zum Lieferumfang gehören die Lampe, ein austauschbarer Akku, ein USB-C-Ladekabel, ein Lanyard, Ersatz-O-Ringe und die Bedienungsanleitung. Die Lampe wirkt bereits beim Auspacken groß, schwer und massiv, gleichzeitig aber hochwertig verarbeitet.

Mares EOS 32LRZ liegt auf Softcase
Die Mares EOS 32LRZ wird mit Akku und Zubehör in einem gepolsterten Softcase geliefert.

Das Aluminiumgehäuse macht einen sehr robusten Eindruck. Glas, Schalter und Oberfläche zeigten bei meinem Exemplar keine sichtbaren Verarbeitungsfehler. Die gefetteten Gewinde laufen leichtgängig und die O-Ringe sitzen sauber. Auch der drehbare Lampenkopf besitzt kein spürbares Spiel und lässt sich kontrolliert verstellen.

Tauchlampe Endkappe abgeschraubt USB C Anschluss
Der USB-C-Anschluss liegt geschützt unter der abgeschraubten Endkappe.

Zum Einsetzen des Akkus wird die hintere Endkappe abgeschraubt. Darunter befindet sich auch der geschützte USB-C-Anschluss, über den der Akku direkt in der Lampe geladen wird. Eine Öse an der Endkappe dient zur Befestigung des Lanyards oder eines Retractors.

Nach zwei Tauchgängen sind an meiner EOS 32LRZ noch keine Kratzer oder anderen Gebrauchsspuren erkennbar. Wassereintritt, Korrosion oder technische Probleme gab es ebenfalls nicht. Für ein abschließendes Urteil zur Langzeitbeständigkeit ist der bisherige Testumfang allerdings noch zu gering.

Verarbeitung & Robustheit: 4,5 von 5. Die massive Bauweise, sauberen Gewinde und präzise Mechanik überzeugen. Ob sie langfristig ebenso robust bleibt, muss sich nach weiteren Tauchgängen zeigen.

✋ Bedienung und Handhabung

Ein Doppelklick schaltet die Mares EOS 32LRZ auf höchster Leistung ein und aus. Mit einzelnen Klicks wechselst du zur reduzierten Stufe, zum Blinkmodus und zurück auf High. Eine Memory-Funktion gibt es nicht. Die Anzeige am Schalter zeigt den Akkustand gut sichtbar in Grün, Gelb oder Rot an. Kurz vor dem Abschalten blinkt sie rot.

Grün leuchtende Akkustandsanzeige am Schalter der Mares EOS 32LRZ
Die farbige Anzeige rund um den Schalter informiert über den aktuellen Akkustand.

Der Knopf ist gut erreichbar und besitzt einen klaren Druckpunkt. Ohne Handschuhe gelingt die Bedienung problemlos, mit 5-mm-Neoprenhandschuhenen könnte sie etwas komfortabler sein. Durch Drehen des Lampenkopfes lässt sich der Lichtkegel auch einhändig und mit Handschuhen zwischen 12° Spot und 75° breiter Ausleuchtung verstellen. Die Mechanik läuft kontrolliert und ohne spürbares Spiel.

Lampenkopf der Mares EOS 32LRZ wird für die Zoomfunktion gedreht
Durch Drehen des Lampenkopfes lässt sich der Lichtkegel zwischen 12° und 75° einstellen.

Mit 605 Gramm wirkt die EOS 32LRZ an Land sehr schwer und zieht am Jacket, unter Wasser empfand ich Gewicht und Balance jedoch als angenehm. Ich sichere sie mit dem Lanyard und verstaue sie in einer Neopren- oder Trockentauchtasche. Auf höchster Stufe wird das Gehäuse an Land warm, wobei die integrierte Temperaturkontrolle laut Hersteller vor Überhitzung schützt. Schalter und Zoom funktionierten bei meinen beiden Tauchgängen ohne Probleme.

