Sonnenschutz beim Schnorcheln ist etwas, das viel zu viele leider immernoch unterschätzen. Durch das kühlende Wasser merkt man garnicht wie die Sonne gnadenlos auf Kopf, Nacken und Schultern brennt. Durch die Reflexion an der Wasseroberfläche bist du sogar stärkerer UV-Strahlung ausgesetzt als an Land. Wer hier nicht vorsorgt, riskiert schnell einen Sonnenbrand der den schönsten Schnorchelausflug gründlich vermiesen kann.
Warum ist Sonnenschutz beim Schnorcheln so wichtig?
Viele unterschätzen, wie gefährlich die Sonne beim Schnorcheln sein kann. Im Wasser fühlt sich alles angenehm kühl an, während die Haut ohne Schutz dauerhaft unter UV-Strahlung steht. Laut der Skin Cancer Foundation entwickelt etwa jeder fünfte Mensch im Laufe seines Lebens Hautkrebs. Sonnenbrand ist einer der größten Risikofaktoren.
Für Schnorchler ist das Risiko noch höher, da sie oft stundenlang an der Oberfläche unterwegs sind und die Haut frei liegt. Zusätzlich verstärkt die Wasseroberfläche die Strahlen. Studien zeigen, dass reflektierte UV-Strahlen die Belastung um bis zu 25 % erhöhen können. Genau deshalb gehören Wassersportler klar zu den Risikogruppen.
💡 Mein Tipp: Gerade im Wasser merkst du die Sonne kaum. Plane deshalb schon vor dem Schnorcheln deinen Schutz ein, anstatt erst nach dem ersten Sonnenbrand darüber nachzudenken.
Welche Körperbereiche sind beim Schnorcheln besonders gefährdet?
Beim Schnorcheln liegen bestimmte Körperstellen besonders in der Sonne. Sie sind schwer zu schützen und verbrennen deshalb am schnellsten.
- Schultern und Rücken: Sie ragen beim Schwimmen fast immer aus dem Wasser und bekommen die volle Ladung Sonne ab.
- Nacken: Oft unterschätzt, aber extrem empfindlich. Vor allem wenn du längere Zeit mit dem Gesicht nach unten treibst.
- Gesicht: Stirn, Nase und Wangen sind ständig der Sonne ausgesetzt. Selbst durch die Maske bleibt die Haut rundherum gefährdet.
- Kopfhaut: Kurze oder dünne Haare lassen viel UV-Strahlung durch. Ein Sonnenbrand auf der Kopfhaut ist nicht nur schmerzhaft, sondern heilt auch schlecht.
- Lippen: Sie haben keine eigene Pigmentierung. Ohne Schutz trocknen sie schnell aus und verbrennen leicht.

Physischer Schutz durch UV-Kleidung
Der effektivste Sonnenschutz beim Schnorcheln ist Kleidung. Ein gutes UV-Shirt schützt Schultern, Rücken und Nacken dauerhaft, ohne dass du ständig nachcremen musst. Gerade im Wasser ist das zuverlässiger als jede Sonnencreme, weil der Stoff nicht abgewaschen werden kann. Wer lange schnorchelt oder empfindliche Haut hat, kommt um UV-Kleidung kaum herum.
Darauf solltest du bei UV-Kleidung achten
- 🔢 UPF-Wert: Der Ultraviolet Protection Factor (UPF) gibt an, wie stark der Stoff schützt. UPF 50+ blockt rund 98 % der UV-Strahlen und ist damit ideal fürs Schnorcheln.
- 👕 Material: Achte auf atmungsaktive, elastische Stoffe wie Lycra oder Nylon. Sie trocknen schnell, sind leicht und sitzen auch nass noch angenehm.
- 🛡️ Deckungsgrad: Je mehr Haut bedeckt ist, desto besser. Langärmelige Shirts und lange Leggings schützen zuverlässig. Für Schnorchler sind Rashguards perfekt, weil sie speziell für den Wassersport entwickelt wurden.
💡 Mein Tipp: Nimm ein UV-Shirt eine Nummer enger. Sitzt es zu locker, flattert es im Wasser und bietet weniger Schutz.
