Eine GoPro beim Tauchen sicher zu befestigen, schützt nicht nur deine Kamera, sondern verhindert auch baumelndes Equipment und unnötige Gefahren unter Wasser. Ob 2-Hand-Tray, Handgriff, Retractor oder Maskenhalterung: Welche Halterung passt, hängt davon ab, wie du filmst und ob deine Hände frei bleiben sollen.
🔎 Auf einen Blick: So sicherst du deine GoPro beim Tauchen
- ✅ Beste Lösung für ruhige Videos: 2-Hand-Tray mit zusätzlicher Sicherung am D-Ring
- 🎥 Praktisch für kurze Clips: Handgriff oder kurzer Teleskopgriff mit Handschlaufe
- 🔗 Als Verlustschutz: Kurzes Spiralkabel oder Retractor, niemals lose baumeln lassen
- 🤿 Für POV-Aufnahmen: Maskenhalterung, aber eher als zweite Perspektive
- ⚠️ Wichtig: Befestige die GoPro nie an Inflator, Reglerschlauch oder Oktopus
- 🌊 Mein Tipp: Kamera immer so sichern, dass du sie loslassen und sauber am Jacket verstauen kannst
Welche GoPro Halterung ist beim Tauchen die beste?
Welche GoPro Halterung beim Tauchen die beste ist, hängt davon ab, ob du ruhige Videos filmen, deine Hände frei haben oder die Kamera nur sicher transportieren möchtest.
2-Hand-Tray: Die beste Lösung für ruhige Videos
Ein 2-Hand-Tray ist die beste GoPro Halterung für dich, wenn du beim Tauchen nicht nur kurze Clips aufnehmen, sondern saubere Unterwasser-Videos filmen möchtest. Durch die beiden Griffe hältst du die Kamera ruhiger, vermeidest einen schiefen Horizont und kannst Schwenks kontrollierter aufnehmen.

So kannst du kannst Setup später problemlos auch mit einer Tauchlampe erweitern. Gerade bei tieferen Tauchgängen, schlechter Sicht oder Nahaufnahmen macht das richtige Licht einen größeren Unterschied als noch mehr GoPro-Einstellungen.
Ein Tray ist aber sperriger als ein einfacher Handgriff und belegt beide Hände. Für reine Urlaubsschnappschüsse ist es daher nicht immer nötig. Wenn du mit Tray tauchst sollte deine Tarierung auf jeden Fall schon sehr gut sein. Gut geeignet ist dafür das rechtt günstige Tray von Suptig:
💡 Mein Praxisfazit: Für normale Tauchgänge mit Videoabsicht ist ein 2-Hand-Tray meine klare Nummer eins. Besonders sinnvoll wird es, sobald du deine GoPro später mit Videolampe erweitern möchtest. 🔦
Handgriff und kurzer Teleskopgriff: Praktisch für spontane Clips
Ein Handgriff oder kurzer Teleskopgriff ist perfekt wenn du deine GoPro kompakt dabeihaben und bei interessanten Motiven schnell filmen möchtest. Gerade als Tauchanfänger bei entspannteren Rifftauchgängen hast du die Kamera griffbereit, ohne mit einem großen Tray tauchen zu müssen. Vorallem wenn die Tarierung noch nicht so ganz sitzt.

Im Vergleich zu einem 2-Hand-Tray hältst du die GoPro damit aber weniger ruhig. Besonders bei Strömung oder wenn du nur eine Hand frei hast, werden die Aufnahmen unruhiger. Achte deshalb auf einen griffigen Handgriff, den du auch mit Handschuhen sicher festhalten kannst.
Von langen Selfie-Sticks würde ich beim Tauchen abraten. Sie sind unter Wasser unhandlich, sorgen für verwackelte Aufnahmen und können andere Taucher oder Riffe stören. Ich selbst habe in meinen Tauchanfängen auch zuerst mit einem einfachen Handgriff gefilmt, bin dann aber auf ein Tray umgestiegen.
