Divebeam DF 7: Zoom im Test

Die Divebeam DF 7 hebt sich durch ihren verstellbaren Lichtkegel ab, der sich vom engen Spot bis zur breiteren Ausleuchtung anpassen lässt. In meinem Divebeam DF 7 Test erwies sich diese Flexibilität unter Wasser zwar als praktisch, im Gesamtpaket konnte die Lampe gegenüber stärkeren Alternativen jedoch nicht vollständig überzeugen. Für wen sie trotzdem interessant ist und welche Schwächen es gibt zeige ich dir in diesem Test.
Bild von Marlon M.
Marlon M.

AOWD Taucher & Tester

Veröffentlicht

16. Mai 2026

Aktualisiert:

Divebeam DF 7 Tauchlampe Test
Tauchliebe Gesamtbewertung
3.7 / 5
BEFRIEDIGEND
★★★★
Vielseitige Zoomlampe mit guter Leistung, aber Konstruktionsschwäche.
Verarbeitung & Robustheit
3 / 5
Bedienung & Handhabung
3.5 / 5
Lichtleistung & Lichtbild
4 / 5
Akku & Laufzeit
4 / 5
Preis-Leistungs-Verhältnis
3.5 / 5
Gut geeignet für dich, wenn du …
✓ Spot und breiteres Licht in einer Lampe suchst
✓ einen wechselbaren Akku mit direkter USB-C-Ladung möchtest
✓ eine vielseitige Hauptlampe für normale Sporttauchgänge benötigst
Weniger geeignet für dich, wenn du …

✕ maximale Lichtleistung und Reichweite erwartest
✕ den Zoom unter Wasser einhändig verstellen möchtest
✕ größten Wert auf eine fehlertolerante Abdichtung legst

Lichtbild

Spot/Flood

Lichtleistung

2300 Lumen

Laufzeit

2 TG

Inhaltsverzeichnis

So habe ich die Divebeam DF 7 getestet

3 Tauchgänge

Bodensee

Ich habe die Divebeam DF7 bei drei Tagestauchgängen im Bodensee bis auf etwa 25 Meter Tiefe eingesetzt. Die Wassertemperatur lag zwischen 7 und 14 °C. Befestigt war die Lampe an einem Retractor, bedient habe ich sie mit 5-mm-Neoprenhandschuhen und überwiegend auf der höchsten Leuchtstufe. Zwei der rund 45-minütigen Tauchgänge absolvierte ich mit derselben Akkuladung.

Bewertet habe ich Lichtleistung, Spot und breite Ausleuchtung, Zoommechanismus, Knopfbedienung, Handschuhtauglichkeit, Akkulaufzeit, Balance und Dichtigkeit. Zusätzlich testete ich Lichtkegel und Bedienung an Land.

Jede Tauchlampe bewerte ich auf einer Skala von 1 bis 5 Punkten in halben Schritten. Die Gesamtnote entsteht aus fünf festen Kriterien. Lichtbild, Bedienung und Laufzeit gewichte ich besonders stark, weil eine hohe Lumenangabe allein wenig über die Praxistauglichkeit aussagt. Vor dem Tauchgang prüfe ich Gehäuse, Gewinde, O-Ringe, Akku und Bedienung. Unter Wasser bewerte ich Lichtbild, Helligkeit und Handhabung.

Bewertungskriterien
Lichtleistung & Lichtbild 30 %

Nutzbare Helligkeit, Abstrahlwinkel, Gleichmäßigkeit, Hotspots, Rückstreuung und Eignung für den Einsatz

Bedienung & Handhabung 20 %

Bedienung mit Tauchhandschuhen, Moduswechsel, Größe, Gewicht, Griff, Befestigungsmöglichkeiten und Schutz vor unbeabsichtigtem Einschalten

Akku & Laufzeit 20 %

Nutzbare Laufzeit, frühzeitiges Herunterregeln, Helligkeitsverlauf, Akkutyp, Wechselmöglichkeit und vorhandene Akkuwarnung

Verarbeitung & Robustheit 15 %

Gehäuse, Gewinde, O-Ringe, Schalter, Glas/Linse, Materialqualität, Verschleiß, Korrosionsanfälligkeit und Zustand nach längerer Nutzung

Preis-Leistung​ 15 %

Preis-Leistung bewertet, wie konkurrenzfähig Ausstattung, Lieferumfang und Gesamtleistung zum üblichen Marktpreis der Lampe sind.

