👀 Erster Eindruck, Verarbeitung & Ausstattung
Die Cressi F1 wirkt klein, leicht, angenehm flexibel und lässt sich gut zusammenlegen. Besonders die intensive blaue Farbe fällt sofort auf. Das sieht nicht nur gut aus, sondern hilft auch, die Maske auf Boot, Ufer oder im Wasser schnell wiederzufinden. Das Silikon ist weich, geruchsneutral und nicht klebrig. Die Übergänge sind sauber, nur vereinzelt stehen kleine Silikonreste über. Scharfe Kanten oder unangenehme Stellen gibt es nicht.

Als rahmenlose Einglasmaske ist die F1 schlicht und kompakt. Das Tempered Glass ist komplett von Silikon eingefasst. Sie wirkt nicht billig oder instabil, aber etwas weniger robust als eine klassische Maske mit festem Kunststoffrahmen. Für rund 40 Euro ist die Verarbeitung trotzdem ordentlich.

Ein Kunststoffcase liegt bei. Korrekturgläser gibt es nicht. Neben Blau ist die F1 auch in Türkis, Gelb, Pink, Weiß, Transparent, Silber und mit Ultravision-Linse erhältlich. Mit der F1 Small bietet Cressi auch eine noch kleinere Variante für Kinder.
Verarbeitung: 4 von 5 Punkten. Für den Preis sauber verarbeitet, mit kleinen Abzügen für vereinzelte Silikonreste und die einfach wirkenden Kunststoffschnallen.
🤓 Tragekomfort & Passform
An meinem normal breiten Gesicht passt die Cressi F1 gerade noch gut. Ihre eher kompakte Form ist aus meiner Sicht klar für schmale bis normale Gesichtsformen gemacht. Bei breiteren Gesichtern würde ich sie vor dem Kauf unbedingt anprobieren und prüfen, ob sie überall sauber abschließt.

Das weiche Silikon fühlt sich angenehm auf der Haut an und liegt gleichmäßig an meinem Gesicht an. Beim normalen Atmen schließt die Maske an Land auch mit leichtem Bartwuchs zunächst gut ab. Bei Kopfbewegungen nach rechts und links bleibt sie gut in Position.
Der Nasenerker passt bei mir gut und ist mit den Fingern einfach erreichbar. Das Band lässt sich über die großen Druckknöpfe schnell anpassen und auch mit Handschuhen gut bedienen. Beim Lockern fühlt sich der Mechanismus beim Vorziehen etwas schwammig an, hält die eingestellte Spannung aber zuverlässig.
Passform & Dichtheit: 3,5 von 5 Punkten. Die F1 sitzt bei mir bequem und passt gut zu schmalen bis normalen Gesichtsformen. Unter Wasser dringt seitlich und am Bart aber etwas Wasser ein, weshalb sie bei mir nicht dauerhaft komplett dicht bleibt.
🌊 Cressi F1 im Praxistest
Ich habe die Cressi F1 bei insgesamt 3 Tauchgängen im Süßwasser getragen. Beim Abtauchen saß sie bei mir eng am Gesicht und verrutschte auch bei Kopfbewegungen nicht. Das Band lässt sich selbst mit Handschuhen über die großen Druckknöpfe gut verstellen.

Als rahmenlose Einglasmaske bietet sie einen freien Blick nach vorne und zur Seite. Ich fühlte mich damit nicht eingeengt und bemerke keine Verzerrungen. Der Blick nach unten ist dagegen eher normal. Die Nase lässt sich unter Wasser gut greifen, der Druckausgleich funktioniert problemlos und auch das Ausblasen klappt einfach.
Ganz dicht bleibt die F1 bei mir jedoch nicht. Seitlich und an meinem Bart dringt gelegentlich etwas Wasser ein. Das lässt sich durch das geringe Innenvolumen schnell ausblasen, stört im Tauchgang aber trotzdem etwas. Trotz Antifog beschlug die Maske bei zwei von drei Tauchgängen etwas an den Rändern.

Der Tragekomfort ist angenehm, weil nichts an Stirn, Nasenwurzel oder Wangen drückt. Die F1 sitzt leicht und kompakt, ihre Dichtheit und das wiederkehrende Beschlagen kosten unter Wasser aber klar Punkte.
Sichtfeld: 4,5 von 5 Punkten. Die rahmenlose Einglasmaske bietet einen freien Blick nach vorne und zur Seite, ohne dass mir Verzerrungen auffallen. Nur nach unten ist das Sichtfeld eher normal.
Handling unter Wasser: 4 von 5 Punkten. Druckausgleich, Ausblasen und Bandverstellung mit Handschuhen funktionieren sehr gut. Das wiederkehrende Beschlagen trotz Antifog kostet aber Punkte.
Was mir gefallen hat und was besser sein könnte
| 👍 Was mir gefällt | 👎 Was besser sein könnte |
|---|---|
| Freies Sichtfeld nach vorne und zur Seite | Beschlägt bei mir trotz Antifog teilweise |
| Leichte rahmenlose Bauweise | Seitlich und am Bart dringt gelegentlich Wasser ein |
| Weiches, angenehm sitzendes Silikon | Für breitere Gesichter weniger passend |
| Große Druckknöpfe auch mit Handschuhen gut bedienbar | Rahmenloser Aufbau wirkt weniger robust |
| Auffällige Farben |
Was unterscheidet sie von anderen Tauchmasken?
Die Cressi F1 ist deutlich günstiger als die Hollis M1 und die TUSA Freedom HD, kostet je nach Angebot teils weniger als die Hälfte. Dafür wirkt sie bei Schnallen, Materialdetails und der rahmenlosen Bauweise klar einfacher. Das Sichtfeld ist gut, fällt bei den beiden größeren Masken aber sichtbar weiter aus.
Die Cressi F1 kostet etwa genauso viel wie die Cressi Big Eyes Evolution, ist aber deutlich kompakter geschnitten. Während die Big Eyes Evolution bei mir besser abdichtet und durch ihre nach unten geneigten Gläser den Blick nach unten erleichtert, bietet die F1 als rahmenlose Einglasmaske einen freieren Blick nach vorne und zur Seite. Dafür beschlägt sie bei mir aber auch häufiger und lässt mehr Wasser durch.

Gegenüber Hollis M1 und TUSA Freedom HD bleibt die F1 klar die günstigere Maske und kostet je nach Angebot teils weniger als die Hälfte. Bei Schnallen, Materialdetails und der rahmenlosen Bauweise wirkt sie aber deutlich einfacher, das Sichtfeld der beiden größeren Masken fällt zudem sichtbar weiter aus. Die F1 passt eher zu schmalen bis normalen Gesichtsformen. Die Big Eyes Evolution, Hollis M1 und TUSA Freedom HD fallen größer aus.