Für meinen DIVEVOLK SeaTouch 4 Max Plus Test habe ich das Smartphone-Unterwassergehäuse mit meinem iPhone 16 bei über 40 Tauchgängen zwischen 1 und 39 Metern eingesetzt, war dabei unteranderem im kalten Süßwasser im Bodensee und bei vielen strömungsreichen Tauchplätzen auf den Malediven. Dabei habe ich geprüft, wie zuverlässig Touchscreen und Handling funktionieren, welche Bild- und Videoqualität mit dem iPhone 16 möglich ist und welche Schwächen im Tauchalltag auftreten.
Das Wichtigste auf einen Blick
✅ Lohnt sich für: Taucher, die ihr Smartphone gezielt zum Fotografieren und Filmen einsetzen und die vollständige Kamerasteuerung unter Wasser nutzen möchten.
❌ Weniger geeignet für: Gelegenheitsfilmer, die möglichst kompakt reisen und ohne Vorbereitung spontane Urlaubsclips aufnehmen wollen.
🎯 Mein Kurzurteil: Der zuverlässige Touchscreen und das große Display sind die größten Stärken. Mehr Vorbereitung, das sperrigere Setup und sich lösende Zubehörschrauben bleiben die wichtigsten Nachteile.Inhaltsverzeichnis
So habe ich das DIVEVOLK SeaTouch 4 Max Plus getestet
Ich nutze das SeaTouch 4 Max Plus seit Dezember 2025 mit meinem iPhone 16. Zum Testzeitraum bis Juli 2026 gehören 21 Tauchgänge auf den Malediven, mehr als 10 im Bodensee, 6 in Portofino und zuletzt 4 Bootstauchgänge in Montenegro.
Getestet habe ich das Gehäuse zwischen 1 und 39 Metern im Salz-, Süß- und Kaltwasser, bei Strömung sowie bei Land und Boots-Einstiegen. Zum Einsatz kamen nackte Finger, verschiedene Neoprenhandschuhe bis 5 Millimeter, die normale iPhone-Kamera und die UWACAM-App. Außerdem habe ich das Gehäuse mit und ohne einseitigen Tray verwendet. iOS und die Apps waren während des Testzeitraums jeweils auf dem aktuellen Stand; zum Abschluss des Tests war UWACAM 2.6 installiert. Bewertet habe ich unter anderem Touchscreen, Verarbeitung, Vorbereitung, Handling sowie Foto- und Videoqualität. Bei dem Test handelt es sich um das SeaTouch 4 Max Plus Gehäuse + Ocean Kit (Transporttasche, Rotfilter und Weitwinkel).
⚙️ Technische Daten und Besonderheiten
- ⚖️ Gewicht: 711g ohne Smartphone, 879 g mit iPhone 16 und 1.224 g als vollständiges Setup mit Tray und Zubehör
- 📐 Abmessungen: 226 × 120 × 44 Millimeter
- 🌊 Maximale Tauchtiefe: laut DIVEVOLK bis 60 Meter wasserdicht
- 🤿 Touchscreen in der Tiefe: Die empfindliche Bedienung wird bis 30 Meter angegeben, funktionierte in meinem Test aber auch auf 39 Metern
- 📱 Maximale Smartphone-Größe: 180 × 82,5 × 11,2 Millimeter bei einer Kameramodul-Höhe von höchstens 15 Millimetern
- 🖐️ Vollständiger Unterwasser-Touchscreen: Zugriff auf die gesamte Bildschirmfläche, Kamerafunktionen und weitere Apps ohne mechanische Tasten oder eine Bluetooth-Steuerung des Gehäuses
- 🔒 Abdichtung: mehrlagiges Dichtungssystem ohne Vakuumprüfung oder elektronischen Leckwarner
- 🔧 Erweiterbarkeit: Zubehör für Tray, Lampen, Rotfilter sowie Weitwinkel- und Makrolinsen verfügbar
Welche Smartphones sind kompatibel?
Das SeaTouch 4 Max Plus ist mit vielen aktuellen iPhones und Android-Smartphones kompatibel. Beim Kauf sollte genau geprüft werden, welcher Adapter enthalten ist. Das gilt besonders für Amazon-Angebote, da nicht jede Variante sämtliche Einsätze mitliefert. Beim Hersteller wird der Adapter passend zum Smartphone ausgewählt. Die aktuelle Liste umfasst unter anderem die iPhone-16- und iPhone-17-Serien sowie zahlreiche Android-Modelle. Welche Geräte aktuell unterstützt werden, findest du in der Kompatibilitätsliste von DIVEVOLK.. Wer einen 3D-Drucker hat, kann sich passende Adapter-Vorlagen direkt bei Divevolk herunterladen und selbst drucken.

