In meinem Khroom Seaview Pro Plus Test habe ich die neue Schnorchelmaske bei mehreren Schnorchelgängen ausprobiert und Erfahrungen zu Atemkomfort, Sichtfeld, Druckausgleich und Verarbeitung gesammelt. Hier zeige ich dir ehrlich, für wen sich die Maske eignet und wo ihre Grenzen liegen.
Das Wichtigste auf einen Blick
➡️ Produkttyp: Vollgesichts-Schnorchelmaske mit getrenntem Atemsystem
✅ Ideal für: Freizeit-Schnorchler, Schnorchler die abtauchen möchten
❌ Nicht ideal für: Ambitionierte Freitaucher oder Kinder bzw. Erwachsene mit schmalem Gesicht
👁️ Sichtfeld: Groß und offen, besonders gute Panorama- und Rundumsich
Das Produkt wurde mir vom Hersteller kostenfrei für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf meine Bewertung.
⚙️ Technische Daten & Besonderheiten
- Größen: S/M (bis ca. 1,70 m Körpergröße) · L/XL (größere Gesichtsformen)
- Passform: Flexibler Silikon-Nasenbereich mit aktiver Druckausgleich-Möglichkeit
- Atemsystem: Getrennte Atemkanäle für Ein- und Ausatemluft
- CO₂-Abfuhr: Mehrkammer-Ventilsystem für effektive Ausleitung verbrauchter Luft
- Atemwiderstand: Sehr gering, ruhige und natürliche Atmung
- Schnorchel: Integrierter Trockenschnorchel mit Dry-Top-Ventil
- Empfohlene Tiefe: Bis ca. 8–10 m beim Schnorcheln
- Material: Weiches Silikon + robuster Kunststoffrahmen
- Befestigung: Quick-Release-System am Hinterkopf
- Extras: Farbe Schwarz · Netzbeutel im Lieferumfang
🔍 So habe ich die Khroom Seaview Pro Plus getestet
Ich habe die Khroom Seaview Pro Plus auf den Malediven getestet, unter anderem beim Schnorcheln rund um Dhagethi, einer lokalen Insel mit sehr klarem Wasser und wechselnden Bedingungen. Die Bilder im Test stammen überwiegend von meiner Freundin, ich habe die Maske aber auch selbst über mehrere Sessions hinweg genutzt. Getestet wurde sie direkt vom Strand aus, bei ruhiger See ebenso wie bei leichtem Wellengang, also genau in den Situationen, in denen viele Freizeit-Schnorchler unterwegs sind.
👀 Erster Eindruck & Verarbeitung
Ähnlich wie die Khroom Seaview Pro (mein Testsieger des Schnorchelmaske Test) macht auch die Pro Plus direkt einen sehr hochwertigen Eindruck. Die Verarbeitung ist sauber, das Silikon fühlt sich weich und angenehm an und ich konnte keinerlei unsaubere Stellen oder Materialfehler erkennen. Die Maske liegt gut in der Hand und wirkt insgesamt sehr wertig.

Was sofort auffällt und bei Vollgesichts-Schnorchelmasken eher ungewöhnlich ist, ist der weiche Silikon-Nasenbereich. Dadurch ist ein aktiver Druckausgleich möglich, was sich im Wasser intuitiv und einfach bedienen lässt. Gerade beim kurzen Abtauchen ist das ein klarer Pluspunkt.

Im Bereich des Hinterkopfs setzt Khroom erstmals auf ein Quick-Release-System, das ich so von anderen Modellen des Herstellers nicht kenne. Das Sichtfeld wirkt groß und offen, zusätzlich ist eine integrierte Action-Cam-Halterung vorhanden. Die Bebänderung macht einen stabilen Eindruck und hält die Maske sicher in Position, ohne unangenehm zu drücken.
😌 Tragekomfort & Passform
Die Maske liegt sehr gut und gleichmäßig auf dem Gesicht auf. Über die Bebänderung lässt sie sich sauber und ohne viel Kraftaufwand anpassen, sodass sie sicher sitzt, ohne unangenehm zu drücken.


Beim Atmen wirkt die Khroom Seaview Pro Plus angenehm natürlich. Der Atemwiderstand ist spürbar gering und fällt im Vergleich zu vielen anderen Vollgesichtsmasken deutlich positiver aus. Die Atmung fühlt sich ruhig und entspannt an, selbst bei längeren Schnorchelphasen. Insgesamt vermittelt die Maske ein komfortables Tragegefühl, das gerade für Freizeit-Schnorchler ein großer Pluspunkt ist.
🌊 Khroom Seaview Pro Plus im Praxistest
Im Praxiseinsatz hat die Maske insgesamt einen soliden Eindruck hinterlassen. Die Atmung unter Wasser funktionierte zuverlässig und fühlte sich auch bei längerer Nutzung ruhig und gleichmäßig an. Es gab keinerlei Probleme mit Luftstau oder unangenehmem Atemwiderstand. Positiv ist auch, dass die Maske während des gesamten Tests nicht beschlagen ist und das Sichtfeld jederzeit ausreichend groß blieb.