UV-Shirts / Rashguards
UV-Shirts, auch Rashguards genannt, sind der Klassiker beim Sonnenschutz im Wasser. Sie bestehen aus leichtem Lycra oder Nylon und sitzen eng am Körper. So schützen sie Schultern, Rücken und Arme dauerhaft vor Sonnenbrand, ohne dass du nachcremen musst. Die Shirts trocknen schnell und sind auch außerhalb des Wassers angenehm zu tragen. Bekannte Marken sind Scubapro oder O’Neill.
Es gibt sie in zwei Varianten:
- Oberteile mit kurzen oder langen Ärmeln sind praktisch, wenn du nur den Oberkörper schützen möchtest.
- Skin Cancer Foundation Recommended Product; UPF 50+ Ultraviolet Protection
- Perfect For Surfing, Swimming, Paddle Sports, Boating, And Beach Days
- Minimal Seam Placement For Maximum Rash Protection
- Ganzkörperanzüge bieten zusätzlich Schutz für Beine und Nacken. Ich nutze selbst einen Ganzkörperanzug von Scubapro und finde ihn gerade bei langen Schnorcheltagen extrem angenehm. Kein Nachcremen und ein durchgehender Schutz.
- UPF 50-Schutz weist 98 % der UV-Strahlung ab
- Hautschutz bei Warmwassertauchgängen gegen Sonne und Vernesselung durch Quallen
- Rückenreißverschluss von YKK bei den Herren, Frontreißverschluss beim Damen-Overall
💡 Mein Tipp: Achte auf UPF 50+. Damit bist du fast komplett gegen UV-Strahlung geschützt und musst nur noch die unbedeckten Stellen eincremen.
👖 UV-Leggings
UV-Leggings sind die ideale Ergänzung zum Rashguard. Sie schützen Beine und Hüfte dort, wo Sonnencreme im Wasser schnell nachlässt. Besonders wer lange schnorchelt oder empfindliche Haut hat, profitiert davon.
- 【Material】Unsere Badehose ist weich, leicht, atmungsaktiv und schnell trocknend. Der Stoff dehnt sich an allen...
- UPF 50+ & Volle Länge: Das UPF 50+ Gewebe und das durchgehende Design schützen Sie vor Sonnenbrand beim Schwimmen...
- 【Hohe Taille】Unsere Schwimmleggings sind mit einem breiten Bund entworfen, der eine hervorragende...
Die Hosen bestehen wie die Shirts aus Lycra oder Nylon und tragen sich angenehm leicht. Viele Modelle trocknen innerhalb weniger Minuten. Sie sind eng geschnitten, damit nichts flattert und der Schutz zuverlässig bleibt.
🦺 Schnorchelwesten
Eine Schnorchelweste sorgt nicht nur für mehr Sicherheit an der Oberfläche, sie schützt auch zuverlässig vor Sonne. Das Material deckt Brust, Rücken und oft auch die Schultern ab. Also genau die Bereiche, die beim Schnorcheln am schnellsten verbrennen.
- EU-Konformität: Entspricht der neuesten DIN EN 13138-1:2022-03, maximale Sicherheit und Qualität, mit einsehbarem...
- Doppelte Sicherheit: V2 Schwimmweste jetzt mit zwei separaten Luftkammern, erhöhtem Auftrieb und optimiertem...
- Unterstützendes Design: Anerkannt als Schwimmlernhilfe, bietet diese Schnorchelweste aktive Schwimmunterstützung;...
Für Einsteiger ist die Weste doppelt praktisch: Sie hält dich entspannt über Wasser und reduziert gleichzeitig die UV-Belastung. Viele Modelle haben außerdem helle Farben oder Reflektoren, sodass du auch von Booten leichter gesehen wirst.
Sonnencreme beim Schnorcheln – worauf du achten solltest
Sonnencreme bleibt auch beim Schnorcheln ein wichtiger Schutz. Aber nicht jede Creme ist geeignet. Viele herkömmliche Produkte enthalten Stoffe, die im Wasser Korallen schädigen oder schnell ihre Wirkung verlieren.
🔑 Wichtige Kriterien sind:
- Wasserfestigkeit: Achte auf eine hoch wasserfeste Formel, die auch nach längerer Zeit im Wasser noch schützt.