Wichtig: Die Adapter des SeaTouch 4 Max, Max Plus und Platinum sind wegen unterschiedlicher Innenmaße nicht untereinander kompatibel. Smartphone-Hülle und Displayschutz müssen vor dem Einsetzen entfernt werden. Beim Smartphone wechsel genügt ein neuer Adapter, sofern das Gerät ins Gehäuse passt.
Lieferumfang meines Ocean Kits
Mein getestetes Ocean Kit ergänzt das eigentliche Gehäuse um:
- eine 67-Millimeter-Erweiterungsklemme
- einen 67-Millimeter-Rotfilter
- eine 0,6-fache Unterwasser-Weitwinkellinse
- eine Abdeckung zum Schutz der Touchmembran
- eine Transporttasche für das komplette Set
Smartphone-Adapter, Handschlaufe und die Kleinteile des Grundgehäuses waren ebenfalls enthalten. Der von mir verwendete einseitige Tray gehört dagegen zum separaten Zubehör

Erster Eindruck, Verarbeitung und Setup vor dem Tauchgang
Das SeaTouch 4 Max Plus besteht aus einem stabilen Metallrahmen mit seitlichen Kunststoffelementen und wirkt deutlich massiver als ein einfaches Handy-Unterwassergehäuse oder GoPro. Nichts gibt unter Druck nach, auch die Kanten wirken sehr robust. Nach über 40 Tauchgängen sehen Rahmen und Gehäuseseiten noch nahezu neuwertig aus. Dabei ist mir das Gehäuse zu Hause bereits heruntergefallen und bei starkem Wellengang mehrfach gegen eine Bootsleiter geschlagen, ohne dass sichtbare Schäden entstanden sind.

Verschlossen wird das Gehäuse über eine Klappe und zwei silberne Schrauben. Die Klappe muss bündig anliegen, anschließend werden die beide Schrauben abwechselnd von Hand festgezogen. Drückt man die Klappe dabei leicht an, lassen sie sich ohne großen Kraftaufwand gleichmäßig eindrehen. Einen spürbaren Endanschlag gibt es nicht, am bündigen Sitz der Klappe lässt sich aber gut erkennen, ob das Gehäuse vollständig geschlossen ist. Das Öffnen oder Verschließen dauert ungefähr 20 Sekunden. Da beide Schrauben fest mit dem Gehäuse verbunden sind, können sie beim Öffnen nicht verloren gehen. Auch nach den zahlreichen Salzwassereinsätzen zeigen Schrauben und Gewinde bislang keinen Rost oder sichtbare Korrosion.

Der Adapter für mein iPhone 16 lässt sich leicht einschieben und herausziehen. Das Smartphone sitzt fast ohne Spiel, bleibt auch beim Schütteln in Position und die Kameras befinden sich direkt vor dem Sichtfenster. Abnutzung, Verformungen oder beschädigte Kanten sind am Adapter bislang nicht erkennbar.

💡 Weiterentwicklung gegenüber dem Vorgänger
Das 2024 erschienene SeaTouch 4 Max Plus ersetzt das eingestellte SeaTouch 4 Max. Laut DIVEVOLK wurde vor allem der Innenraum vergrößert, damit auch größere Smartphones reinpassen. Zusätzlich soll der Toucscreen noch präzieser sein . Da ich den Vorgänger nicht getestet habe, kann ich diese Unterschiede nicht direkt beurteilen. Quelle: DIVEVOLK
Die Touchmembran wirkt stabil und hochwertig, zeigt aber inzwischen einige sichtbare Spuren, die teilweise von der Innenseite zu kommen scheinen. Auch die große Feststellschraube der Rotfilterklemme ist deutlich verkratzt.
Für den Transport lag meinem Set eine Schutzkarte bei, die zwischen Membran und Gehäuse geklemmt wird. Da mir diese verloren gegangen ist, nutze ich die Transporttasche und achte besonders auf Booten darauf, dass keine harte Tauchausrüstung gegen die Membran drückt.
Setup & Vorbereitung vor dem Tauchgang
Beim SeaTouch 4 Max Plus steht und fällt die Bedienung mit der Vorbereitung an der Oberfläche. Das iPhone muss trocken und ohne Hülle oder Displayschutz im passenden Adapter sitzen. Zusätzlich kontrolliere ich Kameralinsen, Dichtung und Klappe, bevor ich das Gehäuse mit beiden Schrauben verschließe.
AssistiveTouch sollte aktiviert sein, das Display auf eine hohe Helligkeit gestellt und die gewünschte Kamera-App bereits vor dem Abtauchen geöffnet werden. Ich habe sowohl UWA-Cam App (sehr empfehlenswert!) als auch die normale iPhone-Kamera verwendet. Vergisst du die Vorbereitung, musst du unter Wasser erst den PIN eingeben und anschließend die App öffnen, was natürlich super nervig ist wenn direkt ein Tigerhai vorbeischwimt. Das ist mir gefühlt bei jedem zweiten Tauchgang passiert, mittlerwile denke ich aber dran. Vor dem Einstieg teste ich auch kurz, ob der Touchscreen reagiert und eine Aufnahme gestartet werden kann. Weitere Hinweise stehen in der offiziellen Bedienungshilfe.

