Wenn du regelmäßig tauchst weißt du, dass es vor den Tauchgängen auf dem Boot manchmal ziemlich schnell und durcheinander zugeht. Dabei kann es natürlich passieren, dass Ausrüstung verloren geht. Umso wichtiger ist es, dass du deine Tauchausrüstung klar und dauerhaft beschriftest. So vemeidest du nicht nur Verwechslungen, sondern sorgst auch für mehr Sicherheit, Ordnung und Überblick. Hier erfährst du, wie du deine Ausrsütung – vom Neoprenanzug bis zur Tauchtasche sinnvoll beschriften kannst und worauf du dabei achten solltest.
Warum du deine Tauchausrüstung unbedingt beschriften solltest
🔒 Sicherheit geht vor:
Atemregler oder Tauchcomputer müssen zuverlässig gewartet werden. Mit einer eindeutigen Beschriftung stellst du sicher, dass du dein gewartetes Equipment benutzt und nicht versehentlich das eines anderen.
🧭 Bessere Orientierung:
Besonders auf Tauchbooten oder bei Gruppenreisen wird es schnell unübersichtlich. Eine gut sichtbare Kennzeichnung verhindert Chaos und spart Zeit beim Zusammenpacken.
💼 Ordnung & Eigentumsschutz:
Nicht selten sehen sich Ausrüstungen täuschend ähnlich (vorallem bspw. schwarze Flossen…). Mit einer individuellen Beschriftung weißt du immer, was dir gehört. Und wenn doch mal was verloren geht, kannst du es so schneller wiederfinden 🙂
Die Möglichkeiten zur Beschriftung deiner Tauchausrüstung
Ich habe meine komplette schwarze Ausrüstung mit einem Edding 5300 Acrylmarker weiß* beschriftet. Was soll ich sagen? Seit über 40 Tauchgängen hält es zuverlässig und ist super lesbar. Der Marker trocknet schnell, hält auch nach mehrmaligem Salzwasserkontakt und lässt sich präzise auftragen.
👉 Für helle Ausrüstungsteile (z. B. Masken mit weißem Silikon oder helle Jackets) empfehle ich kontrastreiche Farben wie Schwarz oder Dunkelblau. Diese sind ebenfalls als Acrylmarker erhältlich.
🔩 Für Metallteile wie Messer oder Karabiner lohnt sich übrigens eine Gravur oder Fräsung. So kannst du deine Initialen oder ein Symbol dauerhaft einbringen und brauchst dir nie wieder Sorgen um verwischte Schrift zu machen.
🎨 Als Alternative gibt’s auch sogenannte Gearmarker*. Das ist eine farbige Flüssigkeit, mit der du Text oder Muster auftragen kannst. Klingt kreativ – aber Achtung:
Die Meinungen dazu gehen stark auseinander: Manche Taucher schwören drauf, andere berichten, dass die Farbe schon nach wenigen Einsätzen abgeblättert ist. Am besten: Selbst ausprobieren oder auf bewährte Klassiker wie den Edding setzen 😄
Zusätzliche Tipps aus der Praxis
Beim Beschriften deiner Tauchausrüstung zählt nicht nur mit was, sondern auch wie. Hier kommen ein paar meiner bewährten Praxis-Tipps, die sich bei vielen Tauchgängen als hilfreich erwiesen haben:
📍 Gute Platzierung macht den Unterschied
Schreib deinen Namen oder deine Initialen nicht irgendwo hin, sondern dahin, wo du sie im Ernstfall auch siehst, z. B. auf die Außenseite der Flossen, oben auf den Tauchcomputer oder an den oberen Kragen deines Neoprenanzugs. Vermeide stark beanspruchte Reibungszonen (z. B. Schulterträger vom Jacket), da die Beschriftung dort schneller abnutzt.

🎨 Farbcodes + Symbole = Turbo für die Übersicht
Gerade wenn du mehrere ähnliche Teile hast (z. B. Ersatzflossen oder mehrere Bojen), helfen Farbcodierungen oder kleine Symbole dabei, blitzschnell das richtige Teil zu greifen.
Beispiel: grüne Markierung = Backup-Flossen, rote Markierung = Hauptausrüstung.