Nach längerer Nutzung zeigten sich jedoch leichte Druckstellen im Gesichtsbereich, vor allem dann, wenn die Maske sehr fest angezogen wurde. In dieser Einstellung kam es außerdem vereinzelt zu leichtem Wassereintritt von unten. Lockert man die Bebänderung etwas, verschwinden die Druckstellen, allerdings sitzt die Maske dann spürbar sensibler. Hier ist ein wenig Feingefühl bei der Einstellung gefragt.

Das Abtauchen hat gut funktioniert und auch der Druckausgleich unter Wasser war möglich. Dabei spielt die individuelle Nasenform eine entscheidende Rolle. Bei mir hat der flexible Nasenbereich gut funktioniert, bei meiner Freundin sogar noch etwas besser. Insgesamt bietet die Maske ein klares Sichtfeld und eine gute Atmung, erfordert aber eine saubere Anpassung, um Druckstellen und leichten Wassereintritt zu vermeiden.
Beim Abnehmen der Maske hilft das Quick-Release-System am Hinterkopf deutlich. Man sollte den Mechanismus allerdings vorher ein paar Mal ausprobieren, damit man im Wasser auch blind weiß, wo und wie man ihn löst.

Was uns gefallen hat & was besser sein könnte
| 👍 Positiv aufgefallen | 👎 Verbesserungswürdig |
|---|---|
| Ruhige, gleichmäßige Atmung ohne spürbaren Widerstand | Bei sehr festem Sitz können nach längerer Zeit Druckstellen entstehen |
| Kein Beschlagen während des gesamten Tests | Leichter Wassereintritt von unten möglich, wenn die Maske zu stark angezogen wird |
| Weiches, hochwertiges Silikon ohne Verarbeitungsmängel | Nur in Schwarz erhältlich |
| Abtauchen und Druckausgleich möglich | Schnorchelspitze nicht in Signalfarbe |
🎯 Für wen ist sie geeignet?
✅ Geeignet für:
- Ambitionierte Freizeit-Schnorchler, die abtauchen möchten und Wert auf Druckausgleich über den Nasenbereich legen
- Urlaubsschnorchler, die längere Sessions mit guter Atmung, großem Sichtfeld und Komfort wollen
- Nutzer mit passender Gesichts- und Nasenform, bei denen der flexible Nasenbereich zuverlässig funktioniert
❌ Weniger geeignet für:
- Sehr schmale oder ungewöhnliche Nasenformen, bei denen der Druckausgleich nicht sauber greift
- Kinder oder kleine Gesichter, da die Maske trotz Größenwahl relativ voluminös ist
- Sportliche Freitaucher, die tief, schnell oder regelmäßig tauchen und ein extrem niedriges Innenvolumen brauchen
Khroom Seaview Pro Plus vs Decathlon Easybreath 900
Die Khroom Seaview Pro Plus und die Decathlon Easybreath 900 erlauben beide das kontrollierte Abtauchen inklusive Druckausgleich. In der Praxis sitzt die Seaview Pro Plus für mich jedoch spürbar bequemer. Das Silikon ist weicher, passt sich besser an das Gesicht an und der Atemwiderstand wirkt insgesamt angenehmer und freier, besonders bei längeren Schnorchel-Sessions. Auch der Druckausgleich unter Wasser funktioniert bei der Khroom dank des flexiblen Nasenbereichs etwas intuitiver, wobei das stark von der individuellen Nasenform abhängt.

Die Easybreath 900 punktet dafür mit einem klaren Sicherheitsvorteil: der Schnorchelspitze in Signalfarbe, die an der Oberfläche besser sichtbar ist. Dieser Aspekt fehlt bei der Seaview Pro Plus und kann in Bereichen mit Bootsverkehr relevant sein.
Insgesamt fühlt sich die Decathlon-Maske etwas steifer und funktionaler an, während die Khroom stärker auf Komfort und Atmung ausgelegt ist. Wer Wert auf möglichst angenehmes Tragen und ruhige Atmung legt, wird mit der Seaview Pro Plus glücklicher, wer Sichtbarkeit und ein sehr robustes Konzept bevorzugt, eher mit der Easybreath 900.