Die Cressi Komodo ist eine der neuesten Schnorchelmasken aus dem Hause Cressi. Mit ihrem modernen Design und einigen technischen Anpassungen will sie sich klar von älteren Modellen abheben. Ich habe mir im Cressi Komodo Test angeschaut, ob sie dieses Versprechen auch in der Praxis hält.
Das Wichtigste auf einen Blick
➡️ Produkttyp: Vollgesichts-Schnorchelmaske mit seitlichem Schnorchelsystem
✅ Ideal für: Freizeit-Schnorchler, Einsteiger und alle, die ein sehr leichtes Atemgefühl wollen
❌ Nicht ideal für: Wenn du maximale Robustheit erwartest
🫁 Besonderheit: Sehr geringer Atemwiderstand durch großen Schnorcheldurchmesser und seitliche Luftführung
⚙️ Technische Daten & Besonderheiten
- 🐠 Typ: Vollgesichts-Schnorchelmaske
- 📏 Größen: S/M und M/L verfügbar
- 🎨 Farben: Schwarz, Gelb-Schwarz, Blau-Schwarz, Weiß-Schwarz
- 👀 Sichtfeld: 180° Panoramasicht mit ultraklarer Polycarbonatlinse
- 🧪 Material: 100 % weiches, hypoallergenes Silikon für hohen Tragekomfort
- 🌬 Atemsystem: Getrennte Luftführung zur Reduzierung von CO₂-Ansammlungen
- 💧 Schnorchel: Dry Side System verhindert Wassereintritt auch bei Wellengang
- 🔄 Schnorchel-Mechanik: Abnehmbar per Klicksystem, einfacher Transport
- 🌊 Luftstrom: Großer Schnorchel-Durchmesser für freies Atmen
- 🔒 Sicherheit: Getestet nach EN1972, EN16805 und EN136 (SGS, 2025)
📏 Größenübersicht
Die Cressi Komodo ist in zwei Größen, je nach Abstand zwischen Kinn und Nasenwurzel, erhältlich:
- S/M:100 bis 120 mm
- M/L: über 120 mm
🔍 So habe ich die Cressi Komodo getestet
Ich habe mir die Maske zuerst an Land genau angeschaut und auf Verarbeitung, Materialgefühl und Mechanik geprüft. Besonders wichtig war mir dabei, wie sich Silikon, Bebänderung und das Schnorchel-System im Handling anfühlen.
Anschließend habe ich sie im Bodensee bei zwei Schnorchel-Sessions getestet. Dabei war ich hauptsächlich an der Oberfläche unterwegs, mit kurzen Abtauchern auf etwa einen Meter, um ein Gefühl für Dichtigkeit und Atemverhalten in der Praxis zu bekommen.
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👁️Erster Eindruck & Verarbeitung
Die Komodo kommt nicht wie von Cressi gewohnt im einfachen Plastikbeutel, sondern in einem hochwertig gestalteten Karton. Eine Netztasche ist leider nicht dabei, was ich persönlich etwas schade finde.

Das Schnorchelrohr wird aufgesteckt und lässt sich über einen Druckmechanismus relativ schnell wieder lösen, auch wenn es ein kleines bisschen fummelig ist. Auffällig ist der große Durchmesser und der breite Lufteinlass, der viel Frischluft in die Maske bringt. Außerdem sitzt der Schnorchel nicht mittig, sondern bei frontaler Ansicht leicht auf der rechten Seite.

Die Maske wirkt insgesamt sauber verarbeitet und macht optisch einen guten Eindruck. Das Sichtfeld ist, wie bei Vollgesichtsmasken üblich, sehr breit. Das Silikon im Inneren ist relativ dünn und fühlt sich angenehm weich an, dadurch passt es sich gut ans Gesicht an. Gleichzeitig solltest du hier etwas vorsichtig im Umgang sein, da dünneres Silikon erfahrungsgemäß etwas empfindlicher auf Druck oder unsauberes Verstauen reagieren kann. Ein Quick-Release-System gibt es nicht, die Bänder werden klassisch durch Ziehen festgezogen, was im trockenen Zustand gut funktioniert. Eine GoPro Halterung ist nicht fest verbaut.