💡 Mein Praxisfazit: Für spontane Clips ist ein Handgriff sehr praktisch. Sobald du regelmäßig filmen und professionellere Aufnahmen mit weniger Wacklern machen möchtest, ist ein 2-Hand-Tray die bessere Wahl. 📹
GoPro an der Taucherbrille befestigen: Nur für POV-Aufnahmen
Eine GoPro an der Taucherbrille beziehungsweise Tauchmaske zu befestigen, ist praktisch, weil deine Hände frei bleiben. Für ruhig gefilmte Unterwasser-Videos ist eine Maskenhalterung aber keine Lösung.
Die Kamera folgt jeder Kopfbewegung. Dadurch wirken die Aufnahmen hektisch, der Bildausschnitt ist schwer kontrollierbar und ausgeatmete Blasen kommen immer wieder ins Bild. Auch wenn du kurz nach unten schaust, um Ausrüstung, Tiefe oder Tauchcomputer zu prüfen, filmt die GoPro automatisch mit. Es gibt sowohl Tauchmasken mit integrierter Halterung (wie z.B. die SEAC One Pro) als auch eine nachträglich anbringbare Lösung von Scubapro, die aber etwas wackelig ist.
Spannend ist die Maskenhalterung trotzdem als zusätzliche POV-Perspektive für kurze Clips, etwa bei einem besonderen Tiermoment oder als Ergänzung zu Aufnahmen mit Handgriff oder Tray.
💡 Mein Fazit: Eine GoPro an der Taucherbrille zu befestigen, ist eine interessante Zusatzperspektive. Als Hauptkamera-Halterung empfehle ich sie beim Tauchen nicht. 🎥
Diese GoPro-Halterungen empfehle ich zum Tauchen nicht
Nicht jede GoPro-Halterung für Wassersport passt auch zum Gerätetauchen. Von diesen Lösungen würde ich als erfahrener Taucher, der schon so gut wie alles ausprobiert hat eher abraten:
- Handgelenkhalterung: Die Kamera folgt jeder Armbewegung. Beim Tarieren, am Inflator oder beim Blick auf den Tauchcomputer werden Videos hektisch. Als reine Verlustsicherung kann ein Band sinnvoll sein, als Filmhalterung nicht.
- Brustgurt: Die GoPro sitzt beim Tauchen zwischen Jacket, Schläuchen und Brustgurt. Der Bildausschnitt ist schwer kontrollierbar und die Kamera stört beim An- und Ablegen.
- Langer Selfie-Stick: Unter Wasser ist er sperrig und sorgt für verwackelte Aufnahmen. Außerdem steigt das Risiko, den Buddy, eine Leine oder das Riff zu berühren.
- Befestigung an Inflator, Reglerschlauch oder Oktopus: Davon würde ich komplett abraten. Die Kamera kann Schläuche behindern, frei hängen oder sich verhaken.
⚠️ Mein Fazit: Eine gute GoPro-Halterung darf weder deine Bewegungsfreiheit noch deine Ausrüstung beeinträchtigen. Fürs Gerätetauchen sind Tray, kurzer Handgriff oder Maskenhalterung die sinnvolleren Lösungen.
GoPro beim Tauchen sichern und am Jacket verstauen
Eine gute Halterung reicht allein nicht aus. Deine GoPro sollte gegen Verlust gesichert sein und sich bei Bedarf am Tarierjacket verstauen lassen.
Spiralkabel und Lanyard: Die GoPro gegen Verlust sichern
Ein kurzes Spiralkabel oder Lanyard ist eine zusätzliche Sicherung, damit dir die GoPro beim Einstieg, in der Strömung oder bei einer unerwarteten Tierbegegnung nicht verloren geht. Befestige die Sicherung an einem D-Ring deines Jackets und achte darauf, dass die Leine möglichst kurz bleibt.

Wenn das Kabel aber zu lang, frei vor dir hängt, ist es keine gute Lösung. Es kann sich in Schläuchen, Leinen oder an der Ausrüstung deines Buddys verfangen und schlägt beim Tauchen gegen dich oder das Riff. Das Spiralkabel ist nur als Backup gedacht, du hältst die GoPro weiterhin fest am Handgriff oder Tray.