- Hoher Lichtschutzfaktor: Fürs Schnorcheln solltest du mindestens LSF 50, besser LSF 50+ nutzen.
- Reef-Safe: Verzichte auf Cremes mit Oxybenzon, Octinoxat oder Parabenen. Diese Stoffe stehen im Verdacht, Korallenriffe zu schädigen.
- Anwendung: Trage die Creme etwa 20–30 Minuten vor dem Schnorcheln auf, damit sie einzieht und nicht sofort ausgewaschen wird. Vergiss nicht: Nachcremen ist Pflicht, besonders nach langen Sessions im Wasser.
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Sonnenschutz für den Kopf beim Schnorcheln
Der Kopf ist beim Schnorcheln oft der Sonne ausgeliefert. Besonders die Kopfhaut verbrennt schnell, wenn die Haare kurz oder dünn sind. Ein Sonnenbrand dort ist nicht nur schmerzhaft, er heilt auch sehr langsam.
- Kopfbedeckung: Leichte UV-Caps oder Hauben sitzen eng, trocknen schnell und schützen Kopfhaut, Nacken und Ohren. Sie sind extra für den Wassersport gemacht.
- Kopfhaut-Spray: Spezielle Sonnensprays für die Kopfhaut sind praktisch, wenn du keine Haube tragen willst. Sie ziehen schnell ein und fetten nicht.
- Haare: UV-Sprays schützen nicht nur die Haut, sondern auch die Haare vor dem Ausbleichen und Austrocknen durch Salz und Sonne.
Spezielle Tipps für empfindliche Zonen
Einige Körperstellen brauchen beim Schnorcheln extra Schutz, weil sie besonders schnell verbrennen oder austrocknen.
- 👄 Lippen: Sie haben keine Pigmente und verbrennen extrem schnell. Ein Lippenbalsam mit LSF 30–50 ist Pflicht.
- 👃 Nase: Sie ragt aus der Maske heraus und bekommt viel Sonne ab. Am besten mit Zinkstift oder Sonnenstick schützen.
- 🦲 Kopfhaut: Vor allem bei kurzen oder dünnen Haaren wichtig. Hier hilft ein UV-Spray für die Kopfhaut oder ein UV-Hoodie.
- 👂 Ohren: Sie sind oft vergessen, verbrennen aber leicht. Gut eincremen oder von einer Haube bedecken lassen.
💡 Mein Tipp: Pack dir immer einen kleinen Sonnenstick in die Tasche. Damit kannst du im Handumdrehen empfindliche Stellen nachcremen, auch direkt am Strand oder auf dem Boot.
Praktische Tipps aus der Praxis
Beim Schnorcheln in der Sonne ist ein durchdachter Sonnenschutz entscheidend, um Hautschäden zu vermeiden und den Ausflug sicher zu genießen. Hier sind praktische Tipps, die dich vor, während und nach dem Schnorcheln optimal schützen:
Vorbereitung: Den richtigen Schutz von Anfang an planen
- Sonnencreme rechtzeitig auftragen: Trage eine wasserfeste und riff-freundliche Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (SPF 50+) mindestens 20 Minuten vor dem Einstieg ins Wasser auf. So kann die Creme vollständig einziehen und ihren Schutz entfalten.
- Vergiss den Schutz bei bewölktem Himmel nicht: Auch an bedeckten Tagen dringen UV-Strahlen durch die Wolken. Deshalb solltest du auch bei scheinbar weniger Sonne nicht auf Sonnenschutz verzichten.
Während des Schnorchelns: Sicher unterwegs in der Sonne
- UV-Schutzkleidung tragen: Setze auf langärmelige Rashguards, UV-Schutzhosen und eine Kopfbedeckung, um die empfindlichsten Körperstellen wie Schultern, Rücken und Kopfhaut vor Sonnenstrahlen zu schützen. Diese physische Barriere ist besonders effektiv und umweltfreundlich.
- Schattige Plätze nutzen: Plane regelmäßige Pausen an schattigen Orten ein – sei es unter einem Sonnensegel auf dem Boot oder an schattigen Küstenbereichen. So gibst du deiner Haut eine Pause von der intensiven Strahlung.

