Wasser in der Maske passiert jedem Taucher irgendwann. Das ist kein Fehler und kein Drama, sondern ein normaler Teil des Tauchens. Entscheidend ist, wie souverän du damit umgehst. Genau dafür gibt es das Maskenausblasen. Wer diese Technik beherrscht, bleibt ruhig, sieht wieder klar und taucht konzentriert weiter. Das macht den Unterschied zwischen Stress und entspanntem Flow unter Wasser.
Definition (Quick Check)
Beim Ausblasen der Maske entfernst du eingedrungenes Wasser unter Wasser, ohne die Maske abzunehmen. Du erzeugst dabei durch die Nase einen kurzen Überdruck, der das Wasser über den unteren Maskenrand nach außen drückt. Das sorgt dafür, dass du wieder klare Sicht hast und ruhig weiteratmen kannst.
Schritt-für-Schritt: Tauchmaske Ausblasen
Das Ausblasen funktioniert über drei einfache Schritte. Mit etwas Routine läuft das nebenbei und kostet kaum Aufmerksamkeit.
✋ Schritt 1: Oben fixieren
Mit einer oder beiden Händen drückst du die Maske leicht am oberen Rand an. Damit bleibt der obere Bereich dicht und das Wasser sammelt sich unten.

👃 Schritt 2: Durch die Nase ausatmen
Du gibst einen kurzen, kräftigen Atemstoß über die Nase ab. Dadurch entsteht ein kleiner Überdruck und das Wasser wird nach unten verdrängt.

👀 Schritt 3: Kopf leicht anheben
Durch eine sanfte Kopfbewegung nach hinten erreichst du, dass der tiefste Punkt unten liegt. Das erleichtert das Ausblasen bei größeren Wassermengen.
Anschließend ist deine Maske frei von Wasser.

Sicherheit und Stress unter Wasser
Wenn dir unter Wasser Wasser in die Maske läuft, merkst du sofort, wie viel das mit dem Kopf macht. Die Sicht wird schlechter, die Augen brennen vielleicht ein bisschen und der Fokus rutscht weg vom Tauchgang hin zur Maske. Genau da zeigt sich, wie wichtig das Ausblasen ist. Wer es draufhat, bleibt ruhig, klärt die Maske und taucht weiter, als wäre nichts passiert.
Panik brauchst du dafür keine. Leicht erhöhtes Stresslevel reicht schon, damit Atmung und Konzentration durcheinanderkommen und der Buddy nichts mehr von dir hat. Mit sicherem Mask Clearing bleibt die Kommunikation klar, die Navigation sauber und der Gasverbrauch normal. Kurz gesagt: Maskenstress killt den Flow und Stress killt Sicherheit. Routine macht das Gegenteil.
Warum Wasser überhaupt erst in die Maske läuft
Dass Wasser in die Maske gelangt, hat meistens nichts mit „schlechter Maske“ zu tun. Es gibt drei echte Hauptfaktoren, die bei fast jedem Taucher früher oder später auftreten.
• 👤 Anatomie
Bart, Oberlippenflaum, Lachfalten und Mimik können den Dichtsitz stören. Auch kleine Gesichtsunterschiede machen bei Masken viel aus. Einige Masken passen perfekt, andere laufen ständig voll, obwohl beide hochwertig sind. Es gibt spezielle Tauchmasken für Bartträger die etwas Abhilfe schaffen können.
• ⚙️ Equipment
Ein zu straffes oder zu lockeres Maskenband verändert den Druck auf den Maskenkörper. Sprödes Silikon dichtet schlechter und alte Masken verlieren oft an Flex. Hoods im Kaltwasser drücken gerne von außen und schaffen kleine Undichtigkeiten.
• 🤿 Verhalten
Beim Abstieg gibt es viel Bewegung im Gesicht durch Equalizing und Kopfhaltung. Bei der Navigation kippt der Kopf häufig nach unten und Wasser sammelt sich unten in der Maske. In Strömung arbeitet das Wasser direkt am Maskenkörper.
Die Mischung aus diesen drei Faktoren sorgt dafür, dass ein bisschen Wasser in der Maske schlicht normal ist. Wer die Maske ausblasen kann, stört sich daran nicht mehr und taucht deutlich entspannter.
Troubleshooting und Spezialfälle
Unter Wasser läuft nicht immer alles so sauber wie im Pooltraining. Wenn du ein paar Situationen kennst, fühlst du dich deutlich entspannter und weißt sofort, was zu tun ist.
• 💧 Vollflutung oder nur ein bisschen Wasser
Ein kleiner Schluck unten in der Maske ist kein Thema. Ein kurzer Atemstoß durch die Nase und du hast wieder klare Sicht. Wenn dir die Maske komplett vollläuft, brauchst du meist ein bis zwei kräftige Ausatemzüge und einen leicht angehobenen Kopf. Das fühlt sich am Anfang komisch an, ist aber komplett normal.

• 👁 Kontaktlinsen
Falls du wie ich Kontaktlinsen trägst, schließe beim Ausblasen kurz die Augen. So bleiben die Linsen da, wo sie sollen, und du vermeidest Stress. Sobald die Maske wieder frei ist, kannst du kurz blinzeln und weitertauchen.
• 🤧 Der Nasen-Reflex
Manche spüren beim Wasserkontakt einen kleinen Reflex in Nase oder Rachen. Wenn dir das passiert, atme einfach ruhig weiter durch den Regulator und blase die Maske in deinem Tempo aus. Mit ein paar Wiederholungen gewöhnst du dich schnell daran.
• 🤿 Maske wieder aufsetzen
Falls dir die Maske mal komplett runtergeht, bleibt die Ruhe dein bester Freund. Setze sie einfach wieder aufs Gesicht, richte sie kurz aus und blase sie aus. Mit Routine braucht das nur ein paar Sekunden und der Tauchgang geht ganz normal weiter. Mir hat damals im OWD-Kurs geholfen beim vollständigen Abnehmen der Maske einfach die Nase zuzuhalten.
Das Entscheidende bei all diesen Situationen ist Gelassenheit. Je ruhiger du bleibst, desto leichter fällt dir das Ausblasen und desto weniger Gas verbrauchst du. Genau so baut sich unter Wasser echte Souveränität auf.
Fazit & Erfahrungswert: Routine schlägt Stress mit Ausblasen deiner Tauchmaske
Bei meinen ersten Tauchgängen war das Tauchmasken Ausblasen mein absoluter „Endgegner“. Heute merke ich kaum noch, wenn ich es tue. Souveränität unter Wasser kommt nicht durch Talent, sondern durch Wiederholung: Wer lernt, das Ausblasen als normalen Reflex statt als Notfall zu begreifen, tauscht Panik gegen Flow. Sobald du weißt, dass du jederzeit in Sekunden für klare Sicht sorgen kannst, gehört Maskenstress der Vergangenheit an. Mein Rat: Flute deine Maske absichtlich bei jedem Safety-Stop, bis die Technik sitzt. Routine ist der beste Schutz gegen Stress und sorgt für maximale Sicherheit bei jedem Abstieg 😉