Mehr zu meinem allgemeinen Testansatz findest du unter: So teste ich Tauchausrüstung.

Notenskala
5 / 5

Herausragend

4,5 / 5

Sehr gut

4 / 5

Gut

3,5 / 5

Solide mit kleineren Abstrichen

3/ 5

Solide, aber mit klaren Kompromissen

2,5 / 5

nur bedingt empfehlenswert

2 / 5

Schwach

1 / 5

Nicht empfehlenswert

Die Gesamtnote ergibt sich aus der gewichteten Bewertung der fünf Kriterien. Lumen und maximale Tauchtiefe sind Herstellerangaben und keine eigenen Messwerte.

⚙️ Technische Daten

Maximale Lichtleistung2.300 Lumen
Leuchtstufen und ModiHigh, Low und Strobe
AbstrahlwinkelStufenlos verstellbar von 5° bis 55°
LichtbildVerstellbarer Fokus von engem Spot bis breitem Flood-Licht
Farbtemperatur5.000–5.500 Kelvin
Herstellerangabe zur Reichweite300–500 m
Akku und KapazitätWechselbarer 21700-Li-Ionen-Akku mit 5.100 mAh
LeuchtdauerHigh: bis 2 Stunden, Low: bis 3 Stunden, Strobe: bis 4 Stunden
LademethodeUSB-C
Abmessungen185–200 × 55 mm, Rohrdurchmesser 30 mm
Gewicht an Land400 g
Maximale Tauchtiefe150 m
Quelle technische DatenTechnische Angaben des Herstellers Divebeam

 

📦 Erster Eindruck, Verarbeitung & Lieferumfang

Die Divebeam DF7 wird in einem stabilen Transportcase geliefert. Zum Lieferumfang gehören außerdem ein 21700-Akku mit 5.100 mAh, ein USB-C-Kabel, zwei Ersatz-O-Ringe und eine Handschlaufe. Beim Auspacken wirkt die Lampe hochwertig und massiv, liegt aber trotzdem angenehm in der Hand. Aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts ist sie eher als Hauptlampe als als kompakte Backup-Lampe einzuordnen.

DiveBeam DF7 Tauchlmape liegt neben ihrem stabilen Softcase
Die Divebeam DF7 wird mit Akku, Zubehör und einem Transportcase geliefert.

Der USB-C-Anschluss befindet sich direkt am herausnehmbaren Akku, sodass kein separates Ladegerät notwendig ist. Am Gehäuse ist zudem eine Aufnahme für eine Kugelhalterung vorhanden. Dadurch lässt sich die DF7 an einem Kamerarig befestigen. Am hinteren Ende kannst du außerdem einen Ring, eine Handschlaufe oder einen Bolt Snap zur Befestigung der Tauchlampe anbringen.

Das Aluminiumgehäuse macht einen stabilen Eindruck. Die Gewinde sind stark gefettet und laufen sauber, benötigen beim Öffnen und Schließen aber etwas Kraft. Auch die O-Ringe sitzen ordentlich. Der Zoommechanismus ist ebenfalls etwas schwergängig und hakte bei meinem Exemplar teilweise. Bei einem meiner drei Tauchgänge drehte ich ihn deshalb mit zu viel Kraft weiter, wodurch Wasser eindrang.

Verarbeitung & Robustheit: 3 von 5. Gehäuse, Gewinde und O-Ringe wirken solide, der schwergängige Zoommechanismus und der aufgetretene Wassereintritt verhindern jedoch eine bessere Bewertung.

Über den beweglichen Lampenkopf lässt sich der Lichtkegel stufenlos verstellen.