🔍 Nicht jeder Marker hält auf jedem Material
Besonders glatte oder weiche Materialien wie Silikon (z. B. Maskenrand) oder gummierte Griffe brauchen spezielle Marker oder Aufkleber. Teste im Zweifel auf einem kleinen, unauffälligen Bereich und prüfe nach dem ersten Tauchgang, ob alles noch hält.
💡 Mein Tipp: Wenn du unterschiedliche Materialien beschriftest (z. B. Hartplastik, Silikon, Stoff), pack dir gleich 2–3 Marker mit verschiedenen Spitzen in die Tasche. So kannst du unterwegs spontan nachbessern, z. B. nach einem Abtauchgang mit starker Strömung.
Neopren beschriften – so bleibt es dauerhaft lesbar
Neopren zu beschriften klingt erstmal simpel, ist es aber nicht. Das Material ist flexibel, oft glatt beschichtet und wird beim An- und Ausziehen stark beansprucht. Umso wichtiger, dass du hier die richtige Methode wählst, damit die Markierung auch nach vielen Tauchgängen noch hält.
🔧 Das hat sich bei mir bewährt:
- Textil- oder Neoprenmarker:
Diese sind speziell für elastische Materialien wie Neopren gemacht. Sie haften gut, verschmieren nicht und bleiben auch bei Kontakt mit Salzwasser lesbar. Achte darauf, dass sie wasserfest und UV-beständig sind. - Acrylmarker mit feiner Spitze:
Hier sind wir wieder bei meinen beliebten Acrylmarkern. Sie funktionieren hier ebenfalls gut. Besonders auf glatten Flächen wie dem Rücken oder an den Beinen. Wichtig: Nur auf komplett trockene Stellen schreiben und vorher kurz antesten. Für schwarze Anzüge eignet sich Weiß, für helle Modelle Schwarz oder Blau. - Bügeletiketten oder Neoprenpatches:
Ideal, wenn du deinen Namen größer oder dekorativer anbringen willst, zum Beispiel auf dem Rücken oder an den Ärmeln. Manche lassen sich auch mit deinem Logo oder Clubnamen bedrucken.

💡Vermeide es, auf stark gedehnte Zonen zu schreiben (z. B. Kniekehle oder Ellbogen). Dort reibt die Schrift schneller ab – oder wird beim Tragen unleserlich.
Diese Ausrüstungsgegenstände solltest du unbedingt beschriften
Nicht nur deine Tauchanzüge und Flossen sollten beschriftet werden, sondern auch:
- Atemregler und Tauchcomputer: Diese lebenswichtigen Komponenten sollten immer eindeutig gekennzeichnet sein. Tauchcomputer können personalisiert werden, um sicherzustellen, dass sie richtig eingestellt sind und du keine Verwechslungen mit anderen Tauchern riskierst.
- Tauchmasken: Da Masken oft individuell angepasst und auf das Gesicht des Tauchers zugeschnitten sind, ist es wichtig, sie zu markieren. Besonders bei größeren Gruppen oder auf Booten kann es schnell zu Verwechslungen kommen.
- Flossen, Anzüge und Jacken: Bei gemeinsamen Ausflügen mit anderen Tauchern können Flossen oder Anzüge leicht verwechselt werden. Eine deutliche Beschriftung – auch von Größenangaben – hilft, Missverständnisse zu vermeiden.
- Tauchtaschen und Rucksäcke: Wenn du eine separate Tasche für deine Ausrüstung hast, ist es sinnvoll, auch diese zu beschriften. Dadurch findest du schnell das benötigte Zubehör und behältst den Überblick über deine Ausrüstung.
- Zubehör und Kleinteile: Zubehör wie Karabiner, Tauchermesser, Signalbojen oder Lampen sind klein und können schnell verloren gehen. Durch eine Beschriftung mit deinem Namen oder Symbolen kannst du auch diese Teile leicht wiederfinden.
Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest
Auch beim Beschriften von Tauchausrüstung kann einiges schieflaufen. Damit dir das nicht passiert, hier die häufigsten Stolperfallen aus der Praxis und wie du sie ganz einfach umgehst:
❌ Falscher Stift
Nicht jeder Marker hält auf jedem Material. Ein klassischer Permanentmarker mag im Büro top sein, unter Wasser aber verblasst er oft schon nach wenigen Tauchgängen.
✅ Besser: Greif zu wasserfesten Acryl- oder Textilmarkern, die für Outdoor und feuchte Bedingungen gemacht sind.
