📦 Erster Eindruck, Verarbeitung & Lieferumfang
Die RIFF TL 4000 MK2 wird in einem stabilen Softcase mit passender Einlage geliefert. Enthalten sind die Lampe, ein 26650-Akku, das separate Ladegerät, eine Handschlaufe, Ersatz-O-Ringe und eine Bedienungsanleitung. Lampe und Zubehör liegen sicher im Case und lassen sich geschützt transportieren.

Das Aluminiumgehäuse wirkt massiv und sauber verarbeitet. Die Gewinde laufen leichtgängig, während Glas und Oberfläche bei meinem Exemplar keine erkennbaren Verarbeitungsfehler zeigen. Von vorne sind die getrennten LEDs für das breite Flood-Licht und den Spot deutlich zu erkennen.

Nach mehr als 15 Tauchgängen auf den Malediven zeigt die Lampe kaum Gebrauchsspuren. Wassereintritt, Aussetzer oder andere technische Probleme gab es bislang nicht. Lediglich das Kunststoffdrehrad besitzt inzwischen etwas Spiel und wirkt weniger hochwertig als das restliche Gehäuse. Auch die nicht farblich hervorgehobene Positionsmarkierung ist schwerer abzulesen.
Verarbeitung & Robustheit: 4,5 von 5. Gehäuse, Glas und Gewinde überzeugen auch nach mehr als 15 Tauchgängen. Das Kunststoffdrehrad mit leichtem Spiel verhindert die Höchstnote.
✋ Bedienung und Handhabung
Die RIFF TL 4000 MK2 wird über einen griffigen Drehring gesteuert. In der Mittelstellung ist sie ausgeschaltet, nach links aktivierst du das Flood-Licht und nach rechts den Spot. Beide Lichtarten besitzen jeweils eine Stufe mit 50 und 100 Prozent Leistung. Die einzelnen Positionen rasten spürbar ein und lassen sich einhändig wechseln.

Ohne Handschuhe und mit dünnen 2-mm-Handschuhen funktioniert die Bedienung unter Wasser problemlos. Mit 5-mm-Neoprenhandschuhen habe ich den Drehring nur an Land ausprobiert, auch dabei ließ er sich gut greifen und drehen. Weniger gelungen ist die Positionsmarkierung: Sie hebt sich farblich kaum ab, weshalb der gewählte Modus unter Wasser nicht immer sofort erkennbar ist.
Gewicht und Balance empfinde ich unter Wasser als angenehm. Ich habe die Lampe immer mit einem Retractor gesichert und konnte sie gut am Jacket verstauen. Versehentlich eingeschaltet hat sie sich bei mir bislang nicht. An Land erwärmt sie sich auf voller Leistung, wird aber nicht sofort übermäßig heiß. Das Drehrad funktioniert trotz des leichten Spiels auch nach mehr als 15 Tauchgängen zuverlässig.
Bedienung & Handhabung: 4,5 von 5. Der direkte Moduswechsel, die klaren Raststufen und das sichere Handling überzeugen. Die schlecht sichtbare Positionsmarkierung verhindert die Höchstnote.
🔦 Lichtleistung & Lichtbild im Praxistest
Ich habe die RIFF TL 4000 MK2 auf den Malediven und im Bodensee bei Tages- und einem Nachttauchgang bis 30 Meter Tiefe eingesetzt. Meistens nutzte ich beide Lichtarten mit 100 Prozent Leistung: den Spot zum gezielten Ausleuchten und das Flood-Licht für Foto- und Videoaufnahmen.

Der Spot besitzt einen konzentrierten Mittelpunkt mit etwas schwächerem Streulicht. Er eignet sich gut zur Orientierung, für die Kommunikation mit dem Buddy und zum Ausleuchten dunkler Bereiche am Riff oder Wrack. Bei schlechterer Sicht wurden Schwebeteilchen nicht übermäßig stark angestrahlt.
Das Flood-Licht verteilt sich gleichmäßig und zeigt keine störenden Hotspots oder auffälligen Ringe. Für einzelne Foto- und Videoaufnahmen reicht eine Lampe aus, besonders hell ist sie dabei jedoch nicht. Für eine kräftigere und gleichmäßigere Ausleuchtung würde ich zwei Lampen verwenden. Spot und Flood wirken farblich relativ ähnlich, wobei der Spot etwas kühler ausfällt.

