Riff TL 4000: Test, Erfahrungen & Review

Die RIFF TL 4000 habe ich bei mehreren Tauchgängen selbst eingesetzt und dabei Lichtbild, Spot- und Flood-Modus, Bedienung, Akkulaufzeit und Verarbeitung beurteilt. In meinem Riff TL 4000 Test zeige ich dir ihre Stärken und Schwächen sowie die Einsätze, für die sich die kompakte Hybridlampe eignet.
Bild von Marlon M.
Marlon M.

AOWD Taucher & Tester

Veröffentlicht

19. Dezember 2025

Aktualisiert:

Tauchlampe Riff TL 4000 wird getestet in Hand
Tauchliebe Gesamtbewertung
4.2 / 5
GUT
★★★★
Vielseitige Hybridlampe mit Spot, Flood und guter Laufzeit.
Verarbeitung & Robustheit
4.5 / 5
Bedienung & Handhabung
4.5 / 5
Lichtleistung & Lichtbild
4 / 5
Akku & Laufzeit
4 / 5
Preis-Leistungs-Verhältnis
4 / 5
Gut geeignet für dich, wenn du …
✓ Spot und Flood in einer Lampe möchtest
✓ eine direkte Bedienung per Drehring bevorzugst
✓ eine Hauptlampe auch für gelegentliche Aufnahmen suchst
Weniger geeignet für dich, wenn du …

✕ möglichst hohe Lichtleistung benötigst
✕ direktes USB-C-Laden bevorzugst

Lichtbild

Spot/Flood

Lichtleistung

1.200 Spot
2.600 Flood Lumen

Laufzeit

2 TG

Inhaltsverzeichnis

So habe ich die Riff TL 4000 Mk2 getestet

Bodensee, Malediven

Ich habe die RIFF TL 4000 MK2 bei mehr als 15 Tauchgängen auf den Malediven rund um Rasdhoo und Fuvahmulah sowie im Bodensee eingesetzt. Dazu gehörten Tages- und ein Nachttauchgang bis zu einer selbst erreichten Tiefe von 30 Metern. Meistens nutzte ich Spot und Flood mit voller Leistung.

Im Praxistest habe ich beide Lichtarten, die Ausleuchtung bei Schwebeteilchen, Foto- und Videoaufnahmen, Bedienung ohne Handschuhe sowie mit 2-mm-Handschuhen, Akkulaufzeit und sichtbare Gebrauchsspuren beurteilt. Mit 5-mm-Handschuhen prüfte ich das Drehrad zusätzlich an Land.

Jede Tauchlampe bewerte ich auf einer Skala von 1 bis 5 Punkten in halben Schritten. Die Gesamtnote entsteht aus fünf festen Kriterien. Lichtbild, Bedienung und Laufzeit gewichte ich besonders stark, weil eine hohe Lumenangabe allein wenig über die Praxistauglichkeit aussagt. Vor dem Tauchgang prüfe ich Gehäuse, Gewinde, O-Ringe, Akku und Bedienung. Unter Wasser bewerte ich Lichtbild, Helligkeit und Handhabung.

Bewertungskriterien
Lichtleistung & Lichtbild 30 %

Nutzbare Helligkeit, Abstrahlwinkel, Gleichmäßigkeit, Hotspots, Rückstreuung und Eignung für den Einsatz

Bedienung & Handhabung 20 %

Bedienung mit Tauchhandschuhen, Moduswechsel, Größe, Gewicht, Griff, Befestigungsmöglichkeiten und Schutz vor unbeabsichtigtem Einschalten

Akku & Laufzeit 20 %

Nutzbare Laufzeit, frühzeitiges Herunterregeln, Helligkeitsverlauf, Akkutyp, Wechselmöglichkeit und vorhandene Akkuwarnung

Verarbeitung & Robustheit 15 %

Gehäuse, Gewinde, O-Ringe, Schalter, Glas/Linse, Materialqualität, Verschleiß, Korrosionsanfälligkeit und Zustand nach längerer Nutzung

Preis-Leistung​ 15 %

Preis-Leistung bewertet, wie konkurrenzfähig Ausstattung, Lieferumfang und Gesamtleistung zum üblichen Marktpreis der Lampe sind.

Mehr zu meinem allgemeinen Testansatz findest du unter: So teste ich Tauchausrüstung.