Ebenfalls nicht zu unterschätzen sind Akkustand und Speicherplatz. Ich musste während eines Tauchgangs tatsächlich Facebook und einige andere Apps löschen, weil der Speicher voll war und keine weiteren Aufnahmen der Grauen Riffhaie in Rasdhoo möglich waren. Das funktioniert zwar, ist aber ungefähr so entspannt, wie es klingt. Wer sich das sparen möchte, sorgt vorher für genügend freien Speicher und kann sich unter Wasser vollständig aufs Filmen konzentrieren. 🙂
Wie sicher ist das Smartphone im DIVEVOLK?
Bei meinen Tauchgängen arbeitete der Verschluss zuverlässig, eine absolute Sicherheit kann es bei einem Smartphone-Gehäuse trotzdem nicht geben. Das SeaTouch besitzt weder ein Vakuumsystem noch einen elektronischen Leckwarner. DIVEVOLK setzt stattdessen auf eine kleine Gehäuseöffnung, eine mehrlagige Dichtung und eine Konstruktion ohne mechanische Tasten.
An einem Tauchtag auf den Malediven bemerkte ich etwas Feuchtigkeit im Innenraum. Vermutlich war das Smartphone beim Einsetzen nicht vollständig trocken. Nach gründlichem Trocknen trat das Problem nicht erneut auf, eindeutig belegen konnte ich die Ursache jedoch nicht.
Vor der ersten Nutzung und nach Arbeiten an der Dichtung ist deshalb ein Test ohne Smartphone sinnvoll. Ich würde dir auch empfehlen das Gehäuse vorher in geringer Tiefe zu testen, bevor du tief abtauchst. Ein Smartphone-Backup vor der Reise ist immer sinnvoll. Hinweise zur Dichtung und Pflege enthält die DIVEVOLK FAQ.
Touchscreen unter Wasser: Funktioniert das beim SeaTouch 4 Max Plus wirklich?
Ja, der Touchscreen funktioniert auch in größerer Tiefe zuverlässig. Zwischen 20 und 30 Metern bemerkte ich keinen Unterschied zu flacheren Abschnitten. Bei meinem tiefsten Tauchgang auf 39 Metern vor Fuvahmulah reagierte die Membran etwas träger, blieb aber vollständig nutzbar. Das ist bemerkenswert, da DIVEVOLK die empfindliche Touchscreen-Bedienung bis 30 Meter angibt. Vereinzelt wurde eine Berührung nicht erkannt, im Tauchalltag störte das kaum. Gegenüber einem ungeschützten Smartphone ist lediglich etwas mehr Druck erforderlich.