Auch als dauerhafte Hauptbefestigung ist ein Spiralkabel nicht gedacht. Deine Action Cam solltest du zum Verstauen mit Bolt Snap oder Retractor am D-Ring (nah an dir) befestigen. Wichtig ist hier ein hochwertiges Spiralkabel wie das von Cressi oder Mares mit einem Ring der nicht rostet. Bei den günstigen Amazon Modellen für 8 € hatte ich nach dem ersten Salzwasser Tauchgang schon Rost.
💡 Mein Tipp: Wenn ich nicht mit Retractor tauche, nutze ich ein Spiralkabel als kurze Verlustsicherung. Die GoPro bleibt damit geschützt, ohne dass beim Tauchen unnötig etwas lose am Körper hängt. 🔗
Retractor am Jacket: Gut für kompakte Setups
Wenn ich nicht mit Tray tauche ist ein Retractor am Jacket für mich die praktischste Möglichkeit meine GoPro zu sichern. Die Kamera bleibt dicht am Körper, ist bei Bedarf sofort ausziehbar und verschwindet wieder am D-Ring, sobald du sie loslässt. Gerade wenn du nur kurze Highlights filmen möchtest, ist das recht entspannt.

Ich nutze diese Lösung selbst besonders gerne, weil die GoPro nicht ständig in der Hand bleiben muss und trotzdem schnell griffbereit ist. Auf längeren Tauchgängen ist der dauerhafte Zug des Retractors beim Filmen aber etwas anstrengend. Je stärker die Rückzugskraft, desto mehr musst du die Kamera bewusst gegen den Zug halten. Zu schwer darf deine Ausrüstung daran auch nicht sein, da es sonst durchhängt.
Für eine kleine GoPro mit (leichtem!) Handgriff funktioniert ein Retractor deshalb gut. Für ein großes 2-Hand-Tray oder ein Setup mit Tauchlampen würde ich ihn nicht empfehlen, weil Gewicht und Hebelwirkung zu hoch werden.
💡 Mein Praxisfazit: Für kompakte GoPro-Setups ist ein Retractor meine Lieblingslösung. Bei längeren Videoaufnahmen ist ein Tray mit Spiralkabel angenehmer, weil kein dauerhafter Zug auf der Kamera liegt. 📹
GoPro mit Bolt Snap am D-Ring verstauen
Ein Bolt Snap ist keine Halterung zum Filmen, aber ideal, um deine GoPro beim Tauchen kurz am Jacket zu befestigen. Das ist praktisch, wenn du die Kamera gerade nicht brauchst, beide Hände frei haben möchtest oder sie vor dem Einstieg am Körper transportieren willst.
Befestige den Bolt Snap am besten an einem Schulter-D-Ring oder seitlichen D-Ring deines Jackets. So bleibt die GoPro nah am Körper und hängt nicht lose unter dem Jacket. Gerade beim Einstieg oder wenn du dich auf Tarierung und Buddy konzentrieren möchtest, ist das sicherer als eine frei baumelnde Kamera.
Achte auf einen stabilen Bolt Snap aus Edelstahl und prüfe vor jedem Tauchgang, ob Karabiner, Schraube und Halterung fest sitzen. Kleine Schlüsselring-Karabiner oder sehr leichte Kunststoffclips würde ich dafür nicht verwenden, weil sie sich leichter öffnen oder unter Belastung brechen können.
💡 Mein Tipp: Der Bolt Snap ist perfekt zum Verstauen, aber nicht als alleinige Verlustsicherung gedacht. Fürs Filmen bleibt die GoPro besser in der Hand, am Griff oder am Tray und wird zusätzlich über Spiralkabel oder Retractor gesichert. 🔗
Vor dem Einstieg: GoPro kurz prüfen
- Kamera sitzt fest am Handgriff, Tray oder an der Maskenhalterung.