Bedienung & Handhabung: 4,0 von 5. Zoom, Akkustandsanzeige und Bedienlogik überzeugen. Das hohe Gewicht und der mit dicken Handschuhen nur durchschnittlich komfortable Knopf verhindern eine höhere Bewertung.

💡 Lichtleistung & Lichtbild im Praxistest

Auf höchster Stufe leuchtet die Mares EOS 32LRZ ihre Umgebung kräftig aus und eignet sich problemlos als Hauptlampe. Heller als die Wurkkos DL10R wirkte sie auf mich nicht, bietet durch den verstellbaren Lichtkegel aber mehr Möglichkeiten. Die Wurkkos DL70 liefert nochmals deutlich mehr Licht.

Der Lichtkegel lässt sich zwischen einem konzentrierten 12°-Spot und einer bis zu 75° breiten Ausleuchtung verstellen. An Land sind im Spot mehrere Ringe und deutliche Übergänge sichtbar, unter Wasser fielen diese jedoch kaum auf. Auch in der breitesten Einstellung bleibt ein heller Mittelpunkt erhalten, weshalb die EOS 32LRZ kein vollständig gleichmäßiges Flood-Licht erzeugt. Eine genaue Reichweite habe ich nicht gemessen.

Breiter Lichtkegel der Mares EOS 32LRZ in der weitesten Zoomstellung
Die breiteste Einstellung leuchtet einen deutlich größeren Bereich aus.
Enger Lichtkegel der Mares EOS 32LRZ in der Spot-Einstellung
In der engsten Einstellung bündelt die Lampe ihr Licht zu einem konzentrierten Spot.

Der enge Lichtkegel eignet sich zur Orientierung sowie zum gezielten Ausleuchten von Spalten und weiter entfernten Bereichen. Mit der breiten Einstellung konnte ich bei einem Nachttauchgang unter anderem eine Muräne großflächig beleuchten. Für gelegentliche Fotos und Videos ist das brauchbar, eine echte Videolampe leuchtet Motive jedoch gleichmäßiger und ohne ausgeprägten Mittelpunkt aus.

Muräne bei einem Nachttauchgang mit der Mares EOS 32LRZ ausgeleuchtet
Beim Nachttauchgang ließ sich die Muräne mit dem breiten Lichtkegel großflächig ausleuchten.

Lichtleistung & Lichtbild: 4,5 von 5. Die starke Leistung und der verstellbare Lichtkegel machen die EOS 32LRZ vielseitig. Sichtbare Ringe an Land und der verbleibende Hotspot in der breiten Einstellung verhindern die Höchstnote.

🔋 Akku und Laufzeit

In meinem Praxistest hielt die Mares EOS 32LRZ problemlos zwei vollständige Tauchgänge durch. Laut Hersteller sind bis zu 135 Minuten auf High und 265 Minuten auf Low möglich. Bei gemischter Nutzung wäre so ein dritter kürzerer Tauchgang möglich.

Der austauschbare ICR26800-Akku mit 5.400 mAh wird direkt im Gehäuse über den geschützten USB-C-Anschluss geladen. Ein separates Ladegerät ist nicht erforderlich. Die Anzeige am Schalter informiert in Grün, Gelb und Rot über den Akkustand. Eine vollständige Ladung dauert laut Hersteller rund sieben Stunden. Bei mir hat es ca. 6 Stunden gedauert.

Akku & Laufzeit: 4,5 von 5. Die lange Laufzeit, der austauschbare Akku und das direkte Laden per USB-C überzeugen.