Notenskala
5 / 5

Herausragend

4,5 / 5

Sehr gut

4 / 5

Gut

3,5 / 5

Solide mit kleineren Abstrichen

3/ 5

Solide, aber mit klaren Kompromissen

2,5 / 5

nur bedingt empfehlenswert

2 / 5

Schwach

1 / 5

Nicht empfehlenswert

Die Gesamtnote ergibt sich aus der gewichteten Bewertung der fünf Kriterien. Lumen und maximale Tauchtiefe sind Herstellerangaben und keine eigenen Messwerte.

⚙️ Technische Daten

LichtsystemSeparates Flood- und Spotlicht
Maximale Lichtleistung2.600 Lumen Flood, 1.200 Lumen Spot
LEDs8 × CREE XP-G3 R5 für Flood, 2 × CREE XP-G3 R5 für Spot
Leuchtstufen und ModiFlood und Spot jeweils mit 50 oder 100 Prozent
Abstrahlwinkel110° Flood, 20° Spot
Farbtemperatur5.000–5.500 K Flood, etwa 6.500 K Spot
Leuchtdauer FloodEtwa 90 Minuten bei 100 Prozent, 150 Minuten bei 50 Prozent
Leuchtdauer SpotEtwa 150 Minuten bei 100 Prozent, 240 Minuten bei 50 Prozent
AkkuWechselbarer 26650-Lithium-Ionen-Akku mit Überladungs- und Verpolungsschutz
LademethodeEntnommener Akku im separaten Ladegerät
BedienungDrehring zum Wechseln und Dimmen der Lichtarten
Abmessungen145 × 45 mm, Gehäusedurchmesser 30,5 mm
Gewicht laut Hersteller193g
Gewicht nachgewogen285g mit Akku
Maximale Tauchtiefe100 bis 125 m laut Produktbeschreibung der MK2
Quelle technische DatenProduktdaten zur RIFF TL 4000 MK2

 

📦 Erster Eindruck, Verarbeitung & Lieferumfang

Die RIFF TL 4000 MK2 wird in einem stabilen Softcase mit passender Einlage geliefert. Enthalten sind die Lampe, ein 26650-Akku, das separate Ladegerät, eine Handschlaufe, Ersatz-O-Ringe und eine Bedienungsanleitung. Lampe und Zubehör liegen sicher im Case und lassen sich geschützt transportieren.

Riff Tauchlampe liegt auf schwarzem Softcase auf Tauchliebe Handtuch
Die RIFF TL 4000 MK2 mit Softcase und Zubehör.

Das Aluminiumgehäuse wirkt massiv und sauber verarbeitet. Die Gewinde laufen leichtgängig, während Glas und Oberfläche bei meinem Exemplar keine erkennbaren Verarbeitungsfehler zeigen. Von vorne sind die getrennten LEDs für das breite Flood-Licht und den Spot deutlich zu erkennen.

Spot und Flood LEDs der Tauchlampe
Die acht Flood-LEDs und zwei Spot-LEDs sind getrennt angeordnet.

Nach mehr als 15 Tauchgängen auf den Malediven zeigt die Lampe kaum Gebrauchsspuren. Wassereintritt, Aussetzer oder andere technische Probleme gab es bislang nicht. Lediglich das Kunststoffdrehrad besitzt inzwischen etwas Spiel und wirkt weniger hochwertig als das restliche Gehäuse. Auch die nicht farblich hervorgehobene Positionsmarkierung ist schwerer abzulesen.

Verarbeitung & Robustheit: 4,5 von 5. Gehäuse, Glas und Gewinde überzeugen auch nach mehr als 15 Tauchgängen. Das Kunststoffdrehrad mit leichtem Spiel verhindert die Höchstnote.

✋ Bedienung und Handhabung

Die RIFF TL 4000 MK2 wird über einen griffigen Drehring gesteuert. In der Mittelstellung ist sie ausgeschaltet, nach links aktivierst du das Flood-Licht und nach rechts den Spot. Beide Lichtarten besitzen jeweils eine Stufe mit 50 und 100 Prozent Leistung. Die einzelnen Positionen rasten spürbar ein und lassen sich einhändig wechseln.

Graue Riff Tauchlampe wird in der Hand gehalten und gegen eine Wand geleuchtet
Der Drehring ermöglicht den direkten Wechsel zwischen Spot- und Flood-Licht.