- Schraube, Adapter und Karabiner sind fest geschlossen.
- Sicherung ist kurz genug und hängt nicht lose vor dem Körper.
- Die GoPro lässt sich sauber am D-Ring verstauen.
- Inflator, Oktopus und Reglerschläuche bleiben frei.
- Dein Buddy sieht keine lose hängende Leine oder Kamera.
✅ Mein Tipp: Mach diesen Check direkt beim Buddy-Check vor dem Einstieg. Dann merkst du sofort, ob etwas am Jacket hängt, im Weg ist oder sich später verhaken könnte.
Welches GoPro-Setup passt zu dir?
Je nach dem was du Unterwasser filmen möchtest, macht ein anderes Setup mehr sinn.
Der Gelegenheitstaucher: Für schnelle Urlaubs-Clips
Du möchtest im Urlaub ein paar Fische, deinen Buddy oder besondere Momente filmen, ohne dass die Kamera deinen gesamten Tauchgang bestimmt.
👉 Dein Setup: Kompakter Handgriff, Handschlaufe und ein Retractor oder Bolt Snap zum Verstauen am Jacket.
✅ Dein Vorteil: Wenig Wasserwiderstand, griffbereit und bei Bedarf am D-Ring verstaut. Dieses Setup passt gut für spontane Aufnahmen, bei denen du nicht dauerhaft filmen möchtest.
Der Video-Enthusiast: Für ruhige Aufnahmen mit Licht
Du möchtest längere Videos filmen, die Kamera ruhig führen und dein Setup später mit einer oder zwei Tauchlampen erweitern. Gerade bei nahen Motiven, in Tiefe, bei schlechter Sicht oder am Abend bringt gutes Licht mehr Farbe und Details ins Bild.
👉 Dein Setup: Stabiles 2-Hand-Tray, kurze Verlustsicherung am D-Ring und bei Bedarf eine oder zwei Tauchlampen auf Kugelarmen.
✅ Dein Vorteil: Die Zweihandführung sorgt für ruhigere Aufnahmen und einen geraderen Horizont. Das Tray ist außerdem die beste Grundlage, um Lampen flexibel auszurichten und Schwebeteilchen möglichst wenig direkt anzuleuchten.
Achte darauf, dass sich Gewicht und Auftrieb deines Setups unter Wasser verändern können. Ein großes Tray mit Lampen sollte sich nicht kopflastig anfühlen oder beim Filmen ständig nach oben oder unten ziehen.
Der POV-Taucher: Für Clips aus deiner Perspektive
Du möchtest zeigen, wie sich ein Tauchgang aus deiner Sicht anfühlt, und dabei beide Hände komplett frei haben. Das passt gut für kurze Erinnerungsclips, Reels oder Szenen, bei denen du nicht aktiv mit der Kamera arbeiten möchtest.
👉 Dein Setup: Maskenhalterung und eine leichte GoPro.
✅ Dein Vorteil: Du filmst direkt aus deiner Perspektive und erzeugst einen echten Mittendrin-Effekt.
Erwarte dabei aber keine ruhigen oder gezielten Aufnahmen. Jede Kopfbewegung, jeder Blick auf den Tauchcomputer und oft auch aufsteigende Atemblasen landen im Bild. Als zusätzliche Perspektive ist die Maskenhalterung spannend, als Hauptsetup für hochwertige Videos würde ich sie nicht wählen.
Häufige Fehler beim Befestigen einer GoPro beim Tauchen
Die meisten Probleme mit deiner GoPro entstehen nicht durch die Kamera selbst, sondern erst unter Wasser. Handschuhe, Ein- und Ausstieg, in Strömung oder wenn du plötzlich beide Hände für Leine, Boje oder deinen Buddy brauchst.
- Du unterschätzt die Bootsleiter: Vor dem Aufstieg solltest du deine GoPro eng und sicher am Jacket verstauen oder an die Crew geben. Hängt sie beim Ausziehen der Flossen oder bei Wellengang lose herum, schlägt sie schnell gegen die Stahlstufen der Leiter. Genau dort gehen Halterungen, Gehäuse oder Displays schnell kaputt.