Die Helligkeit bleibt während des Tauchgangs weitgehend stabil und wird nur geringfügig heruntergeregelt. Als Hauptlampe ist die TL 4000 für gewöhnliche Sporttauchgänge gut geeignet. Ihre Stärke liegt in der Kombination aus Spot und Flood, nicht in maximaler Lichtleistung.
Lichtleistung & Lichtbild: 4,0 von 5. Spot und Flood liefern ein gleichmäßiges und vielseitiges Lichtbild. Für eine höhere Bewertung fehlt besonders dem Flood-Modus etwas Leistung.
🔋 Akku & Laufzeit
Bei meinen Tauchgängen auf den Malediven hielt der Akku zwei vollständige Tauchgänge durch. Dabei wechselte ich zwischen Spot und Flood und nutzte überwiegend die 100-Prozent-Stufe. Laut Hersteller erreicht das Flood-Licht etwa 90 beziehungsweise 150 Minuten und der Spot 150 beziehungsweise 240 Minuten bei voller oder halber Leistung.
Die Helligkeit blieb im praktischen Einsatz weitgehend stabil und wurde erst nach längerer Nutzung geringfügig reduziert. Der wechselbare 26650-Akku muss zum Laden entnommen und in das mitgelieferte Ladegerät eingesetzt werden. Eine direkte USB-C-Lademöglichkeit fehlt, mit einem Ersatzakku sind aber mehrere Tauchgänge hintereinander möglich.
Akku & Laufzeit: 4,0 von 5. Zwei vollständige Tauchgänge und die weitgehend stabile Leistung überzeugen. Das separate Ladegerät und die fehlende USB-C-Lademöglichkeit kosten Punkte.
Was mir gefallen hat und was besser sein könnte
| 👍 Was mir gefallen hat | 👎 Was besser sein könnte |
|---|---|
| Direkter Wechsel zwischen Spot und Flood | Positionsanzeige am Drehrad schlecht erkennbar |
| Einhändige Bedienung mit klaren Stufen | Kunststoffdrehrad wirkt weniger hochwertig und besitzt etwas Spiel |
| Gleichmäßiges Flood-Licht ohne störende Hotspots | Keine direkte USB-C-Lademöglichkeit |
| Bedienung mit dünnen Handschuhen problemlos | Separates Ladegerät auf Reisen erforderlich |
| Zwei vollständige Tauchgänge mit einer Akkuladung | |
| Angenehme Balance und gute Verstaubarkeit |
Vergleich zu anderen Tauchlampen aus der Praxis
Die RIFF TL 4000 MK2, die Wurkkos DL10R und die OrcaTorch D710 gehören nahezu zur gleichen Größenklasse. Im Praxiseinsatz unterscheiden sie sich vor allem bei Lichtbild, Bedienung und Akkulaufzeit.
| Modell | Größte Stärke | Wichtigste Einschränkung |
|---|---|---|
| RIFF TL 4000 MK2 | Spot und Flood, dadurch am vielseitigsten für Foto und Video | Weniger hell als die DL10R, separates Ladegerät |
| Wurkkos DL10R | Höchste Lichtleistung und gut bedienbarer Drehring | Kein Flood-Licht |
| OrcaTorch D710 | Engster Spot und gute Akkulaufzeit | Knopf mit dicken Handschuhen weniger komfortabel |

Wenn du möglichst viel Helligkeit suchst, ist die DL10R die bessere Hauptlampe. Die D710 bietet den engsten Spot und die längere Laufzeit. Die RIFF TL 4000 ist dagegen die vielseitigste Wahl, wenn du während eines Tauchgangs zwischen gezieltem Spot und breitem Licht für Aufnahmen wechseln möchtest.
Bei schlechter Sicht konnte ich keinen eindeutigen Sieger feststellen. Mit dicken Handschuhen gefallen mir die Drehringe von RIFF und Wurkkos besser als die Knopfbedienung der D710. Für Reisen sind alle drei kompakt, bei der RIFF muss jedoch zusätzlich das separate Ladegerät ins Gepäck.