Ohne Handschuhe und mit dünnen 2-mm-Handschuhen funktioniert die Bedienung unter Wasser problemlos. Mit 5-mm-Neoprenhandschuhen habe ich den Drehring nur an Land ausprobiert, auch dabei ließ er sich gut greifen und drehen. Weniger gelungen ist die Positionsmarkierung: Sie hebt sich farblich kaum ab, weshalb der gewählte Modus unter Wasser nicht immer sofort erkennbar ist.

Gewicht und Balance empfinde ich unter Wasser als angenehm. Ich habe die Lampe immer mit einem Retractor gesichert und konnte sie gut am Jacket verstauen. Versehentlich eingeschaltet hat sie sich bei mir bislang nicht. An Land erwärmt sie sich auf voller Leistung, wird aber nicht sofort übermäßig heiß. Das Drehrad funktioniert trotz des leichten Spiels auch nach mehr als 15 Tauchgängen zuverlässig.

Bedienung & Handhabung: 4,5 von 5. Der direkte Moduswechsel, die klaren Raststufen und das sichere Handling überzeugen. Die schlecht sichtbare Positionsmarkierung verhindert die Höchstnote.

🔦 Lichtleistung & Lichtbild im Praxistest

Ich habe die RIFF TL 4000 MK2 auf den Malediven und im Bodensee bei Tages- und einem Nachttauchgang bis 30 Meter Tiefe eingesetzt. Meistens nutzte ich beide Lichtarten mit 100 Prozent Leistung: den Spot zum gezielten Ausleuchten und das Flood-Licht für Foto- und Videoaufnahmen.

Unterwasseraufnahme Riff Tauchlampe TL 4000 angeschaltet vor Riff
Unter Wasser lässt sich direkt zwischen dem schmalen Spot und dem breiten Flood-Licht wechseln.

Der Spot besitzt einen konzentrierten Mittelpunkt mit etwas schwächerem Streulicht. Er eignet sich gut zur Orientierung, für die Kommunikation mit dem Buddy und zum Ausleuchten dunkler Bereiche am Riff oder Wrack. Bei schlechterer Sicht wurden Schwebeteilchen nicht übermäßig stark angestrahlt.

Das Flood-Licht verteilt sich gleichmäßig und zeigt keine störenden Hotspots oder auffälligen Ringe. Für einzelne Foto- und Videoaufnahmen reicht eine Lampe aus, besonders hell ist sie dabei jedoch nicht. Für eine kräftigere und gleichmäßigere Ausleuchtung würde ich zwei Lampen verwenden. Spot und Flood wirken farblich relativ ähnlich, wobei der Spot etwas kühler ausfällt.

Fisch wird mit Flood Licht einer Tauchlampe angestrahlt
Das breite Flood-Licht leuchtet nahe Motive gleichmäßig aus.

Die Helligkeit bleibt während des Tauchgangs weitgehend stabil und wird nur geringfügig heruntergeregelt. Als Hauptlampe ist die TL 4000 für gewöhnliche Sporttauchgänge gut geeignet. Ihre Stärke liegt in der Kombination aus Spot und Flood, nicht in maximaler Lichtleistung.

Lichtleistung & Lichtbild: 4,0 von 5. Spot und Flood liefern ein gleichmäßiges und vielseitiges Lichtbild. Für eine höhere Bewertung fehlt besonders dem Flood-Modus etwas Leistung.

🔋 Akku & Laufzeit

Bei meinen Tauchgängen auf den Malediven hielt der Akku zwei vollständige Tauchgänge durch. Dabei wechselte ich zwischen Spot und Flood und nutzte überwiegend die 100-Prozent-Stufe. Laut Hersteller erreicht das Flood-Licht etwa 90 beziehungsweise 150 Minuten und der Spot 150 beziehungsweise 240 Minuten bei voller oder halber Leistung.

Die Helligkeit blieb im praktischen Einsatz weitgehend stabil und wurde erst nach längerer Nutzung geringfügig reduziert. Der wechselbare 26650-Akku muss zum Laden entnommen und in das mitgelieferte Ladegerät eingesetzt werden. Eine direkte USB-C-Lademöglichkeit fehlt, mit einem Ersatzakku sind aber mehrere Tauchgänge hintereinander möglich.

Akku & Laufzeit: 4,0 von 5. Zwei vollständige Tauchgänge und die weitgehend stabile Leistung überzeugen. Das separate Ladegerät und die fehlende USB-C-Lademöglichkeit kosten Punkte.