- Du testest Karabiner und Schrauben nur mit bloßen Händen: Kleine Clips und glatte GoPro-Rändelschrauben wirken an Land unproblematisch. Mit nassen 5- oder 7-mm-Handschuhen werden sie schnell zur Fummelei. Dein Setup sollte sich auch mit Handschuhen und möglichst einhändig öffnen, schließen und verstauen lassen.
- Du platzierst die Kamera so, dass sie wichtige Handgriffe blockiert: Prüfe vor dem Einstieg bewusst, ob du trotz GoPro noch problemlos an Inflator, Tauchcomputer, Ablässe und deinen Oktopus kommst. Die Kamera darf auch nicht im Weg sein, wenn du eine Boje setzt, eine Leine hältst oder deinem Buddy helfen musst.
- Du setzt neues Zubehör erstmals beim besonderen Tauchgang ein: Ein neues Tray, ein Retractor oder eine andere Halterung fühlt sich an Land oft perfekt an. Erst unter Wasser merkst du, wie sich Gewicht, Auftrieb und Wasserlage verändern. Teste ein neues Setup deshalb zuerst im Pool, im Flachwasser oder bei einem entspannten Tauchgang ohne Strömung.
- Du ignorierst Salzwasser und Sand in beweglichen Teilen: Spüle Gehäuse, Schrauben, Karabiner und bewegliche Verbindungen nach Salzwasser-Tauchgängen mit Süßwasser ab und prüfe sie vor dem nächsten Tauchgang. Salzreste machen Clips schwergängig und können Korrosion fördern.

💡 Mein Praxischeck vor dem Einstieg: Kannst du die GoPro mit einer Hand sicher verstauen, während du mit der anderen gerade eine Leine, Boje oder deinen Buddy hältst? Falls nicht, ist dein Setup noch nicht fertig.
GoPro Halterung beim Tauchen kaufen: Darauf solltest du achten
Lass dich beim Kauf nicht von günstigen All-in-One-Zubehörboxen blenden. Vieles davon wirkt an Land praktisch, wird unter Wasser aber schnell fummelig oder lässt sich später nicht sinnvoll erweitern:
🛠️ Achte auf nachvollziehbare Materialangaben: Ein hochwertiges Tray sollte aus hart eloxiertem Aluminium oder robustem Polycarbonat bestehen. Bei Schrauben, Federn und Karabinern würde ich auf korrosionsbeständige Materialien achten. Entscheidend ist nicht nur das Material selbst, sondern auch, ob der Hersteller sauber angibt, was verbaut wurde.
🧩 Kaufe lieber ein modulares statt eines starren Trays: Möchtest du später mit Tauchlampen filmen, sollte dein Tray Erweiterungsmöglichkeiten für Lampenarme bieten. Besonders praktisch sind Systeme mit 1-Zoll-Kugelaufnahmen, weil du Lampen, Arme oder Auftriebskörper flexibel ergänzen kannst, ohne direkt ein neues Setup kaufen zu müssen.
📦 Prüfe, ob dein Tauchgehäuse wirklich hineinpasst: Manche günstigen Halterungen sind sehr eng gebaut und passen nur mit der nackten GoPro. Tauchst du deine Kamera im Unterwassergehäuse oder mit Rotfilter, braucht die Halterung genug Platz und einen sicheren Sitz. Welche GoPro und welches Gehäuse zu deiner geplanten Tauchtiefe passen, erkläre ich in meinem Beitrag zu den besten GoPros zum Tauchen.
🧤 Achte auf einen guten Griff statt nur auf ein schönes Design: Ein Handgriff oder Tray sollte auch dann sicher in der Hand liegen, wenn du mit nassen Handschuhen filmst. Strukturierte oder ergonomisch geformte Griffe geben deutlich mehr Kontrolle als glatter Hartplastik-Griffe.
