📦 Erster Eindruck, Verarbeitung & Lieferumfang
Die Divebeam DF7 wird in einem stabilen Transportcase geliefert. Zum Lieferumfang gehören außerdem ein 21700-Akku mit 5.100 mAh, ein USB-C-Kabel, zwei Ersatz-O-Ringe und eine Handschlaufe. Beim Auspacken wirkt die Lampe hochwertig und massiv, liegt aber trotzdem angenehm in der Hand. Aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts ist sie eher als Hauptlampe als als kompakte Backup-Lampe einzuordnen.

Der USB-C-Anschluss befindet sich direkt am herausnehmbaren Akku, sodass kein separates Ladegerät notwendig ist. Am Gehäuse ist zudem eine Aufnahme für eine Kugelhalterung vorhanden. Dadurch lässt sich die DF7 an einem Kamerarig befestigen. Am hinteren Ende kannst du außerdem einen Ring, eine Handschlaufe oder einen Bolt Snap zur Befestigung der Tauchlampe anbringen.
Das Aluminiumgehäuse macht einen stabilen Eindruck. Die Gewinde sind stark gefettet und laufen sauber, benötigen beim Öffnen und Schließen aber etwas Kraft. Auch die O-Ringe sitzen ordentlich. Der Zoommechanismus ist ebenfalls etwas schwergängig und hakte bei meinem Exemplar teilweise. Bei einem meiner drei Tauchgänge drehte ich ihn deshalb mit zu viel Kraft weiter, wodurch Wasser eindrang.
Verarbeitung & Robustheit: 3 von 5. Gehäuse, Gewinde und O-Ringe wirken solide, der schwergängige Zoommechanismus und der aufgetretene Wassereintritt verhindern jedoch eine bessere Bewertung.

✋ Bedienung und Handhabung
Die Divebeam DF7 wird über einen seitlichen Druckknopf bedient. Mit kurzen Klicks wechselst du zwischen High, Low und Strobe. Der Knopf ist gut erreichbar und besitzt einen klaren Druckpunkt. Auch mit 5-mm-Neoprenhandschuhen konnte ich die Lampe einhändig bedienen. Gewicht und Balance empfand ich unter Wasser als angenehm. Mit einem Retractor ließ sie sich sicher befestigen und gut mitführen.
Der Lichtkegel wird durch Drehen des Lampenkopfes stufenlos verstellt. An Land benötigt der Zoommechanismus bereits etwas Kraft, unter Wasser war er noch schwergängiger und ließ sich nur mit beiden Händen zuverlässig bedienen. Der Wechsel zwischen engem und breitem Lichtkegel bleibt deutlich erkennbar.