Nach dem Schnorcheln: Die Haut beruhigen und überprüfen
- After-Sun-Pflege: Versorge deine Haut nach dem Schnorcheln mit einer beruhigenden Creme oder Aloe Vera. Das kühlt und hilft, mögliche Reizungen oder Sonnenbrand zu lindern.
- Haut auf Schäden prüfen: Kontrolliere deine Haut nach jedem Schnorchelausflug auf Sonnenbrand oder andere Anzeichen von Schäden. So kannst du frühzeitig reagieren und die betroffenen Stellen gezielt pflegen.
Typische Fehler beim Sonnenschutz beim Schnorcheln
Auch wenn man den Sonnenschutz gut plant, schleichen sich typische Fehler ein.
🧴 „Einmal eincremen reicht“
Viele glauben, eine Anwendung hält den ganzen Tag. Selbst wasserfeste Cremes verlieren aber nach etwa 80 Minuten im Wasser ihre Wirkung.
👉 Besser: Alle zwei Stunden und nach jedem längeren Aufenthalt im Wasser nachcremen.
👕 „Kleidung schützt automatisch“
Normale T-Shirts lassen UV-Strahlen durch. Das führt oft zu Sonnenbrand unter dem Stoff.
👉 Besser: UV-Kleidung mit UPF 50+ tragen oder zusätzlich die Haut darunter eincremen.
☁️ „Bewölkt = weniger Risiko“
Bis zu 80 % der UV-Strahlen dringen durch Wolken. Auch an grauen Tagen droht Sonnenbrand.
👉 Besser: Immer Sonnenschutz nutzen, egal ob Sonne oder Wolken.
🌀 „Den Rücken hab ich bestimmt eingecremt … oder doch nicht?“
Nacken, Rücken und Ohren sind oft vergessen und brennen besonders schnell.
👉 Besser: Gründlich eincremen und zur Not den Buddy oder Partner um Hilfe bitten.
🌊 „Nach dem Schnorcheln braucht die Haut keinen Schutz mehr“
Die Haut ist nach Sonne, Salz und Wasser stark beansprucht. Wer sie dann ignoriert, riskiert Reizungen.
👉 Besser: After-Sun oder Aloe Vera nutzen und die Haut gut pflegen.
Häufige Fragen
Am besten eignen sich wasserfeste, reef-safe Sonnencremes mit LSF 50. Sie halten auch längere Zeit im Wasser und belasten die Korallen nicht.
Ja. Selbst die beste Creme verliert mit der Zeit an Wirkung, besonders im Wasser. Deshalb solltest du nach längeren Schnorchelgängen immer nachcremen und zusätzlich UV-Kleidung tragen.
Ein UV-Shirt schützt Oberkörper und Arme zuverlässig, ersetzt aber keine Creme. Gesicht, Nacken, Hände und Beine brauchen weiterhin zusätzlichen Sonnenschutz.
Nein. Einmal im Wasser kannst du nicht mehr nachcremen. Deshalb ist es wichtig, rechtzeitig vor dem Einstieg Sonnenschutz aufzutragen und mit Kleidung nachzuhelfen.
Mineralische Sonnencremes mit Zinkoxid oder Titandioxid sind am umweltfreundlichsten, da sie riffschonend sind. Chemische Cremes schützen ebenfalls gut, enthalten aber oft Stoffe, die Korallen schädigen können.
Fazit: Sicher schnorcheln mit dem richtigen Sonnenschutz
Sonnenschutz beim Schnorcheln ist mehr als nur Sonnencreme. Erst die Kombination aus reef-sicheren Cremes, UV-Kleidung und einer guten Routine macht den Unterschied. Wer rechtzeitig vorsorgt, schützt nicht nur seine Haut vor schmerzhaften Sonnenbränden, sondern auch die Unterwasserwelt.
Für mich gehört Sonnenschutz mittlerweile genauso zur Ausrüstung wie Maske und Schnorchel. Mit der richtigen Vorbereitung kannst du deine Zeit im Wasser entspannt genießen ohne den Tag danach mit roten Schultern oder gereizter Haut im Schatten verbringen zu müssen.
Zuletzt aktualisiert am: 28. August 2025
Letzte Aktualisierung am 29.08.2025 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API