✋ Bedienung und Handhabung

Die Divebeam DF7 wird über einen seitlichen Druckknopf bedient. Mit kurzen Klicks wechselst du zwischen High, Low und Strobe. Der Knopf ist gut erreichbar und besitzt einen klaren Druckpunkt. Auch mit 5-mm-Neoprenhandschuhen konnte ich die Lampe einhändig bedienen. Gewicht und Balance empfand ich unter Wasser als angenehm. Mit einem Retractor ließ sie sich sicher befestigen und gut mitführen.

Der Lichtkegel wird durch Drehen des Lampenkopfes stufenlos verstellt. An Land benötigt der Zoommechanismus bereits etwas Kraft, unter Wasser war er noch schwergängiger und ließ sich nur mit beiden Händen zuverlässig bedienen. Der Wechsel zwischen engem und breitem Lichtkegel bleibt deutlich erkennbar.

Taucher testet Divebeam DF 7 Tauchlampe Unterwasser im See
Die DF7 lässt sich über den Knopf auch mit 5-mm-Handschuhen bedienen.

Bei einem Tauchgang hakte der Zoommechanismus. Als ich ihn mit mehr Kraft weiterdrehte, bewegte sich das Batteriefach mit und die Lampe ging aus. Dabei drang etwas Wasser ein. Der Hersteller bestätigte mir auf Nachfrage, dass dies eine Schwachstelle der aktuellen Konstruktion sei. Bei zukünftigen Modellen soll deshalb ein separates Batteriefach in der Endkappe eingesetzt werden.

Bedienung & Handhabung: 3,5 von 5. Knopfbedienung, Handschuhtauglichkeit und Balance überzeugen. Der schwergängige Zoom und das Risiko, beim Verstellen versehentlich das Batteriefach zu lösen, sind jedoch deutliche Schwächen.

🔦 Lichtleistung & Lichtbild im Praxistest

Ich habe die Divebeam DF7 bei Tagestauchgängen im Bodensee bis auf etwa 25 Meter Tiefe überwiegend auf der höchsten Stufe eingesetzt. Die 2.300 Lumen reichen für die Orientierung und das gezielte Ausleuchten dunkler Bereiche aus. Der Spot bietet eine gute nutzbare Reichweite, gehört aber nicht zu den stärksten, die ich bisher unter Wasser verwendet habe.

Durch Drehen des Lampenkopfes lässt sich der Lichtkegel stufenlos von einem engen Spot zu einer breiteren Ausleuchtung verändern. Der Spot wirkt weitgehend gleichmäßig und eignet sich gut für Lichtzeichen sowie die Kommunikation mit dem Buddy. In der breiten Einstellung wird ein größerer Bereich gleichmäßig ausgeleuchtet. Für nahe Fotos und gelegentliche Videos ist das brauchbar, eine echte Videolampe mit deutlich breiterem Abstrahlwinkel ersetzt die DF7 jedoch nicht.

Der verstellbare Lichtkegel der Divebeam DF7: links die breite Einstellung, rechts der gebündelte Spot.

Auch bei eingeschränkter Sicht hatte ich keine größeren Probleme mit stark angestrahlten Schwebeteilchen. Die Helligkeit blieb während meiner Tauchgänge relativ stabil. Vom Funktionsprinzip erinnert mich die DF7 am ehesten an die Mares EOS 32LRZ, da sich bei beiden Lampen der Lichtkegel stufenlos verstellen lässt.

Lichtleistung & Lichtbild: 4,0 von 5. Der gleichmäßige und stufenlos verstellbare Lichtkegel macht die DF7 vielseitig, im Spot-Modus dürfte sie jedoch noch etwas leistungsstärker sein.

🔋 Akku & Laufzeit

Der wechselbare 21700-Akku besitzt eine Kapazität von 5.100 mAh. In meinem Praxistest reichte eine Ladung für zwei Tauchgänge von jeweils rund 45 Minuten auf der höchsten Stufe. Danach war der Akku noch nicht vollständig leer, die Lichtleistung hatte gegen Ende aber nachgelassen. Für einen dritten vollständigen Tauchgang auf High würde ich die DF7 deshalb vorher erneut laden. Divebeam gibt bis zu zwei Stunden auf High, drei Stunden auf Low und vier Stunden im Strobe-Modus an.

