📦 Erster Eindruck, Verarbeitung und Lieferumfang
Die Mares EOS 32LRZ wird in einem stabilen Softcase mit passgenauer Einlage geliefert. Zum Lieferumfang gehören die Lampe, ein austauschbarer Akku, ein USB-C-Ladekabel, ein Lanyard, Ersatz-O-Ringe und die Bedienungsanleitung. Die Lampe wirkt bereits beim Auspacken groß, schwer und massiv, gleichzeitig aber hochwertig verarbeitet.

Das Aluminiumgehäuse macht einen sehr robusten Eindruck. Glas, Schalter und Oberfläche zeigten bei meinem Exemplar keine sichtbaren Verarbeitungsfehler. Die gefetteten Gewinde laufen leichtgängig und die O-Ringe sitzen sauber. Auch der drehbare Lampenkopf besitzt kein spürbares Spiel und lässt sich kontrolliert verstellen.

Zum Einsetzen des Akkus wird die hintere Endkappe abgeschraubt. Darunter befindet sich auch der geschützte USB-C-Anschluss, über den der Akku direkt in der Lampe geladen wird. Eine Öse an der Endkappe dient zur Befestigung des Lanyards oder eines Retractors.
Nach zwei Tauchgängen sind an meiner EOS 32LRZ noch keine Kratzer oder anderen Gebrauchsspuren erkennbar. Wassereintritt, Korrosion oder technische Probleme gab es ebenfalls nicht. Für ein abschließendes Urteil zur Langzeitbeständigkeit ist der bisherige Testumfang allerdings noch zu gering.
Verarbeitung & Robustheit: 4,5 von 5. Die massive Bauweise, sauberen Gewinde und präzise Mechanik überzeugen. Ob sie langfristig ebenso robust bleibt, muss sich nach weiteren Tauchgängen zeigen.
✋ Bedienung und Handhabung
Ein Doppelklick schaltet die Mares EOS 32LRZ auf höchster Leistung ein und aus. Mit einzelnen Klicks wechselst du zur reduzierten Stufe, zum Blinkmodus und zurück auf High. Eine Memory-Funktion gibt es nicht. Die Anzeige am Schalter zeigt den Akkustand gut sichtbar in Grün, Gelb oder Rot an. Kurz vor dem Abschalten blinkt sie rot.

Der Knopf ist gut erreichbar und besitzt einen klaren Druckpunkt. Ohne Handschuhe gelingt die Bedienung problemlos, mit 5-mm-Neoprenhandschuhenen könnte sie etwas komfortabler sein. Durch Drehen des Lampenkopfes lässt sich der Lichtkegel auch einhändig und mit Handschuhen zwischen 12° Spot und 75° breiter Ausleuchtung verstellen. Die Mechanik läuft kontrolliert und ohne spürbares Spiel.

Mit 605 Gramm wirkt die EOS 32LRZ an Land sehr schwer und zieht am Jacket, unter Wasser empfand ich Gewicht und Balance jedoch als angenehm. Ich sichere sie mit dem Lanyard und verstaue sie in einer Neopren- oder Trockentauchtasche. Auf höchster Stufe wird das Gehäuse an Land warm, wobei die integrierte Temperaturkontrolle laut Hersteller vor Überhitzung schützt. Schalter und Zoom funktionierten bei meinen beiden Tauchgängen ohne Probleme.
Bedienung & Handhabung: 4,0 von 5. Zoom, Akkustandsanzeige und Bedienlogik überzeugen. Das hohe Gewicht und der mit dicken Handschuhen nur durchschnittlich komfortable Knopf verhindern eine höhere Bewertung.
💡 Lichtleistung & Lichtbild im Praxistest
Auf höchster Stufe leuchtet die Mares EOS 32LRZ ihre Umgebung kräftig aus und eignet sich problemlos als Hauptlampe. Heller als die Wurkkos DL10R wirkte sie auf mich nicht, bietet durch den verstellbaren Lichtkegel aber mehr Möglichkeiten. Die Wurkkos DL70 liefert nochmals deutlich mehr Licht.
Der Lichtkegel lässt sich zwischen einem konzentrierten 12°-Spot und einer bis zu 75° breiten Ausleuchtung verstellen. An Land sind im Spot mehrere Ringe und deutliche Übergänge sichtbar, unter Wasser fielen diese jedoch kaum auf. Auch in der breitesten Einstellung bleibt ein heller Mittelpunkt erhalten, weshalb die EOS 32LRZ kein vollständig gleichmäßiges Flood-Licht erzeugt. Eine genaue Reichweite habe ich nicht gemessen.