Was mir gefällt und was besser sein könnte

👍 Das gefällt mir gut👎 Das könnte besser sein
Kräftige Lichtleistung für Nacht- und OrientierungstauchgängeMit 605 g sehr schwer
Verstellbarer Lichtkegel von 12° bis 75°Groß und sperrig am Jacket
Hochwertige und massive VerarbeitungKein gleichmäßiges Flood-Licht für Videos
Bedienung und Zoom auch mit 5-mm-Handschuhen möglichLange Ladezeit von rund sieben Stunden
Akku hielt in meinem Test für zwei TauchgängeVergleichsweise hoher Preis
Geschützter USB-C-Anschluss direkt im Gehäuse

🔍 Vergleich zu anderen Tauchlampen aus der Praxis

Die Mares EOS 32LRZ unterscheidet sich von der Wurkkos DL70, der Wurkkos DL10R und der OrcaTorch D710 vor allem durch ihren verstellbaren Lichtkegel. Ihre größte Stärke ist nicht die maximale Helligkeit, sondern der flexible Wechsel zwischen einem konzentrierten Spot und einer bis zu 75° breiten Ausleuchtung.

ModellGrößte StärkeWichtigste Einschränkung
Mares EOS 32LRZVerstellbarer Lichtkegel von 12° bis 75°Sehr groß und mit 605 g ausgesprochen schwer
Wurkkos DL70Mit Abstand höchste LichtleistungEbenfalls groß, schwer und für viele Tauchgänge überdimensioniert
Wurkkos DL10RKräftiges Licht bei deutlich kompakterer BauformFester Lichtkegel ohne Zoom
OrcaTorch D710Enger Spot und lange AkkulaufzeitWeniger vielseitiges Lichtbild und Knopfbedienung
Mares EOS 32 LRZ Tauchlampe liegt eben Wurkkos DL70, DL10R udn Orcatorch D710
Im Größenvergleich fällt besonders der lange Körper und der breite Lampenkopf der Mares EOS 32LRZ auf.

Die DL70 wirkt unter Wasser deutlich heller als die Mares. Auch gegenüber der kompakteren DL10R empfand ich die EOS 32LRZ nicht als heller. Dafür lässt sich ihr Lichtbild wesentlich flexibler anpassen. Für Reisen und kleines Gepäck würde ich zur DL10R oder D710 greifen, für maximale Leistung zur DL70 und für einen verstellbaren Lichtkegel zur Mares EOS 32LRZ.

Mein Testfazit zur Mares EOS 32LRZ: Lohnt sich der Kauf?

Die Mares EOS 32LRZ ist eine leistungsstarke und hochwertig verarbeitete Hauptlampe für Nacht-, Wrack- und Orientierungstauchgänge. Besonders überzeugt mich der verstellbare Lichtkegel, mit dem sich die Lampe flexibel an unterschiedliche Situationen anpassen lässt. Gegen sie sprechen vor allem das hohe Gewicht, die große Bauform und das nicht vollständig gleichmäßige Licht in der breitesten Einstellung. Wenn du eine robuste Hauptlampe mit viel Leistung und langer Laufzeit suchst, ist sie dennoch eine sehr gute Wahl.
Preis-Leistung: 4 von 5 PunktenMit einem Preis von etwa 289 bis 350 Euro ist die Mares EOS 32LRZ kein Schnäppchen. Der Preis ist vor allem dann gerechtfertigt, wenn du den verstellbaren Lichtkegel regelmäßig nutzt und eine massive Hauptlampe suchst. Benötigst du lediglich einen festen Spot, findest du deutlich günstigere Alternativen.
Meine Gesamtbewertung
4.3 / 5
★★★★★
SEHR GUT
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Zuletzt aktualisiert am 26. September 2026 um 3:00 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.
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Marlon

Hi, ich bin Marlon. Ich bin aktiver Taucher, Reisender und der Kopf hinter Tauchliebe.de. Ich teste Tauchausrüstung unter echten Bedingungen im Wasser, vom Bodensee bis zu Tauchreisen im Ausland. Dabei achte ich nicht auf Werbeversprechen, sondern darauf, wie sich eine Maske, Lampe oder Flosse wirklich trägt, bedienen lässt und unter Wasser funktioniert.

Auf Tauchliebe teile ich meine Erfahrungen, eigene Fotos und Einschätzungen, damit du Ausrüstung findest, die zu deinem Tauchstil passt.

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