⚖️ Denke an dein späteres Setup: Ein kleines Tray mit einer GoPro fühlt sich unter Wasser noch leicht an. Mit zwei Lampen, Armen und weiterem Zubehör verändern sich Gewicht, Auftrieb und Wasserlage aber spürbar.
Konkrete Empfehlungen zu GoPro-Gehäusen, Filtern, Lampen und weiterem Zubehör findest du in meinem Beitrag zum besten GoPro Unterwasser Zubehör für Taucher.
Häufige Fragen
Verbinde deine GoPro fest mit einem Handgriff oder 2-Hand-Tray und sichere sie zusätzlich mit einer kurzen Verlustsicherung, etwa einem Spiralkabel mit Edelstahl-Bolt-Snap, an einem stabilen D-Ring deines Jackets. Die Kamera sollte sich bei Nichtgebrauch eng am Körper verstauen lassen und nicht frei unter dir hängen.
Zum Sichern und Verstauen eignet sich ein Schulter- oder seitlicher D-Ring deines Jackets. Dort bleibt die GoPro nah am Körper und schnell griffbereit, ohne Inflator, Oktopus oder deine Bewegungsfreiheit zu blockieren. Zum Filmen selbst nimmst du sie besser in die Hand, da eine starre Befestigung am Jacket wenig kontrollierbare und oft unruhige Aufnahmen liefert.
Ein Retractor ist für minimalistische Setups mit GoPro und kurzem Handgriff sehr praktisch. Nach dem Filmen zieht er die Kamera wieder nah ans Jacket, ohne dass sie lose hängt. Für schwere Setups mit 2-Hand-Tray und Tauchlampen ist er ungeeignet. Bei längeren Aufnahmen kann die dauerhafte Zugkraft außerdem deine Hand ermüden.
Ein kurzes Spiralkabel ist eine sinnvolle Verlustsicherung, falls dir die Kamera beim Bootseinstieg, in Strömung oder bei einer Tierbegegnung aus der Hand rutscht. Wähle es so kurz, dass die GoPro nicht lose unter dir baumelt. Das Spiralkabel ersetzt aber keine saubere Halterung oder Verstauung am Jacket.
Ja, mit einer speziellen Maskenhalterung kannst du direkt aus deiner Perspektive filmen. Das eignet sich gut für kurze POV-Aufnahmen und Social-Media-Clips. Als Haupt-Halterung ist sie weniger geeignet, weil jede Kopfbewegung, jeder Blick auf den Tauchcomputer und oft auch aufsteigende Atemblasen das Video unruhig machen.
Für ruhige Unterwasser-Videos ist ein 2-Hand-Tray die beste Lösung. Durch die beidhändige Führung stabilisierst du den Horizont, verringerst Mikrowackler und hast eine gute Grundlage, um später externe Tauchlampen über Kugelgelenke nachzurüsten.
Nein. Befestige deine GoPro nicht am Inflatorschlauch, Reglerschlauch oder Oktopus. Kamera oder Sicherungsleine können den Zugriff auf wichtige Ausrüstung erschweren oder sich ungünstig verhaken. Nutze stattdessen einen stabilen D-Ring am Jacket und prüfe vor dem Einstieg, ob alle Schläuche frei erreichbar bleiben.
Fazit: Die beste GoPro-Halterung passt zu deinem Tauchstil
Die beste GoPro-Halterung ist nicht automatisch die größte oder teuerste, sondern die, mit der du unter Wasser ruhig filmen, die Kamera bei Bedarf sofort loslassen und sie anschließend sicher verstauen kannst. Für spontane Clips reicht ein kompakter Handgriff mit Retractor, für längere Videos ist ein 2-Hand-Tray mit späterer Lampenoption die bessere Wahl. Eine Maskenhalterung bleibt dagegen eine spannende Zusatzperspektive für POV-Clips.
💡 Mein wichtigster Praxis-Tipp: Dein Setup ist erst dann wirklich gut, wenn du die GoPro mit einer Hand sicher verstauen kannst, während du mit der anderen eine Leine, Boje oder deinen Buddy hältst.