Zum Laden wird der Akku aus der Lampe genommen und direkt per USB-C angeschlossen. Das Einsetzen und Entnehmen funktioniert unkompliziert, außerdem benötigst du unterwegs kein separates Ladegerät. Die vollständige Ladezeit habe ich nicht gemessen. Eine verlässliche Angabe zu einer Akkustandsanzeige oder Warnung bei niedriger Ladung macht der Hersteller nicht.

Akku & Laufzeit: 4,0 von 5. Zwei Tauchgänge auf High und das direkte USB-C-Laden sind praxistauglich, nach rund 90 Minuten lässt die Helligkeit jedoch spürbar nach.

Was mir gefallen hat & was besser sein könnte

👍 Was mir gefallen hat👎 Was besser sein könnte
Stufenloser Wechsel zwischen Spot und breitem LichtZoommechanismus schwergängig und unter Wasser nur beidhändig bedienbar
Gleichmäßiges und vielseitig nutzbares LichtbildBatteriefach kann sich beim Zoomen mitdrehen und die Dichtigkeit beeinträchtigen
Gut bedienbarer Knopf, auch mit 5-mm-HandschuhenSpot könnte für eine Hauptlampe leistungsstärker sein
Angenehme Balance und gutes Griffgefühl unter WasserLichtleistung lässt nach etwa zwei Tauchgängen nach
Wechselbarer Akku mit direktem USB-C-AnschlussKugelhalterung muss separat gekauft werden
Aufnahme für Kugelhalterung und Befestigungspunkt für Bolt Snap

Vergleich zu anderen Tauchlampen aus der Praxis

Die Wurkkos DL70 bietet deutlich mehr Lichtleistung als die Divebeam DF7, ist aber schwerer und besitzt keinen verstellbaren Fokus. Der direktere Konkurrent ist die Mares EOS 32LRZ, da beide Lampen einen stufenlosen Zoom und eine Knopfbedienung besitzen. Die DF7 ist leichter und war zum Zeitpunkt meines Tests deutlich günstiger, während sich der Zoom der Mares geschmeidiger verstellen lässt. Damit eignet sich die DF7 vor allem für Taucher, die Spot und breiteres Licht möglichst preiswert kombinieren möchten.

Mein Testfazit zur Divebeam DF 7: Lohnt sich der Kauf?

Die Divebeam DF7 überzeugt mit einem vielseitigen Lichtbild, das sich stufenlos zwischen engem Spot und breiter Ausleuchtung verändern lässt. Lichtleistung, Akkulaufzeit und Bedienung reichen für normale Sport- und Nachttauchgänge gut aus. Besonders praktisch sind der wechselbare USB-C-Akku und die sichere Bedienung mit 5-mm-Handschuhen. Der schwergängige Zoommechanismus und das beim Verstellen mitdrehende Batteriefach schränken meine Empfehlung jedoch deutlich ein.G
Preis-Leistung: 3,5 von 5 Punkten. Für aktuell rund 139 US-Dollar erhältst du eine Zoomlampe inklusive Akku, Transportcase und Zubehör. Die Ausstattung bietet grundsätzlich einen guten Gegenwert, allerdings wiegt die Schwachstelle am Batteriefach bei einer Tauchlampe schwer.
Meine Gesamtbewertung
3.7 / 5
★★★★
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Marlon

Hi, ich bin Marlon. Ich bin aktiver Taucher, Reisender und der Kopf hinter Tauchliebe.de. Ich teste Tauchausrüstung unter echten Bedingungen im Wasser, vom Bodensee bis zu Tauchreisen im Ausland. Dabei achte ich nicht auf Werbeversprechen, sondern darauf, wie sich eine Maske, Lampe oder Flosse wirklich trägt, bedienen lässt und unter Wasser funktioniert.

Auf Tauchliebe teile ich meine Erfahrungen, eigene Fotos und Einschätzungen, damit du Ausrüstung findest, die zu deinem Tauchstil passt.

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