Der enge Lichtkegel eignet sich zur Orientierung sowie zum gezielten Ausleuchten von Spalten und weiter entfernten Bereichen. Mit der breiten Einstellung konnte ich bei einem Nachttauchgang unter anderem eine Muräne großflächig beleuchten. Für gelegentliche Fotos und Videos ist das brauchbar, eine echte Videolampe leuchtet Motive jedoch gleichmäßiger und ohne ausgeprägten Mittelpunkt aus.

Lichtleistung & Lichtbild: 4,5 von 5. Die starke Leistung und der verstellbare Lichtkegel machen die EOS 32LRZ vielseitig. Sichtbare Ringe an Land und der verbleibende Hotspot in der breiten Einstellung verhindern die Höchstnote.
🔋 Akku und Laufzeit
In meinem Praxistest hielt die Mares EOS 32LRZ problemlos zwei vollständige Tauchgänge durch. Laut Hersteller sind bis zu 135 Minuten auf High und 265 Minuten auf Low möglich. Bei gemischter Nutzung wäre so ein dritter kürzerer Tauchgang möglich.
Der austauschbare ICR26800-Akku mit 5.400 mAh wird direkt im Gehäuse über den geschützten USB-C-Anschluss geladen. Ein separates Ladegerät ist nicht erforderlich. Die Anzeige am Schalter informiert in Grün, Gelb und Rot über den Akkustand. Eine vollständige Ladung dauert laut Hersteller rund sieben Stunden. Bei mir hat es ca. 6 Stunden gedauert.
Akku & Laufzeit: 4,5 von 5. Die lange Laufzeit, der austauschbare Akku und das direkte Laden per USB-C überzeugen.
Was mir gefällt und was besser sein könnte
| 👍 Das gefällt mir gut | 👎 Das könnte besser sein |
|---|---|
| Kräftige Lichtleistung für Nacht- und Orientierungstauchgänge | Mit 605 g sehr schwer |
| Verstellbarer Lichtkegel von 12° bis 75° | Groß und sperrig am Jacket |
| Hochwertige und massive Verarbeitung | Kein gleichmäßiges Flood-Licht für Videos |
| Bedienung und Zoom auch mit 5-mm-Handschuhen möglich | Lange Ladezeit von rund sieben Stunden |
| Akku hielt in meinem Test für zwei Tauchgänge | Vergleichsweise hoher Preis |
| Geschützter USB-C-Anschluss direkt im Gehäuse |
🔍 Vergleich zu anderen Tauchlampen aus der Praxis
Die Mares EOS 32LRZ unterscheidet sich von der Wurkkos DL70, der Wurkkos DL10R und der OrcaTorch D710 vor allem durch ihren verstellbaren Lichtkegel. Ihre größte Stärke ist nicht die maximale Helligkeit, sondern der flexible Wechsel zwischen einem konzentrierten Spot und einer bis zu 75° breiten Ausleuchtung.
| Modell | Größte Stärke | Wichtigste Einschränkung |
|---|---|---|
| Mares EOS 32LRZ | Verstellbarer Lichtkegel von 12° bis 75° | Sehr groß und mit 605 g ausgesprochen schwer |
| Wurkkos DL70 | Mit Abstand höchste Lichtleistung | Ebenfalls groß, schwer und für viele Tauchgänge überdimensioniert |
| Wurkkos DL10R | Kräftiges Licht bei deutlich kompakterer Bauform | Fester Lichtkegel ohne Zoom |
| OrcaTorch D710 | Enger Spot und lange Akkulaufzeit | Weniger vielseitiges Lichtbild und Knopfbedienung |

Die DL70 wirkt unter Wasser deutlich heller als die Mares. Auch gegenüber der kompakteren DL10R empfand ich die EOS 32LRZ nicht als heller. Dafür lässt sich ihr Lichtbild wesentlich flexibler anpassen. Für Reisen und kleines Gepäck würde ich zur DL10R oder D710 greifen, für maximale Leistung zur DL70 und für einen verstellbaren Lichtkegel zur Mares EOS 32LRZ.