📦 Unboxing & erster Eindruck
Mein Set der Scubapro Nova 1000R wurde in einem stabilen Softcase mit passgenauer Einlage geliefert. Enthalten waren Lampe, 21700-Akku, externe Ladestation, Ladekabel, Handschlaufe, Ersatz-O-Ringe und Bedienungsanleitung. Damit ist alles Wichtige für den direkten Einsatz und den sicheren Transport vorhanden.

Durch den kurzen Griff und das breite Gehäuse wirkt die Lampe etwas bullig, liegt aber angenehm in der Hand. Aluminiumgehäuse, Glas, Druckknopf und Eloxierung machen einen hochwertigen Eindruck. Die gefetteten Gewinde laufen sauber und die beiden roten O-Ringe sitzen ordentlich. Auffällig ist die weit nach vorn gezogene Abdeckung des Lampenkopfs. Sie schirmt den Spot seitlich ab und soll in der Praxis verhindern, dass andere Taucher schnell geblendet werden. Zusätzlich besitzt die Lampe ein Überdruckventil.

Nach vier Tauchgängen sind an meinem Exemplar noch keine Kratzer oder anderen Gebrauchsspuren sichtbar. Wassereintritt, Korrosion oder technische Probleme gab es bislang ebenfalls nicht.
Verarbeitung & Robustheit: 4,5 von 5. Die Nova 1000R ist hochwertig verarbeitet und zeigte bislang keine Schwächen, muss ihre Haltbarkeit aber noch über mehr Tauchgänge beweisen.
✋ Bedienung und Handhabung
Vor der Nutzung muss die Scubapro Nova 1000R mit fünf schnellen Klicks innerhalb von drei Sekunden entsperrt werden. Sobald die blaue Standby-Anzeige leuchtet, schaltet ein längerer Tastendruck die Lampe auf volle Leistung. Weitere Klicks wechseln zu 50 Prozent und anschließend zurück in den Standby-Modus. Die Anzeige ist unter Wasser ausreichend erkennbar, das Entsperren benötigte bei mir allerdings gelegentlich mehrere Versuche.

Die Nova 1000R wird vollständig über den Druckknopf bedient.
Einhändig lässt sich der Knopf ordentlich bedienen und sein Druckpunkt ist ausreichend klar. Mit 5-mm-Neoprenhandschuhen funktioniert die Bedienung ebenfalls, könnte aber komfortabler sein. Der kurze Griff und die breite Bauform sind gewöhnungsbedürftig. Gewicht und Balance passen dagegen gut, außerdem lässt sich die Lampe ordentlich im Jacket verstauen. Versehentlich eingeschaltet hat sie sich bei mir nicht und der Knopf funktioniert nach vier Tauchgängen weiterhin fehlerfrei.
Bedienung & Handhabung: 3,5 von 5. Balance und grundlegende Bedienung passen, das unzuverlässige Entsperren, der kurze Griff und die Bedienung mit dicken Handschuhen kosten jedoch Punkte.
🔦 Lichtleistung & Lichtbild im Praxistest
Ich habe die Scubapro Nova 1000R bei vier Tauchgängen in Ägypten und im Bodensee eingesetzt. Dazu gehörten Tages- und Wracktauchgänge, unter anderem an der SS Thistlegorm. Die Lampe diente mir überwiegend als Backup und lief meistens mit voller Leistung.
Mit 1.000 Lumen gehört die Nova 1000R nicht zu den besonders hellen Tauchlampen. Der gebündelte 8°-Spot reicht aber aus, um sich in dunklen Wrackbereichen zu orientieren sowie Spalten und einzelne Details gezielt auszuleuchten. An der Thistlegorm funktionierte das zuverlässig, für die vollständige Ausleuchtung größerer Räume fehlt ihr jedoch Leistung. Bei hellem Tageslicht wird der vergleichsweise schwache Spot schnell überlagert.