Bei einem Tauchgang hakte der Zoommechanismus. Als ich ihn mit mehr Kraft weiterdrehte, bewegte sich das Batteriefach mit und die Lampe ging aus. Dabei drang etwas Wasser ein. Der Hersteller bestätigte mir auf Nachfrage, dass dies eine Schwachstelle der aktuellen Konstruktion sei. Bei zukünftigen Modellen soll deshalb ein separates Batteriefach in der Endkappe eingesetzt werden.
Bedienung & Handhabung: 3,5 von 5. Knopfbedienung, Handschuhtauglichkeit und Balance überzeugen. Der schwergängige Zoom und das Risiko, beim Verstellen versehentlich das Batteriefach zu lösen, sind jedoch deutliche Schwächen.
🔦 Lichtleistung & Lichtbild im Praxistest
Ich habe die Divebeam DF7 bei Tagestauchgängen im Bodensee bis auf etwa 25 Meter Tiefe überwiegend auf der höchsten Stufe eingesetzt. Die 2.300 Lumen reichen für die Orientierung und das gezielte Ausleuchten dunkler Bereiche aus. Der Spot bietet eine gute nutzbare Reichweite, gehört aber nicht zu den stärksten, die ich bisher unter Wasser verwendet habe.
Durch Drehen des Lampenkopfes lässt sich der Lichtkegel stufenlos von einem engen Spot zu einer breiteren Ausleuchtung verändern. Der Spot wirkt weitgehend gleichmäßig und eignet sich gut für Lichtzeichen sowie die Kommunikation mit dem Buddy. In der breiten Einstellung wird ein größerer Bereich gleichmäßig ausgeleuchtet. Für nahe Fotos und gelegentliche Videos ist das brauchbar, eine echte Videolampe mit deutlich breiterem Abstrahlwinkel ersetzt die DF7 jedoch nicht.
Der verstellbare Lichtkegel der Divebeam DF7: links die breite Einstellung, rechts der gebündelte Spot.
Auch bei eingeschränkter Sicht hatte ich keine größeren Probleme mit stark angestrahlten Schwebeteilchen. Die Helligkeit blieb während meiner Tauchgänge relativ stabil. Vom Funktionsprinzip erinnert mich die DF7 am ehesten an die Mares EOS 32LRZ, da sich bei beiden Lampen der Lichtkegel stufenlos verstellen lässt.
Lichtleistung & Lichtbild: 4,0 von 5. Der gleichmäßige und stufenlos verstellbare Lichtkegel macht die DF7 vielseitig, im Spot-Modus dürfte sie jedoch noch etwas leistungsstärker sein.
🔋 Akku & Laufzeit
Der wechselbare 21700-Akku besitzt eine Kapazität von 5.100 mAh. In meinem Praxistest reichte eine Ladung für zwei Tauchgänge von jeweils rund 45 Minuten auf der höchsten Stufe. Danach war der Akku noch nicht vollständig leer, die Lichtleistung hatte gegen Ende aber nachgelassen. Für einen dritten vollständigen Tauchgang auf High würde ich die DF7 deshalb vorher erneut laden. Divebeam gibt bis zu zwei Stunden auf High, drei Stunden auf Low und vier Stunden im Strobe-Modus an.
Zum Laden wird der Akku aus der Lampe genommen und direkt per USB-C angeschlossen. Das Einsetzen und Entnehmen funktioniert unkompliziert, außerdem benötigst du unterwegs kein separates Ladegerät. Die vollständige Ladezeit habe ich nicht gemessen. Eine verlässliche Angabe zu einer Akkustandsanzeige oder Warnung bei niedriger Ladung macht der Hersteller nicht.
Akku & Laufzeit: 4,0 von 5. Zwei Tauchgänge auf High und das direkte USB-C-Laden sind praxistauglich, nach rund 90 Minuten lässt die Helligkeit jedoch spürbar nach.
Was mir gefallen hat & was besser sein könnte
| 👍 Was mir gefallen hat | 👎 Was besser sein könnte |
|---|---|
| Stufenloser Wechsel zwischen Spot und breitem Licht | Zoommechanismus schwergängig und unter Wasser nur beidhändig bedienbar |
| Gleichmäßiges und vielseitig nutzbares Lichtbild | Batteriefach kann sich beim Zoomen mitdrehen und die Dichtigkeit beeinträchtigen |
| Gut bedienbarer Knopf, auch mit 5-mm-Handschuhen | Spot könnte für eine Hauptlampe leistungsstärker sein |
| Angenehme Balance und gutes Griffgefühl unter Wasser | Lichtleistung lässt nach etwa zwei Tauchgängen nach |
| Wechselbarer Akku mit direktem USB-C-Anschluss | Kugelhalterung muss separat gekauft werden |
| Aufnahme für Kugelhalterung und Befestigungspunkt für Bolt Snap |
Vergleich zu anderen Tauchlampen aus der Praxis
Die Wurkkos DL70 bietet deutlich mehr Lichtleistung als die Divebeam DF7, ist aber schwerer und besitzt keinen verstellbaren Fokus. Der direktere Konkurrent ist die Mares EOS 32LRZ, da beide Lampen einen stufenlosen Zoom und eine Knopfbedienung besitzen. Die DF7 ist leichter und war zum Zeitpunkt meines Tests deutlich günstiger, während sich der Zoom der Mares geschmeidiger verstellen lässt. Damit eignet sich die DF7 vor allem für Taucher, die Spot und breiteres Licht möglichst preiswert kombinieren möchten.