🤓Passform & Tragekomfort
Die Maske sitzt durch das weiche Silikon sehr angenehm auf dem Gesicht und passt sich gut an, selbst mit Bart hatte ich hier keine Probleme. Was sofort positiv auffällt, ist das sehr freie Atemgefühl. Es entsteht kaum Widerstand, was man sonst nur von wenigen Modellen wie der Khroom Seaview Pro kennt.
Auch vom Tragegefühl her liegt die Komodo ruhig und gleichmäßig an. Das Sichtfeld ist klar und es gibt keine störenden Druckpunkte oder unsauber verarbeiteten Stellen. Insgesamt wirkt sie sehr angenehm auf dem Gesicht und macht Spaß beim Tragen.
Ein kleiner Nachteil ist die Bebänderung. Das Festziehen ist im angezogenen Zustand etwas aufwendiger als bei anderen Masken und könnte einfacher gelöst sein. Hat man sie aber einmal richtig eingestellt, sitzt die Maske stabil und dichtet rund ums Gesicht zuverlässig ab.
🌊 Cressi Komodo im Praxistest
Im See hat die Komodo im Test überzeugt. Es ist kein Wasser eingedrungen und die Maske hat sauber abgedichtet, selbst mit etwas längerem Bart gab es hier keine Probleme. Auch beim leichten Abtauchen blieb alles dicht.

Besonders positiv ist der Luftdurchgang. Die Atmung fühlt sich sehr frei an, es entsteht kaum Widerstand und man bekommt durchgehend ausreichend Frischluft. Auch bei einer etwas längeren Schnorchelphase hat man kein Gefühl zuwenig Luft zu bekommen.
Wichtig ist aber, dass das Silikon richtig sitzt. Durch das sehr weiche und dünne Material kann es sonst passieren, dass minimal Luft Richtung Augen zieht. Sobald die Maske aber korrekt sitzt, ist davon nichts mehr zu spüren und sie liegt sauber und dicht an. Im Test ist sie zudem nicht angelaufen, was ebenfalls für ein gut funktionierendes Luftsystem spricht.
Was mir gefallen hat und was besser sein könnte
| 👍 Das gefällt mir | 👎 Das könnte besser sein |
|---|---|
| Sehr angenehmes Atemgefühl, kaum Widerstand | Bänder etwas umständlich festzuziehen |
| Weiches Silikon sorgt für hohen Tragekomfort | Dünnes Silikon wirkt etwas empfindlicher |
| Gute Dichtigkeit, auch mit Bart | Schnorchel abnehmen etwas fummelig |
| Großes Sichtfeld und klare Sicht | Keine GoPro-Halterung |
| Großer Schnorcheldurchmesser für guten Luftfluss | Kein Quick-Release-System |
🎯 Für wen ist sie geeignet?
✅ Geeignet für:
- Schnorchler, die ein sehr leichtes und freies Atemgefühl wollen
- Einsteiger, die eine komfortable und einfach zu nutzende Vollgesichtsmaske suchen
- Brillen- oder Bartträger, die oft Probleme mit Dichtigkeit haben
- Urlaubsschnorchler, die entspannt an der Oberfläche bleiben
❌ Weniger geeignet, wenn:
- du eine besonders robuste und langlebige Maske suchst
- du häufig tiefer abtauchen willst (hier macht ein Modelle wie die Easybreath 900 oder Khroom Seaview Pro Plus mehr sinn)
- du eine schnelle Bedienung mit Quick-Release erwartest
- du Unterwasser eine GoPro befestigen möchtest
Cressi Komodo im Vergleich zu anderen Schnorchelmasken
Im Vergleich zu älteren Modellen wie der Cressi Bali oder der Cressi Java merkt man sofort, dass die Komodo ein deutlicher Schritt nach vorne ist. Die Passform sitzt spürbar besser am Gesicht und fühlt sich insgesamt weicher und angenehmer an. Vor allem beim Atemgefühl liegen hier wirklich Welten dazwischen. Während die älteren Modelle oft etwas „zäher“ beim Atmen wirken, ist die Komodo deutlich freier und natürlicher.
Im direkten Vergleich zur Khroom Seaview Pro spielt die Komodo ebenfalls ganz oben mit. Das Atemgefühl ist ähnlich angenehm und gehört definitiv zu den besten Schnorchelmasken, die ich bisher getestet habe.
Bei der Verarbeitung macht die Komodo insgesamt einen guten Eindruck. Wenn du sie aber neben ein echtes Premium-Modell wie die Ocean Reef Aria QR+ legst, siehst du schon Unterschiede. Die Aria wirkt an vielen Stellen noch etwas sauberer verarbeitet und insgesamt hochwertiger. Trotzdem bewegt sich die Komodo klar über dem Niveau typischer Standardmasken.