❌ Schlechte Platzierung
Eine Beschriftung bringt nichts, wenn sie dort sitzt, wo sie nach drei Mal Umziehen abgerieben ist oder schlicht nicht sichtbar.
✅ Besser: Platziere deine Markierungen an geschützten, aber gut einsehbaren Stellen, z. B. Rücken, Kragen, Taschenoberseite.
❌ Zu kleiner oder farbloser Text
Was bei Tageslicht noch geht, ist im Dämmerlicht auf dem Boot kaum zu erkennen.
✅ Besser: Achte auf ausreichende Schriftgröße und hohen Farbkontrast, z. B. Weiß auf Schwarz oder Blau auf Grau.
❌ Material nicht vorbereitet
Staub, Feuchtigkeit oder Fettreste können verhindern, dass Marker gut haften.
✅ Besser: Trockne und reinige die Oberfläche vor dem Beschriften, sonst haftet selbst der beste Marker schlecht.
❌ Zubehör vergessen
Du hast alles beschriftet – nur die kleine Signalboje oder das Backup-Messer nicht? Genau das geht dann verloren.
✅ Besser: Auch kleinste Ausrüstungsgegenstände markieren. Idealerweise mit Initialen + Symbol oder Farbcodierung.
💡 Mein Tipp:
Mach dir eine kleine Checkliste, was alles beschriftet werden soll und hake ab, sobald es erledigt ist. So vergisst du garantiert nichts.
Häufig gestellte Fragen
Wir beantworten die häufig gestellten Fragen die uns erreicht haben:
Die Beschriftung deiner Tauchausrüstung hilft dabei, Verwechslungen zu vermeiden, die Sicherheit zu erhöhen und deine Ausrüstung besser zu organisieren. Sie ermöglicht eine schnelle Identifikation deiner Ausrüstung, besonders in einer Gruppe von Tauchern oder bei Tauchreisen.
Wichtige Ausrüstungsteile, die beschriftet werden sollten, umfassen Atemregler, Tauchcomputer, Tauchmasken, Flossen, Tauchanzüge, Taschen, Beutel und kleinere Zubehörteile wie Karabiner oder Messer. Alles, was leicht verloren gehen oder verwechselt werden kann, sollte beschriftet werden.
Es gibt verschiedene Methoden zur Beschriftung, darunter die Verwendung von permanenten Markern, Gravuren, wasserfesten Etiketten und spezialisierten Beschriftungsgeräten. Die Wahl der Methode hängt vom Material der Ausrüstung und der gewünschten Haltbarkeit der Beschriftung ab.
Nicht alle Marker sind für die Beschriftung von Tauchausrüstung geeignet. Es ist wichtig, wasserfeste und UV-beständige Marker zu verwenden, die auf glatten Oberflächen haften und nicht unter Wasser verblassen oder verschmieren. Der Edding 5300 Acrylmarker ist eine beliebte Wahl für viele Taucher.
Ja, Textilmarker können für die Beschriftung von Tauchanzügen verwendet werden, besonders wenn sie aus Neopren oder ähnlichen Materialien bestehen. Achte darauf, dass der Textilmarker wasserfest und speziell für den Einsatz auf Neopren oder ähnlichen Materialien geeignet ist.
Mein Fazit: Beschriften lohnt sich (wirklich)
Ob auf dem Tauchboot, am Strand oder im Club, wer seine Tauchausrüstung beschriftet, ist klar im Vorteil. Du vermeidest Verwechslungen, behältst den Überblick und kannst dich darauf verlassen, dass du im entscheidenden Moment dein Equipment zur Hand hast. Besonders beim Neopren beschriften kommt es auf die richtige Technik und das passende Material an, damit es dauerhaft halten kann.
Mit ein bisschen Vorbereitung und den richtigen Tools sorgst du dafür, dass du lange Freude an deiner Ausrüstung hast und dir Stress beim Packen oder Tauchen ersparst.
💡 Mein Tipp zum Schluss:
Sieh das Beschriften nicht als lästige Pflicht, sondern als clevere Routine. So wird dein nächstes Tauchabenteuer nicht nur entspannter, sondern auch sicherer. 🌊
Zuletzt aktualisiert am: 21. Juli 2025
Letzte Aktualisierung am 31.08.2025 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API