Tippen, Wischen und Bedienung der Kamera-App
Antippen, Fokuspunkte setzen, Kameramodi wechseln, Zoomen sowie das Starten und Stoppen von Aufnahmen funktionierten in meinem Test. Wischen und Scrollen ist weniger präzise und wurde von mir nur genutzt, wenn es nicht anders ging.
Die UWACAM-App ist durch ihre großen Schaltflächen, den direkten Zoom und den Weißabgleich bei Fotos angenehmer als die normale iPhone-Kamera. Die Apple Kamera-App funktioniert ebenfalls und blieb für mich eine Reserve. UWACAM ist damit keine technische Voraussetzung für das Gehäuse, verbessert die Bedienung unter Wasser aber deutlich.
Funktioniert der Touchscreen auch mit Handschuhen?
Mit nackten Fingern ist die Bedienung am präzisesten. Im kalten Bodensee reagierte der Touchscreen mit meinen dicken 5-mm-Handschuhen etwas schlechter, wobei auch die kalten Finger eine Rolle spielten. Mit dünneren Handschuhen und wärmeren Händen funktionierte er in Montenegro gut, ebenso bei meinen Tauchgängen in Portofino. Entscheidend ist eine enge Passform an den Fingerspitzen. Trockenhandschuhe habe ich nicht getestet.
Bedienung und Handling beim Tauchen
Mit dem einseitigen Tray und seinem Schaumstoffgriff lässt sich das SeaTouch deutlich ruhiger führen. Der Griff erzeugt etwas Auftrieb, das gesamte Setup bleibt jedoch leicht negativ und gut kontrollierbar. Ohne Tray ist das große Gehäuse merklich unhandlicher.
Gesichert hatte ich es mit der Handschlaufe und zusätzlich über ein ausreichend langes Spiralkabel am D-Ring meines Backplate-Systems. Das Kabel schränkte meine Bewegungsfreiheit nicht ein. Das große Smartphone-Display erleichtert zudem die Kontrolle von Bildausschnitt und Fokus.

Ein klarer Schwachpunkt sind die Schraubverbindungen des Zubehörs. Bei meinem Setup lockerte sich gelegentlich eine der beiden Befestigungsschrauben an der Unterseite des Trays. Noch häufiger löste sich während des Tauchgangs die große Feststellschraube auf der Rückseite der Rotfilterklemme und musste nachgezogen werden. Das war auf Dauer einer der nervigsten Punkte im Test.
Handling bei Strömung und am Tauchboot
Bei starker Strömung am Madivaru Corner auf Rasdhoo blieb der Touchscreen bedienbar. Ruhige Aufnahmen der vorbeiziehenden Haie waren aber erst nach dem Einhaken mit dem Riffhaken möglich. Nach ein bis zwei Tauchgängen war das Handling weitgehend intuitiv.
Unhandlich wird das SeaTouch vor allem beim Bootsausstieg. Benötigte ich bei Wellengang beide Hände für die Leiter, baumelte das große Gehäuse störend am Körper und schlug mehrfach gegen die Sprossen. Problematischer als das Gewicht ist dabei die Größe des gesamten Setups.

Foto- und Videoqualität mit dem iPhone 16 im SeaTouch 4 Max Plus im Test
Das SeaTouch erzeugt nicht selbst die Bildqualität, sondern ermöglicht die Nutzung der iPhone-Kameras unter Wasser. Das Ergebnis hängt vor allem von Licht, Sichtweite, Motivabstand, Kamera-App und Zubehör ab.
Fotoqualität im Praxistest
Am überzeugendsten waren die Ergebnisse im kurzen und mittleren Aufnahmebereich. Beim Fischschwarm auf den Malediven blieben auf etwa 20 Metern Tiefe und aus rund drei Metern Entfernung einzelne Fische gut erkennbar, während der Hintergrund sichtbar weicher wurde.

Auch die Tigerhaidame Jawgina ließ sich auf acht Metern Tiefe vor Fuvahmulah als einzelne Fotoaufnahme festhalten, obwohl sie sich frontal auf mich zubewegte. Der verletzte Kiefer ist deutlich sichtbar, feinere Hautstrukturen werden dagegen nur eingeschränkt wiedergegeben. Beide Malediven-Fotos entstanden mit UWACAM und Rotfilter und wurden anschließend lediglich automatisch in der App optimiert.

Das Wrack Oresta in Montenegro zeigt trotz sichtbarer Schwebeteilchen viele Strukturen und Bewuchs. Bei dieser Aufnahme wurde nachträglich nur der Weißabgleich angepasst.

Die Bodensee-Aufnahme mit Barschen zwischen Pflanzen und Algen zeigt außerdem, dass nahe Motive auch bei begrenzter Süßwassersicht detailreich abgebildet werden. Insgesamt ist die Auflösung gut, bei starker Vergrößerung aber nicht außergewöhnlich scharf. Unscharfe Ränder oder störende Reflexionen durch den Rotfilter konnte ich bei meinen Aufnahmen nicht feststellen.