Was mir gefallen hat und was besser sein könnte

👍 Was mir gefallen hat👎 Was besser sein könnte
Direkter Wechsel zwischen Spot und FloodPositionsanzeige am Drehrad schlecht erkennbar
Einhändige Bedienung mit klaren StufenKunststoffdrehrad wirkt weniger hochwertig und besitzt etwas Spiel
Gleichmäßiges Flood-Licht ohne störende HotspotsKeine direkte USB-C-Lademöglichkeit
Bedienung mit dünnen Handschuhen problemlosSeparates Ladegerät auf Reisen erforderlich
Zwei vollständige Tauchgänge mit einer Akkuladung
Angenehme Balance und gute Verstaubarkeit

Vergleich zu anderen Tauchlampen aus der Praxis

Die RIFF TL 4000 MK2, die Wurkkos DL10R und die OrcaTorch D710 gehören nahezu zur gleichen Größenklasse. Im Praxiseinsatz unterscheiden sie sich vor allem bei Lichtbild, Bedienung und Akkulaufzeit.

ModellGrößte StärkeWichtigste Einschränkung
RIFF TL 4000 MK2Spot und Flood, dadurch am vielseitigsten für Foto und VideoWeniger hell als die DL10R, separates Ladegerät
Wurkkos DL10RHöchste Lichtleistung und gut bedienbarer DrehringKein Flood-Licht
OrcaTorch D710Engster Spot und gute AkkulaufzeitKnopf mit dicken Handschuhen weniger komfortabel
Graue Riff Tauchlampe liegt neben schwarer Wurkkos Tauchlampe - identische Größe
RIFF TL 4000 MK2 und Wurkkos DL10R sind nahezu gleich groß.

Wenn du möglichst viel Helligkeit suchst, ist die DL10R die bessere Hauptlampe. Die D710 bietet den engsten Spot und die längere Laufzeit. Die RIFF TL 4000 ist dagegen die vielseitigste Wahl, wenn du während eines Tauchgangs zwischen gezieltem Spot und breitem Licht für Aufnahmen wechseln möchtest.

Bei schlechter Sicht konnte ich keinen eindeutigen Sieger feststellen. Mit dicken Handschuhen gefallen mir die Drehringe von RIFF und Wurkkos besser als die Knopfbedienung der D710. Für Reisen sind alle drei kompakt, bei der RIFF muss jedoch zusätzlich das separate Ladegerät ins Gepäck.

Mein Testfazit zur Riff TL 4000 Mk2: Lohnt sich der Kauf?

Die RIFF TL 4000 MK2 hat sich bei mehr als 15 Tauchgängen als vielseitige und zuverlässige Tauchlampe erwiesen. Ihr größter Vorteil ist der direkte Wechsel zwischen konzentriertem Spot und gleichmäßigem Flood-Licht. Für gewöhnliche Sporttauchgänge und gelegentliche Aufnahmen reicht die Leistung aus, besonders hell ist sie jedoch in keinem der beiden Modi. Sie passt vor allem zu Tauchern, die eine kompakte Hauptlampe und einfache Videobeleuchtung in einem Gerät suchen.
Preis-Leistung: 4 von 5 Punkten Mit einem Preis von etwa 215 bis 240 Euro ist die RIFF TL 4000 MK2 deutlich teurer als einfache Spotlampen. Dafür bekommst du zwei sinnvoll getrennte Lichtarten, eine gute Verarbeitung, einen wechselbaren Akku und eine zuverlässige Laufzeit über zwei Tauchgänge. Das Kunststoffdrehrad, das separate Ladegerät und die begrenzte Leistung des Flood-Lichts verhindern eine höhere Bewertung.
Meine Gesamtbewertung
4.2 / 5
★★★★
GUT
Riff TL 4000 Mk2 kaufen
Bild von Marlon
Marlon

Hi, ich bin Marlon. Ich bin aktiver Taucher, Reisender und der Kopf hinter Tauchliebe.de. Ich teste Tauchausrüstung unter echten Bedingungen im Wasser, vom Bodensee bis zu Tauchreisen im Ausland. Dabei achte ich nicht auf Werbeversprechen, sondern darauf, wie sich eine Maske, Lampe oder Flosse wirklich trägt, bedienen lässt und unter Wasser funktioniert.

Auf Tauchliebe teile ich meine Erfahrungen, eigene Fotos und Einschätzungen, damit du Ausrüstung findest, die zu deinem Tauchstil passt.

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