Der Lichtkegel besitzt einen hellen Mittelpunkt, mehrere sichtbare Ringe und schwächeres Streulicht.
Das Lichtbild ist nicht vollständig gleichmäßig. Um den engen Hotspot sind mehrere Ringe und ein breiteres, deutlich schwächeres Streulicht erkennbar. In leicht trübem Wasser blieb der Spot nutzbar. Für Fotos und Videos ist das ringförmige Lichtbild weniger geeignet, da der helle Mittelpunkt Motive ungleichmäßig ausleuchtet. Dafür passt eine Flood-Lampe bzw. Unterwasser Videolampe besser.

Beim Wracktauchgang an der SS Thistlegorm reichte der Spot zur Orientierung und zum gezielten Ausleuchten von Details.
Lichtleistung & Lichtbild: 4 von 5. Der fokussierte Spot eignet sich als Backup und für einzelne Details, bietet aber nur begrenzte Leistung und kein besonders gleichmäßiges Lichtbild.
🔋 Akku und Laufzeit
Die Scubapro Nova 1000R verwendet einen wechselbaren 21700-Akku. Bei meinen vier Tauchgängen hielt er problemlos einen vollständigen Tauchgang durch, teilweise war auch ein zweiter Einsatz ohne Zwischenladen möglich. Scubapro nennt eine maximale Laufzeit von bis zu 2,5 Stunden bei voller Leistung.
Zum Laden muss die Lampe geöffnet und der Akku in die mitgelieferte externe Ladestation eingesetzt werden. Diese nutzt Micro-USB statt USB-C und benötigt zusätzlich Platz im Reisegepäck. Das Laden funktioniert zuverlässig, ist im Vergleich zu Lampen mit USB-C-Anschluss direkt am Akku aber deutlich umständlicher.

Akku & Laufzeit: 4,0 von 5. Die Laufzeit und der wechselbare Akku überzeugen, die separate Micro-USB-Ladestation ist jedoch nicht mehr zeitgemäß.
Was mir gefallen hat und was besser sein könnte
| 👍 Was mir gefällt | 👎 Was besser sein könnte |
|---|---|
| Hochwertige Verarbeitung mit sauber laufenden Gewinden | Entsperren / Sperren benötigt gelegentlich mehrere Versuche |
| Enger Spot für Details und dunkle Bereiche | Sichtbare Ringe im Lichtbild |
| Wechselbarer Akku mit guter Praxisausdauer | Begrenzte Leistung für größere Bereiche |
| Gute Balance unter Wasser | Kurzer Griff und breite Bauform gewöhnungsbedürftig |
| Umfangreiches Zubehör im stabilen Softcase | Externe Ladestation mit Micro-USB erforderlich |
Vergleich zu anderen Tauchlampen aus der Praxis
Die Scubapro Nova 1000R liegt in einer ähnlichen Größen- und Gewichtsklasse wie die RIFF TL 4000 und die Wurkkos DL10R. Im direkten Vergleich besitzt sie jedoch den breitesten Lampenkopf und wirkt dadurch bulliger. Ihr seitlicher Sichtschutz ist eine Besonderheit und reduziert, dass andere Taucher vom Spot geblendet werden.
| Modell | Größte Stärke | Wichtigste Einschränkung |
|---|---|---|
| Scubapro Nova 1000R | Robuste Backup-Lampe mit seitlichem Sichtschutz | Geringste Lichtleistung und umständliche Knopfbedienung |
| RIFF TL 4000 | Spot und Flood für Tauchen sowie Aufnahmen | Separates Ladegerät erforderlich |
| Wurkkos DL10R | Höchste Lichtleistung und komfortabler Drehring | Kein echtes Flood-Licht |

Als leistungsstarke Hauptlampe ist die DL10R die bessere Wahl. Die RIFF TL 4000 bietet durch Spot und Flood mehr Flexibilität für Foto und Video. Die Nova 1000R eignet sich vor allem als solide Backup-Lampe, wenn dir Verarbeitung und der abgeschirmte Spot wichtiger sind als maximale Helligkeit.