Videoqualität und Stabilisierung
Meine beiden Beispielvideos wurden mit dem iPhone 16 in 4K über die UWACAM-App aufgenommen und nachträglich nicht stabilisiert. Lediglich der Weißabgleich wurde leicht angepasst.
Die Schildkröte vor Dhigurah filmte ich auf etwa 23 Metern Tiefe aus höchstens 1,5 Metern Entfernung. Durch den kurzen Abstand, den Rotfilter und die zusätzliche Beleuchtung blieb das Tier gut erkennbar, während der Fokus seiner Bewegung ruhig folgte. Die Aufnahme wirkt kontrolliert und zeigt, wie stark die Videoqualität von Nähe und zusätzlichem Licht profitiert.
Im Bodensee ließen sich auch kleinere, schwimmende Barsche zwischen Pflanzen und Algen verfolgen. Hier war kein Filter montiert. Da beide Videos ohne nachträgliche Stabilisierung entstanden, vermitteln sie einen realistischen Eindruck von Fokus und Kameraruhe im praktischen Einsatz.
Schwächen bei Gegenlicht und Rotfilter
Bei starken Helligkeitsunterschieden stößt die automatische Belichtung an Grenzen. Auf meiner Aufnahme aus Montenegro bleibt der Taucher sehr dunkel, während das Freiwasser deutlich heller erscheint. Dabei gehen Schattendetails verloren und das Bild erhält einen ausgeprägten Blau- beziehungsweise Cyanstich.

Auch der Rotfilter passt nicht zu jeder Situation. Fällt noch viel Umgebungslicht ein, können Aufnahmen sichtbar zu rot wirken. Diese Abweichungen hängen vor allem von Licht, Weißabgleich und iPhone-Verarbeitung ab und sind nicht allein dem Gehäuse zuzuschreiben.
Vor- und Nachteile aus meiner Erfahrung
Im Test ergaben sich vor allem diese kaufentscheidenden Stärken und Schwächen:
| ✅ Vorteile | ❌ Nachteile |
|---|---|
| Vollständiger Touchscreen mit Zugriff auf sämtliche Kamerafunktionen | Wischen ist schwieriger; mit kalten Fingern oder schlecht sitzenden Handschuhen sinkt die Präzision |
| Großes Display und gute Foto- sowie 4K-Videoqualität mit dem iPhone 16 | Smartphone und App benötigen vor jedem Tauchgang eine sorgfältige Vorbereitung |
| Robustes Gehäuse und sicherer, passgenauer Smartphone-Adapter | Deutlich größer und beim Bootsausstieg unhandlicher als eine kompakte GoPro |
| Mit Tray ruhig, leicht negativ und gut kontrollierbar | Schrauben an Tray und Rotfilterklemme lockerten sich wiederholt |
| Zugriff auf native Kamera und spezialisierte Apps |
DIVEVOLK SeaTouch 4 Max Plus oder GoPro?
Für bewusst geplante Unterwasserfotos und Videos bevorzuge ich das SeaTouch. Auf dem großen iPhone-Display kann ich Bildausschnitt und Fokus viel besser beurteilen. Mit der UWACAM-App lassen sich außerdem Zoom, Kamerawechsel und Weißabgleich gezielt steuern. Das bringt mehr Kontrolle, wenn ich ein Motiv bewusst fotografieren oder filmen möchte.

Die GoPro ist dagegen die vielseitigere und unkompliziertere Reisekamera. Sie ist kompakter, schneller einsatzbereit, leichter zu befestigen und stört beim Ein- und Ausstieg deutlich weniger. Auch beim Schnorcheln, Wassersport und für andere Actionaufnahmen lässt sie sich flexibler einsetzen. Für spontane Clips und Aufnahmen ohne großes Setup greife ich deshalb eher zur GoPro.
Beim SeaTouch kommt ein weiterer Nachteil hinzu: Geht das Gehäuse verloren oder wird undicht, ist im schlimmsten Fall auch das Smartphone weg. Auf Reisen fehlen dann möglicherweise nicht nur Kamera und Aufnahmen, sondern auch Tickets, Navigation, Banking und Erreichbarkeit. Ein aktuelles Backup ist deshalb Pflicht, ersetzt das Smartphone unterwegs aber nicht.
Wer sein Hauptgerät nicht riskieren möchte, kann ein älteres Smartphone als feste Unterwasserkamera verwenden. Für mich bleibt das SeaTouch die bessere Wahl für kontrollierte Aufnahmen, während die GoPro bei Flexibilität und unkomplizierter Nutzung gewinnt.

